LU- L...JO Der Tropenpflanzer. Zeitschrift für Tropische Landwirtschaft. Organ des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees. Herausgegeben von O. Warburg, F. Wohltmann, Berlin. Halle a. S. IX. Jahrgang 1905. Inhaltsverzeichnis. Die arabischen Ziffern geben die Seiteuzahlen an. Die mit * versehenen Ziifem beziehen sich auf die Beihefte. Abuca Manilahanf I siehe Die Mauilahanfkultur auf den Philippinen GÜ7. Abelmoschus raoschatus siehe Bericht von Schimmel & Co. 473. Abessinien, Baumwolle, Kaffee und Gummi in — siehe Auszüge und Mitteilungen 48. Acaeia Farnesiana siehe Bericht von Schimmel & Co. 469. — . — — .— siehe Die Kautschukmisteln 642. Acantaceen siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonen- strome *21. Achras Sapota siehe Viehzucht in Costarica 193. Actinella Cooperi siehe Guayule und seine wirtschaftliche Bedeutung 239. African International Flotilla and Transport Company siehe Wirt- schaftliche Erkundung einer ostafrikanischen Südbahn *367, *368, *372, *379. — .— Lakes Corporation siehe Wirtschaftliche Erkundung einer ostafrika- nischen Südbahn *366, *368, *372, *378, *379. Agave heteracantha sieht Guayule und seine wirtschaftliche Bedeutung 245. — . — rigida var. sisalana siehe Mitteilungen über den Sisalagavenbau aus der Praxis 376. Ägypten, Die Zuckerindustrie — s siehe Auszüge und Mitteilungen 543. Akaziengummi siehe Wirtschaftliche Lage und Haupterzeugnisse des ägyp- tischen Sudan 536. Aktiengesellschaft für Verkehrswesen 204. Albizzia siehe Besuch javanischer Pflanzungen. — Vergleiche mit Samoa 567. — .— molnccana siehe Ödlandaufforstung in Niederländisch-Indieu 85. — . — raontana siehe Ödland aufforstung in Niederländisch-Indien 85. Aleurites cordata siehe Über chinesisches Holzöl 706. 707. — . — moluccana siehe Bemerkungen über einige wichtige Pflanzen des Bota- nischen Gartens in Victoria (Kamerun) 507. Almeidina 662. Alstonia siehe Die Kautschukpflanzen *202. — .— Dürckheimiana Schlechter siehe Die Kautschukpflanzen *77, *98, *202, *212. — . — plumosa Labill. siehe Die Kautschukpflanzen *202. — . — scholaris Br. siehe Die Kautschukpflanzen *202. — IV — A iiiiizoiuis, Der (i umini;iusfuhrzoll und die Gurnini( riile im lirasi- lianischeii Staate — 14. — . — Störung der K .-i utscliukverscii i ffii iig'en auf dem — siehe Auszüge und Mitteilungen 54'2. AmerikaJiische Ta))akhandel im .lalire 1!K)4, Der (idO. Anaphalis juvauica siehe üillandaufforstung in Niederländisch-Indien 85. Anbauversuche mit Baumwolle in einzelnen Teilen Brasiliens siehe Auszüge und Mitteilungen lüO. Andropogon rufus siehe Bemerkungen über Futterbau 139. — . — schoenauthus var. versicolor siehe Bericht von Schimmel & Co. 473. Angola, Ficus elastica in — . Von J. Golsweiler 581. -.— , Wirtschaftliche Ausnutzung der Pflanze Euphorbia Tirucalli in — siehe Auszüge und Mitteilungen 47. Angoraziegen, Ausfuhrzölle auf — und Mutterschafe im Kap der Guten Hoffnung siehe Auszüge und Mitteilongen 285. Anleitung für die Baumwollkultur. Von Prof Dr. A. Zimmermann siehe Neue Literatur 102. A nodorhynchus hyacinthinus siehe Kautschukgewinnung und Kautschuk- handel am Amazonenstrome *18. Auona cherimolia siehe Bemerkungen über einige wichtige Pflanzen des Botanischen Gartens in Victoria (Kamerun 5()8. — . — squamosa siehe Bemerkungen über einige wichtige Pflanzen des Bota- nischen Gartens in Victoria (Kamerun) 508. Ansiedlungsversuclie, Britische siehe Auszüge und Mitteilungen 411. Anthonomus grandis Mexican Boll VVeevil 662. Apocynaceae siehe Die Kautschukpflanzen *96, *156, *170, *198. Aposphaeria Ulei P. Henu. siehe Kautschukgewinnung und Kautschnk- handel am Araazonenstrome *17. Ära caminde siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonen- strome *18. Araceen siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonen- strome *21. Arbeiterfrage, Ein i)rakti.'. *2(>3. Chrysactinia mexicana sielie Goayule und seine wirtschaftliche Bedeutung 2o6. Cinchona siehe Ödlandaufforstung in Niederlündisch-Indien 85. — . — calisaya siehe Bericht über eine Reise nach S. Thom§ 434. — . — Ledgeriana siehe Besuch javanischer Pflanzungen. — Vergleiche mit Samoa 564. . — siehe Cinchonapflanzung der Regierung in Buea 578, 579. — . — robnsta siehe Die wirtschaftliche Erkundung einer ostafrikanischen Süd- bahn *309. — . — — . — siehe Besuch javanischer Pflanzungen. - Vergleiche mit Samoa 565. — . — succi rubra siehe Bericht über eine Reise nach S. Thom6 434. — . — — . — siehe Besuch javanischer Pflanzungen. Vergleiche mit Samoa 565. — . . — siehe Cinchonapflanzung der Regierung in Buea 578, 579. Cinchonap flanzung der Regierung i n Buea. Die — . Von Gouvernements- gärtuer Deistel 578. r'itharexylon quadrangulare siehe Bemerkungen über einige wichtige Pflanzen des Botanischen Gartens in Victoria Kamerun) 508 Citrus limonnm .siehe Bericht von HcliiTnmel . Eine Pjisenbahn ist nötig 280. Debundja Plantage siehe Reisebericht III der pflanzenpatliologischen Expe- dition des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 247. Dendrophtora heveicola Ule siehe Kautschukgewinnung und Kautschuk- handel am Amazonenstrome *18, *69. Deutsch-koloniale Baumwoll-Unternehmungen von Karl Supf 317, G81. Togo 319, <;84. Deutsch-Ostafrika 321, 686. Kamerun 327, G8il. Neu-Guinea 327. Deutsch-koloniale Eisenbahnbau- und Betriebsgesellschaft 204. Deutsch-Ostafrika, Bericht über die vorläufigen Ergebnisse der mit der Bienenzucht in — angestellten Versuche 205. — . — — .— , Burenansiedlung in — siehe Auszüge und Mitteilungen 218. . — , Deutsche Kautschuk-Pflanzungsgesellschaft in — 394. - — . — siehe Deutsch-koloniale Baumwoll-Unternehmungen 321, 686. ■ — . — , Die Kokosnufs und deren Bearbeitung in — . Von Pflanzer Stein 195. — .— , Maschineneinfuhr nach dem Norden — s siehe Auszüge und Mitteilungen 284. . — — . — siehe Neujahrsgedanken 1905 7. .— , Schutz der Kautschukwaldungen in — 399. - — . — , Untersuchung von Rizinussamen aus — 590. -Ostafrikanische Bank 142. - — .— Gesellschaft, Berlin 271. — . — — . — siehe Deutsch-koloniale Baumwoll-Unternehmungen 323, 686. - — . — — . — siehe Wii*tschaftliche Erkundung einer ostasiatischen Südbahn *224, *354. ■ Südwestafrika siehe Neujahrsgedanken 1905 10. ■ — . — , Deutschlands Pflichten in — . \'on Th. Rehbock siehe Neue Literatur 103. ■ -— .— , Über die Verwendung von Kraftwagen in — 96. - — . — , Unsere Lage und Aussichten in der Kolonie . Von Geh. Regierungsrat Pi'of. Dr. Wohltmann siehe Neue Literatur 159. --Westafrikanische Bank 202. . — Handelsgesellschaft 202. Deutsche Auswanderer, Der — siehe Neue Literatur 737. - Bank siehe Auszüge und Mitteilungen 545. - Ecuador Cacao-Plantageu- und PJxport-Gesellschaft, Aktien- gesellschaft, Hamburg 332. . — Gesellschaft für Bergbau und Industrie im Auslande 653. — Handels- und Plantagen-Gesellschaft der Südsee-Inselu siehe Neujahrsgedanken 1905 3. — Interessen in Guatemala 42. — Kautschuk-Planzuugsgesellschaft in Deutsch-Üsta i'r i k a 394. — XV — Deutsche Kolouialgesellschaft 47ß. — .— KolonialkoDgrefs 1905, Der — . Von Dr. Soskin 621. — . — Kolonien in Transkaukasien, Die — . Von Paul Hoffmann siehe Neue Literatur 347. — . — Kulturpionier, Der — siehe Neue Literatur 220. — . — Monatsschrift für Kolonialpolitik und Kolonisation siehe Neue Literatur 51. — . — Ost-Afrika-Linie siehe Wirtschaftliche Erkundung einer ostafrika- nischen Sudbahn *385 — . — Togogesellschaft 685 siehe Deutsch-koloniale Baumwoll-Ünternehmuugen 320. — . .— , Berlin 586. — . . — siehe Reisebericht II der pfiauzenpathologischen Expedition des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 169. Deutscher Kolonial-Kongrefs 1905 340, 595, 621. Deutsches Handels- Archiv siehe Neue Literatur 608. — .— Kolonialhandbuch. Von Prof. Dr. Fitzner siehe Neue Literatur 49. Deutschlands Handel mit seinen Kolonien 397. — . — Pflichten in D eutsch - Südwestafrika. Von Th. Rehbock siehe Neue Literatur 103. Diskonto-Gesellschaft 333. — . — siehe Auszüge und Mitteilungen 545. Djati Roengge, Coffea robusta auf — . Von H. D. Mac Gillavry 128. Djimaela siehe Wirtschaftliche Erkundung einer ostafrikanischen Südbahn *314. Dominikanische Republik, Kakaoausfuhr der — siehe Auszüge und Mitteilungen 343. Dotliidella ülei P. Henn. siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonenstrorae *17, *18. Douglashof - Plantage siehe Reisebericht H der pflanzenpathologischen Expedition des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees nach West- afrika 169. Dresdner Bank 202. — . . — siehe Auszüge und Mitteilungen 545. Dryandra cordata siehe Über chinesisches Holzöl 707. Ecdysanthera siehe Die Kautschukpflanzen *201, *207. — .— micrantha D. C. siehe Die Kautschukpflanzen *98, *201, *210. — . — pedunculosa Miq. siehe Die Kautschukpflanzen *98, *201. Ecuador, Handel in — 1903 46. Ecnador - Kakao - Plantagen - und Export - Gesellschaft . Aktien- gesellschaft, Deutsche, Hamburg 332. Einfuhr von Baumwollartikeln nach Siam, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 216 — . — von Baumwoll waren nach dem ügandaprotektorat, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 216. — . . — nach Kuba, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 216. — . — von Kautschuk nach den Hauptmärkten siehe Auszüge und Mit- teilungen 156. Eingeborenenkulturen in den Kolonien siehe Neu Jahrsgedanken 1905 16. Einwanderung der Chinesen nach dem Transvaal, Die — siehe Aaszüge und Mitteilungen 158. — XVJ — Eisen li all II hiiu vun Jilunienau iiacli Hanniionia im Staate Santa Catliarinu, Südbrasilien, siehe Auszüge und Mitteilungen 545. Eisenbalin-G esellschaft, Ostafrikanische, Berlin 333. Elaeis guineensis 591). Blaeococca dryandra sielie Über chinesisches Holzöl 700. — . — sinensis siehe (Tber chinesisches Holzöl 70G. — . — verrucosa siehe über chinesisches Holzöl 700. Elfenbein siehe Wirtschaftliche Lage und Haupterzeugnisse des ägyptischen Sudan m\. iie Kautschukpflanzen *191. — XVII - Ficus siebe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *1, *21. — . — siehe Ödlaudaufforstung in Niederländisch-Indien 86. — .— altissima Bl. siehe Die Kautschukpflanzen *96, *194, *204. - annulata Bl. siehe Die Kautschukpflanzen *96, *194. , — consociata Bl. siehe Die Kautschukpflanzen *96, *194. dendrocida H. B. et K. siehe Die Kautschukpflanzen *192. .— doliaria Mart. siehe die Kautschukpflanzen *192. elastica Roxb. siehe Der deutsche Kolouialkongrefs 1905 625. -.— siehe Die Kautschukpflanzen *76, *96, *195. — .— im Staate Selangor siehe Auszüge und Mitteilungen 49. — .— in Angola. Von J. Gossweiler 581. — . — in Borneo siehe Auszüge und Mitteilungen 101, 102. ■ Holstii Warb, siehe Die Kautschukpflanzen *96, *168. indica, L. siehe Die Kautschukpflanzen *194. . — raacrophylla Desf. siehe Die Kautschukpflanzen *96, *193. - myrtifolia Link siehe Die Kautschukpflanzen *192. .— mysorensis Heyne siehe Die Kautschukpflanzen *96, *194, *203, *204. - obliqua Forst f. siehe Die Kautschukpflanzen *194. - obtusifolia Bl. siehe Die Kautschukpflanzen *96, *194. . — Preussii "Warb, siehe Die Kautschukpflanzen *96, *168. -- prolixa Forst, siehe Die Kautschukpflanzen *77, *193. — raduloides (Chilamate) siehe Viehzucht in Costarica 188. — religiosa L. siehe Die Kautschukpflanzen *194. — Rigo Bai] siehe Die Kautschukpflanzen *77, *96, *194. — Roxburghii Wall, siehe Die Kautschukpflanzen *96, *194. — rubiginosa Desf. siehe Die Kautschukpflanzen *96, *193. .— Schlechteri Warb, siebe Der deutsehe Kolouialkongrefs 1905 625. - — . .— siehe Die Kautschukpflanzen *77, *96, *193, *212. - usambarensis Warb, siehe Die Kautschukpflanzen *96, *168. _._ Vogelii Miq. siehe Die Kautschukpflanzen *96, *146, *168, *173, *176, *177, *178, *179. — . — Vohsenii Warb, siehe Die Kautschukpflanzen *96. Filariakrankheit der Menschen und Tiere in den Tropen, Beitrag zur Kenntnis der — von Dr. Hans Ziemann siehe Neue Lite- ratur 287. Formosa, Die Zuckerindustrie — s siehe Auszüge und Mitteilungen 343. Forsterouia floribunda D. C. siehe Die Kautschukpflanzen *96, *141. — .— gracilis Müll. Arg. siehe Die Kautschukpflanzen *96, *141. Fragen, um deren Beantwortung bei Einsendung schädlicher Tiere kolonialer Kulturpflanzen gebeten wird 726. Frankreichs Verbrauch an Kolonialölen siehe Auszüge und Mit- teilungen 604. Französisch-Westafrika, Baumwollversuche in — siehe Auszüge und Mitteilungen 343. Friedrich-Hoffmann-Plantage siehe Deutsch-koloniale BaumwoU-Unter- nehmungen 323. Fructicultura em Argentina, A. v. Alberto Löfgren siehe Neue Literatur 160. Funtumia elastica Stapf (Kickxia elastica Preuss) siehe die Kautschuk- pflanzen *164. — .— (Kickxia) elastica in Uganda, Der westafrikanisch Kaut- schukbaum — von F. Moeller 509. Tropenpflanzer 1905. 3 — XVIIl — Fusarium theobroinue siehe Reisebericht I der plianzenpathologischen Ex- pedition des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 31. Fusarium -Krankheit der Baumwolle siehe Reisebericht II der pflanzen- pathologischen Expedition des Kolonial- Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 178, 179, 181. Fntterban, Bemerkungen über — von J. Diederichsen 137. Gallito siehe Die Kautschukmisteln 640. Gelbfieber, Die prophylaktische Behandlung des — 8, Von Dr. W. Havel- burg siehe Neue Literatur 288. Gemüsebau, Tropischer — sowie einige Notizen zum Anbau diverser Zierpflanzen und Blumen. Von einem Kameruner Pflanzer 258. Gemüsebau 259. I. Vorbereitung 259. II. Aussaat 259. Un- geziefer 260. Die Gemüsearten 261. Suppen und Gewürzkräuter 268. Anbaufähige Blumen und Sträucher 269. Geonoma siehe Kautschukgewinnung und Kantschukhandel am Amazonenstrome *21, *27. Geraniumöl siehe Bericht von Schimmel & Co. 471, 730. Gerbmaterial, Bericht über die Untersuchung und Prüfung der Caraaschilrinde auf ihre Verwendbarkeit als — 531. — . — Zweiter Bericht über die Prüfung der Camaschilrinde auf ihre Verwendbarkeit als — 655. Gesellschaft Nordwest-Kamerun 717. Gliricidia sepium siehe Bemerkungen über einige wichtige Pflanzen des Botanischen Gartens in Victoria (Kamerun) 508. Glochidium sp. siehe Ödlandaufforstuug in Niederländisch-Indien 86. Glyphodes ocellata als Feind der Kickxia siehe Reisebericht 1 der pHanzenpathologischen Expedition des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 36. Goldküste, Kautschuk auf der — siehe Auszüge und Mitteilungen 345. Golledge-Michie-„Separator", Der — 539. Gossypium arboreum siehe Reisebericht II der pflanzenpathologischen Expedition des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees nach West- afrika 172. — .— barbadense siehe Reisebericht II der pflanzenpathologischen Expedition des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 171, 172, 174, 183. — . — hirsutum siehe Reisebericht II der pflanzenpathologischen E.vpeditiou des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 171, 172, 174, 176, 178, 182. — , — peruvianum siehe Reisebericht II der pflanzenpathologischen Expedition des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 172. Gramineen siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonen- strome 21. Grevillea robusta siehe Wirtschaftliche Erkundung einer ostafrikanischen Südbahn *309. Grofsbritanniens Baumwollhandel im Jahre 1904 siehe Auszüge und Mitteilungen 154. Guajakholzöl siehe Bericht von Schimmel & Co. 471. Guamo (lugaj siehe Die Kautschukmisteln 640. Guatemala, Deutsche Interessen in — 42. Guayaven siehe Die Kautschukmisteln 640. — XIX - Guaynle und seine wirtschaftliche Bedeutung, Der. Von Dr. Rud. Endlich, Mexiko 233. — .— , Zur Etymologie des Wortes ~ 540. — . — kautschuk siehe Die Kautschukpflanzen *138. —.— pflanze, Ausfuhrzoll auf die — in Mexiko siehe Auszüge und Mitteilungen 666. Gus.zuma rosea siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonen- strome *21. Guide annuaire de Madagascar 1904 siehe Neue Literatur 286. Gummi, Baumwolle und Kaffee in Abessinien siehe Auszüge und Mit- teilungen 48. — . — , Die Herstellung von künstlichem — 281. — . — ausfuhrzoll, Der — und die Gummiernte im brasilianischen Staate Amazonas 44. — . — ernte, Der Gummiausfuhrzoll und die — im brasilianischen Staate Amazonas 44. Gurjunbalsamöl siehe Bericht von Schimmel & Co. 471. Guttapercha siehe Besuch javanischer Pflanzungen. — Vergleiche mit Samoa 563. — . — siehe Wirtschaftliche Erkundung einer ostafrikanischeu Südbahn *310. — . — , Über Kautschuk- und — in deutschen Kolonien. Von Prof. Dr. P. Preufs 297. — .— kultur auf Java, Zur — . Von Prof. Dr. M. Büsgen 193. — . — Pflanzung, Rentabilität einer — für Privatkapital. Von W. Kolbe 519. — . — proben, Die Untersuchung von — aus Neuguinea. Von Dr. G. Fenler 710. Haitikakao siehe Auszüge und Mitteilungen 477. Hamburger Kakaoeinfuhr 1904 siehe Auszüge und Mitteilungen 602. Hammonia, Eisenbahnbau von Blumenau nach — im Staate Santa Catharina, Südbrasilien siehe Auszüge und Mitteilungen 545. Hancornia siehe Die Kautschukmisteln 633. — .— Lundii D. C. siehe Die Kautschukpflanzen *119. — . — speciosa Müll. Arg. siehe Die Kautschukpflanzen *96, *119, *121. — . — — . — — . — — . — siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *15. Handboek ten dienste van de Suikerriet-cultuur en de Rietsuiker- Fabricage op Java von Tervooren, H. A. P. M. siehe Neue Literatur 349. — . — voor Cultuur- en Handelsondernemingen in Nederlandsch- Indie. Von J. H. de Bussy siehe Neue Literatur 1904. Handbuch der Blütenbiologie. Von P. Knuth siehe Neue Literatur 546. — .— der Pflanzenkrankheiten. Von Prof. Dr. Paul Sorauer siehe Neue Literatur 348. — , — der Tabakkunde, des Tabakbaues und der Tabakfabrikation. Von Dr. Richard Kifsling siehe Neue Literatur 480. Handei-Plantagen-Gesellschaft, Rheinische — Köln 718. — . . .— siehe Nenjahrsgedanken 1905 9, 10. Handel der Kolonie Surinam im Jahre 1904 siehe Auszüge und Mit- teilungen 605. 3* — XX — Mandel Ecuadors 1903 46. — .— Siams 1903 46. — . — und wirtschaftli clio Verhältnisse des nordweatliclien Teiles von Kamerun. Von Alfred Kaiser siehe Neue Literatur 219. — . — s-Archiv, Deutsches — siehe Neue Literatur 608. — . — knrsus zu Mülhausen i. E. siehe Neue Literatur 105. — . — und Plantagen-Gesellschaft in Düsseldorf und Tan^ja, West- deutsche §28. Hansa, Die Kolonie — siehe Auszüge und Mitteilunj^en 545. Hauseatische Kolonisations - Gesellschaft siehe Auszüge und .Mit- teilungen 545. — . — — . — — . — mit beschränkter Haftung, Hamburg 530. — . — Plantagen-Gesellschaft, Hamburg 38. Häute siehe Landwirtschaftliche Lage und Haupterzeugnisse des ägyptischen Sudan 536. Heliconien siehe Kautsiihukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonen- strome *21. „Herandrana" (Mascarenhasia sp.) siehe Die Kautschukpflanzen *98, *171. Hevea, Besuche javanischer Pflanzungen. — Vergleiche mit Samoa 562, 576- — • — siehe Die Kautschukmisteln 633. — . — siehe Die Kautschukpflanzen *95, *104. — . — , eine neue Zapfniethode für — 539. — . — siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *70. — .— siehe Wirtschaftliche Erkundung einer ostafrikanischen Südbahn *310. — . — , Benthamiana Müll. Arg. siehe Kautschnkgewinnung und Kautschuk- handel am Amazonenstrome *19. — . — brasiliensis Müll. Arg. siehe Bemerkungen über einige wichtige Pflanzen des Botanischen Gartens in Victoria (Kamerun i 506. — . . — siehe Der Deutsche Kolonialkongrefs 1905 625. — . . — siehe Die Kautschukpflanzen *7(), *95, *100. — . — — .— , Die Überführung von — nach Samoa durch die Samoa- Kautschuk-Compagnie 720. — . — — . — siehe Einige Bemerkungen über Anlage von Kautschukpflanzungen mit besonderer Berücksichtigung von HoUändisch-Borneo 442. — . . — im Staate Selangor siehe Auszüge und Mitteilungen 49. — . — — . — in Borneo siehe Auszüge und Mitteilungen 101, 102. — . — — . — siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *1, *2, *3, *4, *(;, *7, *8, *9, *10, *12, *14, *15, *17, *18, *19, *2I, *22, *23, *24, *39, *40, *42, *44, *69, *70. — . — confusa Hemsl. siehe Kautschnkgewinnung und Kautschukhandel *19. — . . — siehe Die Kautschukpflanzen *95, *103. — . — discolor Müll. Arg. siehe Kautschukgewinnung und Kantschakhandel am Amazonenstrome *10, *12, *18, *41, *42, *49, *70. — . . . — siehe Die Kautschukpflanzen *95, *103. — .— guayanensis Aubl. siehe Die Kautschukpflanzen *76, *95, *103, *106. — . — — . — siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *10, *18, *19. — . — Kunthiana Huber siehe Kautschukgewinnung und Kautschukiiandel am Amazonenstrome *19. — .— lutea Müll. Arg siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *9, *19. — XXI — Hevea lutea Müll. Arg. siehe Die Kautscliukpflaiizen *95, *103. - — . — var. cuneata siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *9, *19. - merabranacea Müll. Arg. siehe Kautschukgewinnung und Kautschuk- handel am Amazonenstrome *19. . — microphylla Ule siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *10, *11, *12, *19. - — . — - --. — siehe Die Kautschukpflanzen *95, *105. - minor Hemsl. siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Ama- zonenstrome *19. - nigra Ule siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonen- strome *9, *17, *18. . .— siehe Die Kautschukpflanzen *95, *106. nitida Müll. Arg. siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *18. . — paludosa Ule siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Ama- zonenstrome *9, *18. — . — siehe Die Kautschukpflanzen *95, *106. pauciflora Müll. Arg. siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *12, *19. . — — . — siehe Die Kautschukpflanzen *95, *103. .— peruviana Lechl. siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *10, *19. .— rigidifolia Müll. Arg. siehe Kautschukgewiunung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *17, *19. — . — siehe Die Kautschukpflanzen *95, *105. . — similis Bemsl. siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *19 sp. gen. Barriguda siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *12. sp. gen. Itauba siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *9, *44. . — sp. gen. Orelha da onca siehe Kautschukgewinnung und Kautschuk- handel am Amazonenstrome *10, *19. . — sp. von Manäos mit stumpfen Blättern siehe Kautschukgewinnuug und Kautschukhandel am Amazonenstrome *12. . .— siehe Die Kautschukpflanzen *95, *106. sp. vom Bio Negro siehe Kautschukgewiunung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *12. — .— siehe Die Kautschukpflanzen *95, *106. .— Sprueeana Müll. Arg. siehe Kautschukgewinnung und Kautschükhandel am Amazonenstrome *8, *12, *18, *40. — . .— siehe Die Kautschukpflanzen *95, *104, *105. . — viridis Huber siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Ama- zonenstrome *19. — . — siehe Die Kautschukpflanzen *95, *104. — . — Kautschukkultur im Staate Selangor siehe Auszüge und Mit- teilungen 48. Hexenbesen des Kakaos siehe Reisebericht III der pflanzenpathologischen Expedition des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees nach West- afrika 249. — XXII — Hiobstränen (Coix Lacrynia Jobi) siehe Auszüge uud Mitteilungen 286. Hippopotamus siehe Wirtschaltliehe Erkundung einer ostafrikanischen Süd- bahu *314. Holarrhena microteraii tlia K. Schum. siehe Die Kautschukpflanzen *i)8, *170, *202. Holländisch-Boriieo, Einige Bemerkungen über Anlage von Kaut- schukpflanzungen mit besonderer Berücksichtigung von — . Von C. Boehmer 438. Holzöl, Über chinesisches — . Von Dr. ß. Hennings 705. — . — reichtum, Ausnutzung des brasilianischen — ^s siehe Auszüge und Mitteilungen 666. Horsfordia Palmeri Wats. siehe Guayule und seine wirtschaftliche Be- deutung 236. Hura crepitans siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonen- strorae *2l. Hymenolophus Romburghii Boerl. siehe Die Kautschukpflanzen *98, *200, *207. Hex paragnayensis siehe Yerbakultur in Nueva-Germania, Paraguay 495,498. Immunisierungsversuch gegen Tsetsekrankheit der Rinder in Kamerun, Ein — . Von Stabsarzt Dr. Diesing 647. Imperata Koenigii (Alang-Alang) siehe Ödlandaufforstung in Nieder- ländisch-Indien 84. Indien, Baumwollernte — s im Jahre 1905 siehe Auszüge und Mitteilungen 664. — . — , Kautschukanbau in — siehe Auszüge und Mitteilungen 542. — .— , Über grofse Bewässerungspläne in — siehe Auszüge und Mit- teilungen 544. Indigo, Natürliches — gegen das künstliche siehe Auszüge und Mit- teilungen 157. Indische Baumwollindustrie, Die — 401. — . — s Rizinusöl siehe Auszüge und Mitteilungen 283. Indochina, Förderung der Seidenkultur in — siehe Auszüge und Mit- teilungen 343. Insectos nocivos ao algodoeiro e seu tratamento von Adolph Hempel siehe Neue Literatur 161. Inspectie van den Landbouw in Westindien siehe Neue Literatur 608. Institut Colonial International 340. Instruc9öe8 resumidas para a cultura do Algodäo em Sao Paulo organizadas pelo Instituto Agronomico do Estado siehe Neue Literatur 160. Ipomea (Batata rana) siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandei am Amazonenstrome *35. Iquitos, Kautschukausfuhr aus — im Jahre 1904 siehe Auszüge und Mitteilungen 479. Iriartea exorhiza siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandei am Amazonenstrome *21. — . — ventricosa Mart. siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandei ain Amazonenstrome *22. Iryanthera j uruensis Warb, siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandei am Amazonenstrome *22. — . — Ulei Warb, siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandei am Amazonenstrome *22. — XXIII — Isonge-Plantage siehe Reisebericht der pflanzenpathologischen Expedition des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 26. — . . — siehe Reisebericht III der pflanzenpathologischen Expedition des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 247. Itauba (Hevea sp.) siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *9, *19, *40, *70. — . . — siehe Die Kautschukpflanzen *95, *104. J aar verslag over 1903 siehe Neue Literatur 349. Jahresbericht der Handelskammer zu Braunsberg für das Jahr 1903 siehe Meue Literatur 105. — . — e C. Mercks siehe Neue Literatur 287. Jaluit-Gesellschaft, Hamburg 461. — . — — . — siehe Neujahrsgedanken 1905 4. Jamaika, Cassave, Baumwolle, Reis und Tee auf — siehe Auszüge und Mitteilungen 218. — . — , Cassave auf — siehe Auszüge und Mitteilungen 284. — .— , Die kleinereu Kulturen auf — siehe Auszüge und Mitteilungen 218. Japan, Die Produktion von Reis in — siehe Auszüge und Mitteilungen 283. — .— s Seidenernte des Jahres 1903/04 siehe Auszüge und Mitteilungen 101. — . — s Seidenhandel im Jahre 1903 siehe Auszüge und Mitteilungen 100. Japanische Seide siehe Auszüge und Mitteilungen 736. Jatropha curcas (Pinon) siehe Die Kautschukmistelu 640. — .— elastica L. (Hevea guayanensis Aubl.) siehe Die Kautschuk- pflanzen *103. Java, Tapiokagewinnung auf — 466. — .— , Zur Guttaperchakultur auf — . Von Prof. Dr. M. Büsgen 193. — . — Arak, De Kwaliteit der — . Von Prinsen Geerligs, H. C. siehe Neue Literatur 607. Javanische Pflanzungen, Besuch — r. — Vergleiche mitSamoa. Von Hermann Fiedler 559. Javillo siehe Die Kautschukmisteln 640. Jelissawetpol, Die Baumwollkultur im Gouvernement — siehe Aus- züge und Mitteilungen 282. Jeve debil siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonen- strome *5, *9, *70. — . . — siehe Die Kautschukpflanzen *104. Juniperus procera siehe Wirtschaftliche Erkundung einer ostafrikanischen Südbahn *315. Jute, Anbau von — in Mexiko siehe Auszüge und Mitteilungen 735. —.— einfuhren nach England, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 602. — . — Industrie und Juteernte in Britisch-Indien siehe Auszüge und Mitteilungen 735. — . — , Ramie und — in China siehe Auszüge und Mitteilungen 49. Kaffee siehe Besuch javanischer Pflanzungen. — Vergleiche mit Samoa 572. — .— siehe Die Kautschukmisteln 640, 642. — .— siehe Wirtschaftliche Erkundung einer ostafrikanischen Südbahu *310. — . — siehe Wirtschaftliches vom Kongostaat 212. — . — , Der — . Herausgegeben von Wilhelm Röper (Georg Biehl) siehe Neue Literatur 288. — . — , Gummi und Baumwolle in Abessinien siehe Auszüge und Mit- teilungen 48. — XXIV — Kaffee und Kakao von Samoa 4G5. — . . — 1905/06, Die Ergebnisse der brasilianischen — siebe Aus- züge und Mitteilungen 155. — . — kultur im Staate Oaxaca, ßepublica mexicauu, Die — . Von Carlos Halla 511. — . — markt in Portorico (Westindienj im Jahre 1904, Der — siehe Aas- züge und Mitteilungen 602. — . — plantage „Sakarre" A.-G., Berlin 38. — . — plantagen in der Costa Cuca, Die 213. — . — Surrogat aus Bananen siehe Auszüge und Mitteilungen 284. Kajeputöl siehe Bericht von Schimmel & Co. 468. Kakao siehe Besuch javanischer Pflanzungen. — Vergleiche mit Samoa 50C. — . — , Kaffee und - von Samoa 465. — .■ — siehe Die Kautschukmisteln 640. — . — siehe Wirtschaftliche Erkundung einer ostafrikanischen Südbahn *310. — . — ausfuhr aus Port-au-Prince, Die — Auszüge und Mitteilungen 477. — . — Bahias, Verteilung der — auf die wichtigsten Be- stimmungshäfen siehe Auszüge und Mitteilungen 478. — . — . — der dominikanischen Republik im Jahre 1904 siehe Auszüge und Mitteilungen 343. — . — bäume. Zur Frage des Beschneidens der — in Kamerun. Von Dr. L. Strunk 308. — . Dörrapparate in Kamerun 93. — . — einfuhr, Hamburger — 1904 siehe Auszüge und Mitteilungen 602. — — ernte und -ausfuhr im äquatorialen Brasilien 43. — . .— Surinams 1904 657. — . — kultur in San Domingo, Zunahme der — siehe Auszüge und Mit- teilungen 478. — .— wurzelpilz siehe Reisebericht III der pflanzenpathologischeu Expedition des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 24S. Kalabreser, Messinaer und — Essenzen siehe Bericht von Schimmel & Co. 470. Kamerun, Bemerkungen über einige wichtige Pflanzen des Bota- nischen Gartens in Victoria ( — ). Von Dr. Winkler 505. -, Ein Immunisierungsversuch gegen die Tsetsekrankheit der Rinder in — . Von Stabsarzt Dr. Diesing 647. . — , Handel und wirtschaftliche Verhältnisse des nordwestlichen Teils von — . Von Alfred Kaiser siehe Neue Literatur 219. . — , Kakao-Dörrapparate in — 93. ,— , Kautschukausfuhr und Kautschukmarkt in — 41. - siehe Deutsch-koloniale BaumwoU-Unternehmungen 327, 689. - siehe Neujahrsgedanken 1905 5. -, Tabernaemontaua Donnell Smithii in — 464. . — , Über die Kolakultur auf Moliwe (— ) 534. -, Untersuchung von Kickxiakautschuk von der Moliwepflanzung (— ) 590. -, Zur Bevölkerungs- und Viehfrage in — . Von Dr. Hans Ziemann siehe Neue Literatur 481. -, Zur Frage des Beschneidens der Kakaobäume in — . Von Dr. Strunk 308. — XXV — Kameruugebiet, Beiträge zur Kenntnis von Bodenarten aus dem — . Von Prof. Dr. H. Grüner 143. Kampferöl siehe Bericht von Schimmel & Co. 472, 731. Kampland, Die Besiedlung von — siebe Auszüge und Mitteilungen 545. Kap der Guten Hoffnung, Einfuhrzölle auf Angoraziegen und Mutterschafe im — siehe Auszüge und Mitteilungen 285. Kapkolonie, Rückgang der Landwirtschaft in der — siehe Auszüge und Mitteilungen 605. Kapok siehe Besuch javanischer Pflanzungen. — Vergleiche mit Samoa 567. Karolinen siehe Neujahrsgedanken 1905 4. Kartoffeln siehe Viehzucht in Costarica 192. Kassiaöl siehe Bericht von Schimmel & Co. 727. Kassiablütenöl siehe Bericht von Schimmel & Co. 469. Kastilien, Mafsnahmen zurBehebung des Wasserman gels in — siehe Auszüge und Mitteilungen 544. Katoenkultur, Die — . Von R. A. de Monchy jr. siehe Neue Literatur 606. Kautschuk auf der Goldküste siehe Auszüge und Mitteilungen 345. — . — , Der regenerierte — in den Vereinigten Staaten siehe Auszüge und Mitteilungen 346. — . — , Die Ausfuhr von — aus dem Kongostaat siehe Auszüge und Mit- teilungen 345. — . — , Die Gewinnungsweise des — nach Schmoele & Co. 99. — . — , Einfuhr von — nach den Hauptmärkten siehe Auszüge und Mit- teilungen 156. — . — nnd Guttaperchakultur in Deutschen Kolonien, Über — . Von Prof. Dr. P. Preufs 297. — .— siehe Wirtschaftliche Erkundung einer südafrikanischen Südbahn *310. — . — siehe Wirtschaftliche Lage und Haupterzeugnisse des ägyptischen Sudan 536. — . — , ÜberBalata und — vom Or in oco siehe Auszüge und Mitteilungen 347. — . — , Verbrauch von — in den Vereinigten Staaten von Amerika 1899 bis 1904 siehe Auszüge und Mitteilungen 346. — . — , Verbot des Sammeins von — zum Verkauf oder zum Zwecke der Ausfuhr in Barotseland (Nordwest-Rhodesia) siehe Auszüge und Mitteilungen 543. -anbau in Indien siehe Auszüge und Mitteilungen 542. artiger Stoff vom Nyassasee 40. . — ausfuhr aus Iquitos im Jahre 1904 siehe Auszüge und Mit- teilungen 479. . — aus Para siehe Auszüge und Mitteilungen 156. - — . — und Kautschukmarkt in Kamerun 41. -bäum, Der westafrikanische — Funtumia ^Kickxia) elastica in Uganda. Von F. Moeller 509. . — , Ein neuer — in Madagaskar siehe Auszüge und Mitteilungen 543. . .— kultur, Aussichten der — auf Ceylon siehe Auszüge und Mitteilungen 479. gewinnung, Bestimmungen über die — und den Kautschuk- handel in Britisch-Ostafrika und Uganda 174. - — . — im Kongostaat, Neue Verordnung, l)etreffend — 151. . — in Britisch-Indien seit 1870 siehe Auszüge und Mitteilungen 344. Tropenpflanzer 1905. 4 — XXVI - Kautschukgewinnung und Kautschukliandel am Amazonenstrom. Von E. Ule *1. Vorwort *III. — Verimlassung und Verlauf von Ules Expedition nach den Kautschukgebieten des Amazonenatroines *1. — Kautschuk- pflanzen *6. — Kautschukwälder *19. — Die Ernte und Zubereitung des Kautschuks *24. — Arbeitsverhältnisse *36. — Das Ver- laden und der Transport des Kautschuks *88. — Wert des Kau- tschuks nebst J>tragsfähigkeit der Bäume . und Seringaes *39. — Leben und Treiben in den Seringaes *AC). — Verpacken und Sortieren des Kautschuks in Manaos *61. — Der Exporthandel *64. — Zukunft und Kultur der Kautschukpflanzen *68. — . — handel, Bestimmungen über die Kautschukgewinnung und den — in Britisch-Ostafrika und Uganda 147. — . . — in Bordeaux, Der 658. — . , — Paräs siehe Auszüge und Mitteilungen 666. — . — industrie, Der Einflufs der gegenwärtigen Rohgummipreise auf die — siehe Auszüge und Mitteilungen 346. — .— kultur auf Ceylon, Die — 592. — . — — . — , Hevea- — im Staate Selangor siehe Auszüge und Mit- teilungen 48. — . . — versuche in Siam siehe Auszüge und Mitteilungen 217. —.— mistein, Die — . Von Prof. 0. Warburg 633. — . — pflanzen, Die — . Eine wirtschaftsgeographisehe Studie. Von Peter Reiutgen *74. Vorbemerkung *73. — Allgemeiner Teil, Entdeckungsgeschichte der Kautschukpflanzen *74. — Die „Kautschuk frage": Geschichte der Kautschukkultur, ihr heutiger Stand und ihre Aussichten 78. — Ursprung, Gewinnung, Eigenschaften und Verwendung des Kau- tschuks *88. — a) Die kautschukhaltigen Milchsäfte *83. — b) Die Gerinnung der Kautschukmilch *85. — c) Physikalisches Verhalten des Kautschuks *87. — d) Chemisches Verhalten des Kautschuks *90. — e) Verwendung des Kautschuks *93. — Übersicht der Kautschukpflanzen *95. — Spezieller Teil. Die einzelnen Kautschuk- pflanzen: Ihre Beschreibung, Natürliche Verbreitung, Vegetations- bedingungen, Wirtschaftliche Bedeutung, Kulturversuche. I. Im amerikanischen Produktionsgebiet. Die Stammpüanzen des Para- kautschuks *99. — Die Stammpflanzen des Cearakautschuka *115. — Die Stammpflanze des Pernambukokautschuks *119. — Die Stammpflanzen des „Caucho blanco" *124. — Die Stammpflanzen des „Caucho negro" und des „Zentralamerikanischeu Kautschuks" *129. — Die Gesamtkautschukausfuhr Amerikas im Jahre 1900 *142. — II. Im afrikanischen Produktionsgebiet, Die wichtigsten Stamm- pflanzen des Lianenkautschuks *143. — Die Stammpflauzen des Wurzelkautschuks *157. — Die Stammpflanze des Kickxiakautschuks *163. — Die übrigen afrikanischen Kautschukpflanzen *168. — Ausfuhrstatistik der afrikanischen Kautschukländer *173. — Ge- samtkautschukausfuhr Afrikas im Jahre 1900 *190. — III. Im asiatisch-australischen Produktionsgebiet. Die Stammpflanzen des Ficuskautschuks *191. — Die übrigen Kautschukpflanzen Asiens und der indo-australischen Inselwelt *198. — Ausfuhrstatistik der asiatisch-australischen Kautschukgebiete *202. — Gesamtkautschuk- — XXVII — ausfuhr Asiens und der indo-australischen Inselwelt im Jahre 1900 *212. — Weltproduktion 1900. Neueste Fortentwicklung der Kau- tschuk-Weltproduktion *213. — Diagramme *214. — Karte *216/2 17. Nachweis der benutzten Literatur *217. Kautschukpflanzen, Die — . Von M. Dankler siehe Neue Literatur 287. — . — Madagaskars, Zwei neue — 724. — . — Pflanzungen, Einige Bemerkungen über Anlage von — mit besonderer Berücksichtigung von Holländisch-Borneo. Von C. Böhmer 438. Weltproduktion und Weltkonsum 439. — Anlage von Pflanzungen in den Kolonien 441. — Ficus inBorneo 442. — Natürliche Bedingungen fürFicus 443. — KulturvonFicus444.— Wachstum und Produktion 444. Qualität und Marktpreis 446. — . — in Borneo siehe Auszüge und Mitteilungen 101. — . — in Nicaragua 212. — . Pfianzungsgesellschaft, Deutsche — in Deutsch - Ostafrika 394. — . — Plantagen auf Ceylon, Stand der — siehe Auszüge und Mitteilungen 542. — . — ^. — siehe Auszüge und Mitteilungen 735. — . — Verschiffungen auf dem Amazonas, Störung der — siehe Aus- züge und Mitteilungen 542. — . — Wälder, Entdeckung grofser — in Argentinien siehe Auszüge und Mitteilungen 346. —.-Waldungen, Schutz der — in Deutsch-Ostafrika 399. Khaya senegalensia siehe Bemerkungen über einige wichtige l'flanzen des Botanischen Gartens in Yictoria (Kamerun) 508. Kickxia siehe Die Kautschukmisteln 633. — africana Benth. siehe Die Kautschukpflanzen *163. — congolana de Wild, siehe Die Kautschukpflanzen *164. — elastica Preufs siehe Der deutsche Kolonialkongrefs 1905 625. .— siehe Die Kautschukpflanzen *98, *164, *177, *178, *179. *180. .- 590. — — . — Pflänzlinge 540. — (Funtumia) elastica in Uganda, Der westafrikanische Kau- tschukbaum — von F. Moeller 509. — Gilletii de Wild, siehe Die Kautschukpflanzen *164. Scheffleri K. Seh. siehe Die Kautschukpflanzen *164. — siehe Einige Bemerkungen über Anpflanzen von Kautschukpflanzungen mit besonderer Berücksichtigung von Holländisch-Borneo 442. — siehe Kautschukhandel und Kautschukgewinnung am Amazonenstrome *1. — Zenkeri siehe Die Kautschukpflanzen *164. — bohrer siehe Reisebericht III der pflanzenpathologischen Expedition des Kolonial- Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 257. — kautschuk, Untersuchung von — von der Moliwepflanzung, Kamerun 590. — pflanzung, Die Ergebnisse des ersten Zapfversuches einer — . Von Prof. Dr. 0. Warburg 385. „Kieferkrankheit" der Pferde und Maultiere in Kamerun (West- afrika), Über die sogenannte—. Von Dr. Hans Ziemann siehe Neue Literatur 287. 4* — XXVIII — Kokosblii I tkrankheit, im Bisin.i rck- Archipel 4o. — .— nufs und deren Bearbeitung in Deutscii-Ostat'rika, Die — . Von Pflanzer Stein 195. Pflanznufa und deren Beschaffenheit 197. -- Pflanzen im Samen- l»eeteir>7. — Schädlinge und Krankheiten der Palme 198. —Ertrag der Palme, Bereitung der Kopra 201. . — — . Produkte, Ausfulir von -n aus Ceylon im Jahre 1903 siehe Auszüge und Mitteilungen 155. Kola siehe Wirtschaftliche Erkundung einer ostasintischen Südbahn *310. --, — kultur auf Moliwe (Kamerun), Über die — 534. Koloniale Gesellschaften 37, 92, 142, 202, 271, 332, 394, 4G1, 52(i, 586, (iöl, 717. Kolonialkongrefs 1905, Deutscher 340, 595. — . — - •— , Der deutsche — . Von Dr. S. Soskin 621. — . .— und Kolonialausstellung 1906, Portugiesischer — siehe Aus- züge und Mitteilungen 545. — . — ölen, Frankreichs Verbrauch an — siehe Auszüge und Mitteilungen 604. — .— schule zu Witzeuhausen an der Werra, Die P]ntwicklung der deutschen — 403. Kolonial-Wirtschaftliches Komitee 19, 25, 40, 80, *158, *193, 205, 207, 214, *221, 334, 341, 342, *378, 385, 392, 408, 448, 531, 578, 590, 600, 622, 624, 627, 629, 631, 632, 646, 737. — . . — — . — siehe Neujahrsgedanken 1905 5, 8. — . — — .^ — . — , Reisebericht I der pflanzen pathologischen Ex- pedition des — nach Westafrika. Von Dr. W. Busse 25. — • — • — .— , — . — II der pflanzenpathologischen Expedition des — nach Westafrika. A^on Dr. W. Busse 169. — .— — • — — . — , — . — III der pflanzenpathologischen Expedition des — nach Westafrika. Von Dr. W. Busse 247. Kolonisations-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg, Hanseatische — 530. — . . — — . — , Hanseatische — siehe Auszüge und Mitteilungen 545. Kongo-Kommission, Der Bericht der — siehe Auszüge und Mitteilungen 411. — . — Staat, Die Ausfuhr von Kautschuk aus dem — siehe Auszüge und Mitteilungen 345. — . — — . — , Die weifse Bevölkerung des — siehe Auszüge und Mitteilungen 286. — . -.— , Neue Verordnung, betreffend Kautschukgewinnung im — 151. — . — — . — und die Anklagen gegen denselben, Der — . Von Major Max Schlagintweit siehe Neue Literatur 220. — . .— , Wirtschaftliches vom — 210. Kongrefs der Baumwollspinner- und -Fabrikanten- Vereine, Inter- nationaler — 341. Konservierung von Früchten und Planzenteilen, Die — siehe Aus- züge und Mitteilungen 285. Kopalharz, Künstliche Bereitung von Siegellack und — siehe Aus- züge und Mitteilungen 158. Kopra, Frankreichs Verbrauch an — siehe Auszüge und Mitteilungen 604. — XXIX — Korea, Baumwoll-Plantagengesellschaft für — siehe Auszüge und Mit- teilungen 541. Korianderöl siehe Bericht von Schimmel & Co. 469. Kpeme in Togo, Pflanzungsgesellschaft 587, 589. — . — — . — siehe Deutsch-koloniale ßaumwoll-Unternehmungen 685. Kraftwagen, Über die Verwendung von — in Deutsch-Südwest- afrika 96. Kräuterkautschuk, Ein neuer — siehe Auszüge und Mitteilungen 603. — . •. — Über die Gewinnung des — 150. Krokodil siehe Wirtschaftliche Erkundung einer ostasiatischen Südbahn *314. Krülloten 657. Kuba, Die Einfuhr von Baumwollwaren nach — siehe Auszüge und Mit- teilungen 216. — . — , Die Herstellung von Seilerwaren in — 468. — . — , Sisalhanf-Gewinnung und -Verarbeitung in — 467. Kulturen auf Jamaika, Die kleineren — siehe Auszüge und Mitteilungen 218. Kunstseide fabrik in Brüssel, Gründung einer — siehe Auszüge und Mitteilungen 477. Lagerstroemia siehe Die Kautschukmisteln 642. Landbau, Wassererschliefsung und — unter künstlicher Bewässe- rung in Südafrika. Von Th. ßehbock 450. Landolphia siehe Auszüge und Mitteilungen 543. - siehe Die Kautschukmisteln 633. .— , Einiges über — . Von John Booth 712. siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *1. - capensis Oliv, siehe Die Kautschukpflanzen *151. . — delagoensis Pierre siehe Die Kautschukpflanzen *149. . — dondeensis Busse siehe Die Kautschukpflanzen *97, *150, *186. — Droogmansiana de Wild siehe Die Kautschukpflanzen *97,*148,*149,*180. . — florida Benth. siehe Die Kautschukpflanzen *144. .— Foreti Jura. (Landolphia Klainei Pierre) siehe Die Kautschuk- pflanzen *147. - Gentilli de Wild 211. ■ — .— siehe Die Kautschukpflanzen *97, *148, *149, *180. - Henriquesiana Hall, siehe Die Kautschukpflanzen *158 .— Heudelotii D. C. siehe Die Kautschukpflanzen *97, *145, *146, *173, *176, 188. humilis K. Schum. 211. .— siehe Die Kautschukpflanzen *97, *158, *161. - Kirkii Dyer siehe Die Kautschukpflanzen *97, *149, *184, *185, *186, *187. .— Klainei Pierre siehe Die Kautschukpflanzen *97, *147, *179, *180. - — .— 211. - lucida K. Schum. var. hispida siehe Die Kautschukpflanzen *97, *151. .— madagascariensis K. Schum. siehe Die Kautschukpflanzen *76, *97, *151, *189. — Michelinii Benth. (L. Heudelotii) siehe Die Kautschukpflanzen *145. - owariensis Pal. Beauv. 211. .— — . . .- siehe Die Kautschukpflanzen *76, *97, *145, *146, *176, *177, *178, *179, 180, 183. . — Perrieri Jum. 724. — XXX — Landolphia Perrieri siehe Die Kautschukpflauzen *97, *148, «152, *153, *189. — . — rediculata Hall, siebe Die Kautschukpflanzen *97, *151. — . — scandens F. Didr. siehe Die Kautschukpflanzen *97. — . — scandens F. i)idr. var. Tubeulfi Busse siehe Die Kautschukpflanzen *151. — . — seuegalensis Kotschy et Peyr. siehe Die Kautschukpflanzen *144. — . — sphaerocarpa Juni. 724, 725. — . .— siehe Die Kautschukpflanzen *97, *152, *153, *189. — . — Stolzii siehe Wirtschaftliche Erkundung einer ostafri kau lachen Süd- bahn *311. — .— teuuis Juni, siehe Die Kautschukpflanzen *97, *153, *189. — .— ThoUonii Dew. 211. — . .— siehe Die Kautschukpflanzen *97, *158, *160, *180, *183. — .— tomentosa Dew. (L. Heudelotii) siehe Die Kautschukpflanzen *145. — .— Trauuii Sadeb. (L. Heudelotii) siehe Die Kautschukpflanzen *145. Landwirtschaft im Staate Rio Grande do Sul 400. — . — , Rückgang der — in der Kapkolonie siehe Auszüge und Mit- teilungen 605. Lantana camara siehe Ödlandaufforstung in Niederländisch-Indien 86. Lauraceen siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonen- strome *21. Lavendelöl siehe Bericht von Schimmel & Co. 472. Lecythis siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonen- strome *21. Leipziger Baumwollspinnerei siehe Deutsch - koloniale BaumwoUunter- nehmuugen 690. Lemongrasöl siehe Bericht von Schimmel & Co. 472, 731. Lengi (Landolphia sp.) siehe Die Kautschukpflanzen *97, *149. Lindi-Handels- und Pflanzungs- Gesellschaft m. b. H., Koblenz 92, 464. — . . — siehe Wirtschaftliche Erkundung einer ostafrikanischen Südbahn *225. Liverpool Institute of Tropical Research, The 598. Lo Stato di S.Paolo, Brazile, Agli Emigrant! siehe Neue Literatur 161. LonchocarpuB siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Aniazonen- strorae *21. Loronthacee siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonen- strome *69. Lucuma siehe Viehzucht in Costarica 193. Mabeta - Plantage siehe Reisebericht HI der pflanzenpathologischen Expedition des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 247, 257. Macajabutter (oder Mocayaöl) siehe Auszüge und Mitteilungen 604. Madagascar, Ein neuer Kautschukbaum in — siehe Auszüge und Mit- teilungen 543. — .— Guide annuaire de — 1904 siehe Neue Literatur 286. — . — Zwei neue Kautschukpflanzen — s 724. Maiskultur in Costarica. Von C. Werckle 89. Mandarinen öl siehe Bericht von Schimmel & Co. 729. Mandelöl aus Aprikosen kernen siehe Bericht von Schimmel & Co. 473. — .— -, Fettes — aus Aprikosenkernen siehe Bericht von Schimmel & Co. 731. . — . — , — . — aus süfsen Mandeln siehe Bericht von Schimmel & Co. 732. Mangabeirakautschuk im Staate Sao Paulo 594. — XXXI — Mango siehe Die Kautschukrnisteln 640, 642. Mangrovenextrakt, Preisausschreiben für die Herstellung eines — s, der dem Leder eine möglichst helle Farbe gibt, die auch unter dem Einflufs des Lichts nur wenig nachdunkelt 475. Mani9oba-Kautschukbaumes im Staate Sao Paolo, Anpflanzung des — siehe Auszüge und Mitteilungen 411. Manihot glaziovii Müll. Arg. siehe Die Kautschukpflanzen *95, *115, *116. — . . — siehe Besuche javanischer Pflanzungen. ~ Vergleiche mit Samoa 577. — . . — siehe Der Deutsche Kolonialkongrefs 1905 625. — . . — siehe Die Kautschukrnisteln 633. — . — utilissima Pohl siehe Die Kautschukpflanzen *115. — . . — (Jacca) siehe Die Kautschukrnisteln 640. — .— violacea siehe Die Kautschukpflanzen *95, *117. Manilahanfkultur auf den Philippinen, Die — 697. Marantaceen siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonen- strome *21. Maria nen siehe Neujahrsgedanken 1905 4. Maripafett siehe Auszüge und Mitteilungen 604. Marktbericht 51, 105, 161, 221, 289, 850, 414, 483, 548, 609, 669, 740. Marsdenia tenacissima Wight et Arn. siehe Die. Kautschukpflanzen *96, *189, *198. — . — verrucosa Den. 724. — • .— siehe Die Kautschukpflanzen *96, *172. Mascarenhasia siehe Auszüge und Mitteilungen 543. — . — siehe Die Kautschukmisteln 683. — . — anceps Boiv. 724. — .— — .— siehe Die Kautschukpflanzen *98, *171, *189. — .— elastica K. Schum. siehe Die Kautschukpflanzen *98, *170, *186. — .— lisianthiflora D. 0. 724. — • ■— siehe Die Kautschukpflanzen *98, *171, *189. ^.— longifolia Jum. 724. — ■ .— siehe Die Kautschukpflanzen *98, *171, *189. — .— utilis Bak. siehe Die Kautschukpflanzen *98, *171, *189. Maschine zur Aufbereitung von Früchten der Ölpalme 599. — .— B, Landwirtschaftliche — in der asiatischen Türkei siehe Aus- züge und Mitteilungen 285. —.— einfuhr nach dem Norden Deutsch-Ostafrikas siehe Auszüge und Mitteilungen 284. Maskatesel sieheWirtschaftliche Erkundung einer ostafrikanischen Südbahn *836. Massai, Die — . Von M. Merker siehe Neue Literatur 412. — .— esel siehe Wirtschaftliche Erkundung einer ostafrikanischen Südbahn *336. Mauritia flexuosa siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *22, *33. Maximiliaua regia siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazonenstrome *31. — .— siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhaudel am Amazonenstrome *21 Meanja, Kautschukpflanzung siehe Die Kautschukpflanzen *167. Medizinalpflanzen Westafrikas, Die — 725. — XXXII — Meliing (Beta bei den Duala-Negeru), ei neeigeuartige Hautkrankheit der Neger iu Westafrika, Über — . Von Dr. Hans Ziemann siehe Neue Literatur 287. Mentha arvensis siehe Bericht von Schimmel & Co. 474. — . — canadeusis siehe Bericht von Schimmel & Co. 474. — . — javanica siehe Bericht von Schimmel — . — — . . - siehe Deutsch-koloniale BaumwoU-Unternehmungen 327. — . — — . — — . — siehe Reisebericht der pflanzenpathologischen Expedition des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 26. — . — deutsche Handels- und Plantagen-Gesellschaft in Düsseldorf und Tanga 528. — . — Indie, Inspectie van denLandbouw in — siehe Neue Literatur 608. — .— Indien, Der Kaffeemarkt in Portorico ( — ) im Jahre 1904 siehe Auszüge und Mitteilungen 602. Widdringtonia siehe Wirtschaftliche Erkundung einer ostafrikanischen Süd- bahn *309. Wiederherstellung, Die — der alten Bewässerungswerke am Tigris und die Auferstehung Chaldäas. Von Sir William Willcocks 59. Willoughbeia siehe Die Kautschukpflanzen *198. — . — apiculata Miq. siehe Die Kautschukpflanzen *98, *198. — .— coriacea Wall, siehe Die Kautschukpflanzen *98, *198. — . — firma Blume siehe Die Kautschukpflanzen *98. — . — flavescens üyer siehe Die Kautschukpflanzen *98, *198. — .— tenuiflora Dyer siehe Die Kautschukpflanzen *98, *199. — .— in Borneo siehe Auszüge und Mitteilungen 102. Wirtschaftliche Erkundung einer ostafrikanischen Südbahn, Die — . Von Paul Fuchs *219. — Einleitung *219. — I. Der Süden von Deutsch-Ostafrika *224. — II. Der Ausgangspunkt der Nyassabahn *224. — III. Kilwa-Liwale *236. — IV. Liwale-Ssongea *247. — V. Der Ssongeabezirk *252. — VI. Der Bezirk Ssongea, von John Booth *263. — VII. VViedhafen-Mwaya *277. — VIH. Die zwischen Ssongea und Wiedhafen in Frage kommenden Bahutrassen *282. — IX. Der Bezirk Laugenburg *284. — X. Die Steinkohlenfunde am Kiviraflusse *294. — XI. Der Bezirk Langenburg, von John Booth *298. — 1. Bundali oder Undali *300. — 2. Malila *301. — 3. Das Unykaplateau *304. — 4. Das Tanganikaplateau *30ö. — 5. Das Kondeland *307. — 6. Die Ruaha-Rikwasenke *312. — 7. Bwanyi *315. — 8. Kinga *317. — 9. Mbeyerahochland und Matengo in Ungoni *320. — XII. Über die Besiedlung von Bwanyi und ükinga im Bezirk Langenburg und von Mbeyera und Matengo im Bezirk Ungoni Uhehe, von John Booth *325. — XIII. Über den euro- päischen Getreidebau in den Bezirken Langenburg, Ssongea und Uhehe, von John Booth *331. — XIV. Über Viehzucht in Langen- burg und Ssongea, von John Booth *335. — XV. Die Strafse Mwaya-Bismarckburg *340. — XVI. Der Tauganikasee *345. — XVII. Die Stevenson-road und North Eastern Rhodesia *357. — XVIIL DerShireweg und British Central-Africa *364. — XIX. Die Ugandabahn *385. — Güterklassifikation auf der Ugandabahn *399. — XX. Die Aussichten einer ostafrikanischen Südbahn *401. Wirtschaftliche Lage und Haupterzeugnisse des ägyptischen Sudan 535. Wirtschaftliches vom Kongostaat 210. Statistik der Kautschukausfuhr. — Die nutzbringenden Lianen- sorten. — Anpflanzung anderer tropischer Nutzpflanzen. — XLV] — Wolle. Zuiiiihiiie des \' erbriiuchs eüdanierikaJÜschcr - in den Ver- einigten Staaten siehe Auszüge und Mitteilungen 283. Wurzelkrau kheit der Baumwolle siehe Reisebericht II der pflanzenpatho- logischen Expedition des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 180. — . — pilz der Kickxia siehe Reisebericht TU der pflauzenpathologischen Expedition des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees nach West- afrika 258. — . . — des Kakaos siehe Reisebericht der pflanzenpathologischen Expedition des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 32. — .— -. — krankheit der Kickxia siehe Reisebericht der pflanzenpatho- logischeu Expedition des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 83. Xauthoxylon (Fuebaum) 725. Xingu, Ansichten aus Dr. Herrmanu Meyers Ackerbaukolonien Neu- Württemberg und — in Rio Grande do Sul siehe Neue Lite- ratur 481. — .— Dr. Herrmaun Meyers Ackerbaukolonieu Neu-Württemberg und — in Rio Grande do Sul siehe Neue Literatur 481. Xylinabaria Reynaudi Jum. siehe Die Kautschukpflanzen *98, *201, *210. Xylo trechns javanicus (Der weifse Kaffeebohrer) siehe CofFea robusta auf Djati Roengge 129. Yerba Mate siehe Yerbakultur in Nueva-Germania, Paraguay 495. Yerbakultur in Nueva-Germania, Paraguay. Von R. v. Fischer-Treuen- feld 495. Ylang-Ylang-Ül siehe Bericht von Schimmel & Co. 734. Yucca siehe Viehzucht in Costarica 192. — . — siehe Guaj'ule und seine wirtschaftliche Bedeutung 245. Zambesi Traffic Company siehe Wirtschaftliche Erkundung einer ost- afrikanischen Südbahn *376. Zanzibar, Ausstellung in — siehe Deutsch-koloniale BaumwoU-Unter- uehmungen 689. Zapfmethode, Eine neue — für Hevea 539. Zebra siehe Wirtschaftliche Erkundung einer ostafrikanischen Südbahn *314. Zentralafrika, Baumwollkultur in — siehe Auszüge und Mitteilungen 601. — . — nische Seen-Gesellschaft siehe Wirtschaftliche Erkundung einer ost- afrikanischen Südbahn *351. Zierpflanzen, Tropischer Gemüsebau sowie einige Notizen zum An- baudiverser — und Blumen. Von einem Kameruner Pflanzer 258. Zimtöl, Ceylon siehe Bericht von Schimmel & Co. 734. Ztngiberaceen siehe Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazoneu- strome *21. Zitron enöl siehe Bericht von Schimmel ^V Co. 469, 728, 729. Zuckererzeugnng Nikaraguas, Die— siehe Auszüge und Mitteilungen 736. — . — Industrie Ägyptens, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 543. — . .— Brasiliens 722. — . — — . — Chiles, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 736. — . . — Formosas, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 343. — XLVII — ZuckerinduBtrie Mexikos, Die — siehe Auszüf^e und Mitteilungen 736. — . — markt in Barbados, Niedergang des — siehe Auszüge und Mit- teilungen 543. Produktion, Die australische 537. - — . — in Portugiesisch-Ostafrika siehe Auszüge und Mitteilungen 7o7. ■. .— Venezuela siehe Auszüge und Mitteilungen 344. ■röhr als Futterpflanze siehe Bemerkungen über Futterbau 140. . — siehe Viehzucht in Costarica 192. — . .— ernte 1905/06, Aussichten für die — in Britisch-Indien siehe Auszüge und Mitteilungen 665. Zukunft des Ueberseehandels, Die — . Von Dr. Walter Kundt siehe Neue Literatur 50. Zypressenöl siehe Bericht von Schimmel & Co. 470. Aufsätze und Abhandlungen. Anonymus: Die Manilahaufkultur auf den Philippinen 697 bis 703. — . — Tropischer Gemüsebau sowie einige Notizen zum Anbau diverser Zier- pflanzen und Blumen 258 bis 270. Boehmer, C: Einige Bemerkungen über Anlage von Kautschukpflanzungen mit besonderer Berücksichtigung von HoUändisch-Borneo 438 bis 450. Both, John: Einiges über Landol^^hia 712 bis 716. Bus gen, Prof. Dr. M.: Ödlandaufforstung in Niederländisch-Indien 83 bis 86. — . — — . — Zur Guttaperchakultur auf Java 193 bis 194. Busse, Reg.-Rat Dr. W. : Reisebericht der pflanzenpathologischen Expedition des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 25 bis 37. — .— — . : — — . — Reisebericht II der pflanzenpathologischen Expedition des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 169 bis 184. Busse, Reg.-Rat Dr. W. Reisebei'i cht TU der pflanzenputhologischen Expedition des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees nach Westafrika 247 bis 258. Deistel. Gouvernementsgärtner: Die Cinchonapflanzung der Regierung in Buea S. 578 bis 580. Diederichsen, J. : Bemerkungen über Futterbau 137 bis 141. Diesing, Stabsarzt Dr.: Ein Immunisierungsversuch gegen die Tsetsekrankheit der Rinder in Kamerun 647 bis 651. Endlich, Dr. Rud. : Der Guayule und seine wirtschaftliche Bedeutung 233 bis 247. Fiedler, H. : Besuch javanischer Pflanzungen. — Vergleiche mit Samoa 559 bis 577. Fischer-Treuenfeld, R. v.: Yerbakultur in Nueva- Germania, Paraguay 495 bis 505. Fuchs, Paul: Die wirtschaftliche Erkundung einer ostafrikanischen Südbahn *219, *410. Gofs Weiler, J.: Ficus elastica in Angola 581 bis 584. Halla, Carlos: Die Kafifeekultur im Staate Oaxaca, Republica mexicana 511 bis 519. Hennings, Dr. R.: Über die Ausstellung der British Cotton Growing Association 390 bis 394. Über die Lage des Vanillenmarktes 87 bis 89. - XLVIIl — Hennings, ür. R. : Über chinesisches Holzöl 706 bis 709. Karasek, A.: Die Wassernufs 703 bis 705. Kolonial-Wirtschaftliches Komitee: Übersicht über die Tätigkeit des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees 1903/04 19 bis 24. Koschny, Th. F.: Zur Castilloakultur 690 bis 697. Mac Gillavry, H. D.: Coffea robusta auf Djati Roengf^e 128 bis 131. Moeller, F.: Der westafrikauische Kautschukbaum Fuiitumia (Kickxia) elastica in Uganda 509 bis 511. Preyer, Dr. A.: Baumwollkultur im Sudan 132 bis 137. Preufs, Prof. Dr. P. : Über Kautschuk- und (Juttaperchakultur in deutschen Kolonien 297 bis 307. Rehbock, Prof. Th.: Wassererschliefsuiig und Laudbau unter künstlicher Be- wässerung in Südafrika 450 bis 461. — . — — . — — . — • Wassernutzung in subtropischen Ländern 359 bis 375. Reintgen, Peter: Die Kautschukpflanzen. Eine wirtschaftsgeographische Studie *73 bis *21S. Rofs, Heinz: Transport und Verkehr in den tropischen Kolonien 113 bis 120. Soslcin, Dr. S., Der Deutsche Kolouialkongrefs 1905 621 bis 633. Stein, Pflanzer: Die Kokosnufs und deren Bearbeitung in Deutsch -Ostafrika 195 bis 201. Strunk, Dr. L.: Zur Frage des Beschneidens der Kakaobäume in Kamerun 308 bis 317. — . .— Bericht über eine Reise nach S. Thome 425 bis 438. Supf, Karl: Deutsch - koloniale Baumwollunternehmungen 317 bis 331 und 681 bis 690. üle, E. : Bananen als Volksnahrung in Ostperu 709 bis 712. — .— — . — Kautschukgewinnung und Kautschukhandel am Amazoneustrome *1, *71. Warburg, Prof. Dr. 0.: Die Ergebnisse des ersten Zapfversuches einer Kickxia- pflanzung 385 bis 390. — . .— Die Kautschukmisteln 633 bis 647. Wegerdt, Plantagenleiter: Mitteilungen über den Sisalagavenbau aus der Praxis 375 bis 385. Werckle, C: Maiskultur in Costarica 89 bis 92. — . — — . — Viehzucht in Costarica 184 bis 193. — . — — . — Nordisches Getreide in Costariea 584 bis 586. Willcocks, Sir William: Die Wiederherstellung der alten Bewässerungswerke am Tigris und die Auferstehung Chaldäas (Übersetzt von Dr. Ed. Hahn) 59 bis 83. Win kl er, Dr.: Bemerkungen über einige wichtige Pflanzen des Botanischen Gartens in Victoria (Kamerun) 505 bis 508. Wohltmann, Geh. Reg. Rat Prof. Dr. F.: Neujahrsgedanken 1905 1 bis 19. — . . . — Tacca pinnatifida, die stärkemehlreichste Knollenfrucht der Erde 120 bis 128. — XLIX Abbildungen. Baumwolle, Preistabelle für — 68'2. Baumwollschule Nnatschä (Togo), Die deutsche — 330. — . — Rufiyi (Deutsch-Ostafrika», Die deutsche — 331. Ficus elastica, fünfjährig, Angola, klonte Bello 582. Funtumia elastica, Blatt 509. Gossypium barbadense, Sea-Islaud-Baumwolle 175. — . — hirsutum, Upland-Baumwolle 177. Hagutan der Philippinos. Abbild. 1 und 2 701. Javanische Pflanzungen, Besuch — r: Abbild. 1. Kanarienallee, Buitenzorg 561. 2. 567. 3. 568. 4. 569. 5. Teepflanzung am Salak (Java) 573. Kakaobäume, Zur Frage des Beschneidens der — in Kamerun: Abbild. 1. Beschneidemethode 1: Calabacillo im Botanischen Garten zu Victoria, 6-jährig, 310. 2. Beschneidungsmethode 3: Forastero im Botanischen Garten zu Victoria, 10-jährig, 313. „ 3. Beschneidungsmethode 4: Amelonado auf der Pflanzung S. Margarita, S. Thome, etwa 25-jährig, 315. 1. Beschneidungsmethode 4: Amelonado, etwas Forastero ähnlieh auf Monte Cafe, S. Thome, etwa 15-jährig, 315. Kautschukgewiunung und Kautschukhandel am Amazonenstrome: Abbild. 1. Hevea brasiliensis Müll. Arg. *7. , 2. Hevea discolor Müll. Arg. *ll. „ 3. Micrandra siphonoides Müll. Arg. *16. , 4, Station Espirito Santo am Solimöes (Amazonenstrom 1 *20. , 5. Ein Baum des Paragummi Hevea brasiliensis Müll. Arg. *23. , 6. Anzapfen mit Hilfe eines Gerüstes (Mutä) *28. „ 7. Seringueiros bei der Heimkehr aus dem Walde *29. , 8. In der Hütte beim Räuchern des Kautschuks *31. ,, 9. Ernte des Caucho von Castilloa Ulei Warb. *34. , 10. Seringal de Eldorado am Juruä mit Seringueiros vor der Arbeit *55. 11. Sortieren und Einpacken des Kautschuks in Manäos *62. Karte vom Amazonenstrom, die Verbreitung von Hevea brasiliensis, Hevea discolor und Hevea im allgemeinen zeigend. Kautschukmisteln, Die — : Abbild. 1. Grofsfrüchtige Mistel (Striitanthus syringifolius) auf der Nährpflanze 634. r, 2. Grofsfrüchtige Mistel iStrutanthus syringifolius) 63G. „ 3. Analyse von Strutauthus syringifolius 638. 4. Mittelfrüchtige Mistel (Phthirusa theobromae) 641. , 5. Analyse von Phthirusa theobromae 643. — L Kautscliukpflanzeu , Die — : Schwankungen der mittleren Jahrespreise des „Pine Parii- in I>iver- pool *214. Kautschukexport von und über Para *215. Kautschukexport des Kongostaates *215. Kautschukimport von Antwerpen *215. Verbreitungsgebiet der Kautschukpflanzen — Karte im Anhang. Kautschukpflanzungen, Einige Bemerkungen über Anlage von — mit besonderer Berücksichtigung von Hol- ländisch-Borneo: Abbild. 1. Preisbewegung für Para-Kautschuk 1885 bis 1905 440. „ 2. Ficus elastica amTabalong (Südost-Borneo), 5-jährig, 441. • „ 3. Anlage von Ficus elastica zur Gewinnung von .\far- cotten am Tabalong (Südost-Borneo) 443. „ i. Anlage von Ficus elastica zur Gewinnung von Mar- cotten am Tabalong (Südost-Borneo) 445. „ 5. Castilloa elastica :im Tabalong (Südost-Borneo), 2V2-jährig, 447. Kokospalme in Deutseh-Ostafrika 196. Schwankungen der mittleren Jahrespreise des „Fine Para • in Liver- pool siehe Die Kautschukpflanzen *214. Sisalagavenbau, Mitteilungen über den — aus der Praxis: Abbild. 1. Neupflanzuug von Sisalagaven 376. „ 2. Zweijährige Agaven vor dem Hacken 377. „ 3. SVH^hrige Sisalagaven nach dem zweiten Schnitt 380. „ 4. Das Entfasern der Agavenblätter 381. ,, 5. Das Pressen des fertigen Sisalhanfes 382. Tacca pinnatifida, Die stärkemehlreichste Knollenfrucht der Erde: Abbild. 1. Tacca pinnatifida Forst 123. „ 2. Knollen der Tacca pinnatifida Forst (2/,-, natürliche Gröfse) 125. Skizze 1. Halbierte Knollen der Tacca pinnatifida Forst (2/3 natür- liche Gröfse) 127. „ 2. Stärke aus der Knolle von Tacca pinnatifida Forst 127. Terrassen für die Aufforstung am Merbabu (Niederländisch-Indien) 86. Tropischer Gemüsebau sowie einige Notizen zum Anbau diverser Zierpflanzen und Blumen: Abbild. 1. Samen- V^ersandkasten für die Tropen aus Zinkblech mit Verschraubung 259. ^ 2. Johannislauch 262. 3. Salat Dreienbrunnen 263. 4. Tomate „König Humbert" 263. „ 5. Japanische Klettergurke 264. 6. Schnittsellerie „Suppengrün" 266 7. Eierfrucht 266. „ 8. Buschbohne Wachs-öchlachtschwert 2(;7. 9. Balsaminen 269. „ 10. Canna, indisches Blumenrohr 27<>. — LI Wirtschaftliche Abbild. 9. - 10. , 11. „ 12. . 13. , 14. , 15. , 16. , 17. r, 18. T 19. . 20. . 21. , 22. . 23. , 24. , 25. , 26. , 27. . 28. . 29. , 30. . 31. Abbild. 32. . 33. ,, 34. , 35. . 36. . 37. , 38. , 39. . 40. . 41. . 42. Erkundung einer ostafrikanischen Südbahn, Die —: 1. Kap Guardafui *219. 2. Küsteubevölkerung bei Kilwa *229. 3. Baumwolle bei Kilwa *234. 4. Dreijährige Manihot Glaziovii in Liwale *245. 5. Ssougea *249. 6. Mehl verkaufende Matengoleute *255. 7. Katholische Mission Kigonsera (üngoni) *257. 8. Karawane beim Überschreiten einer Drift *25!i. Übergang über den Rowuma *261. Typische Busch-Graslandschaft in Ungoni *266. Baumwollfeld in Ungoni *272. Dreijährige Manihot Glaziovii in Ssongea *273. Kaffee in Ungoni ■"'274. Einheimische Baumwolle in Ungoni *275. Die Mbongobucht bei Wiedhafen *277. Dampfer „Hermann von Wissraann" auf dem Nyassa- see *279. Wohnhans in Neulangenburg *286. Haferfeld in Neulangenburg *287. Evangelische Kirche in Rutenganjo *307. Tabak in Britisch-Zentral- Afrika *312. Eselzucht am Kalambo (Tanganika) *337. Dampfer „Hedwig von Wissmann" auf dem Tanganika- see *347. Die „Good News' auf dem Tanganikasee *349. Toa (Kongostaat) *355. Heizanlage einer Zuckerfabrik am Zambesi *362. Der Shireflufs *368. Ein Hausboot auf dem Shireflufs *369. Blantyre *370. Passagierwagen der Flotilla Co in Blantyre *372. Anlegeplatz in Chiromo *374. Port Herald *378. Der Zambesistrom *380. Der Chiudearm des Zambesi bei Chinde *382. Kjlindini *384. Salisbury-Brücke (Ugaudabahn) *386. Erdarbeiten an der Ugaudabahn *388. YAn Personenzug der Ugaudabahn *392. Bahnhof in Nairobi (Ugandabahn) *393. Dampfer „Sybil" am Pier in Port Florence *394. Ugandabahn *395. Nakuru (Ugaudabahn i *398. Wakiluyu *400. Der Hafen von Kilwa-Kisiwani. (^Seekarte mit liefen in Faden) *239. Karte zur Shire— Zambesi — Route *365. Namen Verzeichnis. Abdullahi 159. Ackermuiin, PI *218. Ad albert, Prinz 322. Adam, Generalgouverueur *173. Ahn, Dr. jur. A. 464. Aimer *243. Albinus, Oberleutuiint *24!), *255. Alden, A. H. *(;8. Aldinger, Dr. 788. Alexander der Grofse 63, 77. AI mal da 169. Andreae, 0., Geh. Komnierzienrat 273, 464. Andresen, J. H., Succ. *6S. Anghiera, Pietro Martyr de '"74. Au nett. Dr. 599. Appel 27, 31. Appel, Dr. A., Reg. Rat 546. Ar den 20.3, 482. Arendt, Dr. 0. 395. Arent, General 632, 597. Aruaud, Verneuil et Godefroy- Lebeuf 151. Arnhold, E., Geh. Komnierzienrat 653. Arnim, Dr. v. 395. Arning 597, 632. Arnouth 521. Arroyo 409. Austin, P. 341. Baley *194. Ballivian, M. V. *112, *218. JJaug 707. Bannermaun Henry and Sons 393. Bapst et Hunet 150. Barbosa Rodrigues, J. *45, *218. Barbosa, Tenente Jose Lucas de *4. Bainn, H. 20, *158, *162, *218. l!jiiim:inn, [)r. Oäktir *220. Bathie, Perrier de la 152, *153, *172. Beauvois, Pulisot de *76, *146. Becker, BaumwoU-Inspektor 20,275, 321, 324, .32(5. Beecroft 254. Bender, Dr. A. 396. Bendi.xen, Dr. 462. Berg, Dr. 288. Bergmann, Heinrich 396. Berkhout, Prof. 409. Bernard, Francis 342. Bernegau, L 21, 288. Biehl, G. 288. Biffin, R. H. *86, •*87. Blanchard et Vi vi er 15(i. Blank, G. 320. Blank, R. 320. Blaachke, A. 143. Bleichröder, S. 142, 333, 545. Blümchen, Dr. 288. Blume *164. Blumenau, Dr. H. *120, *121. Blyth *360. Bödecker tV Meyer 320. Bodems 597. Bodio, L. 341. Boehm, Ad. 274, 322 Boehmer, C. 438. Boeken, Ingenieur 384. Boerlage *195, *200. Boerrigter 86. ßoettner . LI Wirtschaftliche Erkundung Abbild. 1. 2. , 3. 4. 5. 7. 8. . 9. - 10. . 11. „ 12. „ 13. . 14. „ 15. , 16. , 17. , 18. . 19. „ 20. « 21. 22. .. 23. , 24. , 25. , 26. , 27. . 28. , 29. , 30. , 31. Abbild. 32. » 33. „ 34. . 35. . 36. . 37. , 38. , 39. , 40. r, 41. .. 42. einer ostafrikanischen Südbahn, Die — : Kap Guardafui *219. Küsteubevölkerung bei Kilwa *229. Baumwolle bei Kilwa *234. Dreijährige Manihot Glaziovii in Liwale *245. Ssougea *249. Mehl verkaufende Matengoleute *255. Katholische Mission Kigonsera (üngoni) *257. Karawane beim überschreiten einer Drift *259. Übergang über den Rowuma *261. Typische Busch-Graslandschaft in Ungoni *266. Baumwollfeld in Ungoni *272. Dreijährige Manihot Glaziovii in Ssongea *273. Kaffee in Ungoni •'274. Einheimische Baumwolle in Ungoni *275. Die Mbongobucht bei Wiedhafen *277. Dampfer „Hermann von Wissraann' auf dem Nyassa- see *279. Wohnhaus in Neulaugenburg *286. Haferfeld in Neulangenburg *287. Evangelische Kirche in Rutenganjo *307. Tabak in Britisch-Zentral-Afrika *312. Eselzncht am Kalambo (Tanganika) *337. Dampfer „Hedwig von Wissmann" auf dem Tanganika- see *347. Die „Good News" auf dem Tanganikasee *349. Toa (Kongostaat) *355. Heizanlage einer Zuckerfabrik am Zambesi *362. Der Shireflufs *368. Ein Hausboot auf dem Shireflufs *.369. Blantyre *370. Passagierwagen der Flotilla Co in Blantyre *372. *37'i 4. Anlegeplatz in Chiromo Port Herald *378. Der Zambesistrom *380. Der Chindearm des Zambesi bei Ohinde *382. Kilindini *384. Salisbury-Brücke (Ugaudabahn) *386. Erdarbeiten an der Ugaudabahn *388. Ein Personenzug der Ugandabahn *392. Bahnhof in Nairobi (Ugandabahn) *393. Dampfer „Sybil" am Pier in Port Florence *394. Ugandabahn *395. Nakuru (Ugandabahn i *398. Wakiluyu *400. Der Hafen von Kilwa-Kisiwani. (Seekarte mit Tiefen in Faden) *239. Karte zur Shire— Zambesi— Route *3G5. Namenverzeichiiis. AbdulUhi 159. Ackermann, E. *218. Ad albert, Prinz ^22. Adam, Generalgouverneur *173. Ahn, Dr. jur. A. 464. Aimer *243. Albinus, Oberleutnant *24i), *255. Alden, A. H. *68. Aldinger, Dr. 738. Alexander der Grofse 63, 77. Alm ei da 16'J. Andreas, 0., Geh. Kommerzienrat 273, 464. Andresen, J. H., Succ. *6S. Anghiera, Pietro Alartyr de *74. Au nett. ür. 599. Appei 27, 31. Appel, Dr. A., Reg. Eat 546. Ar den 203, 482. Arendt, Dr. 0. 395. Arent, General 632, 597. Aruaud, Verneuil et Godefroy- Lebeuf 151. Arnhold, E., Geh. Kommerzienrat 653. Arnim, Dr. v. 395. Arning 597, 632. Arnouth 521. Arroyo 409. Austin, F. 341. Buley *194. Ballivian, M. V. *112, *218. Baug 707. Bannermaun Henry and Sons393. Bapst et Hunet 150. Barbosa Rodrigues, J. *45, *218. Barbosa, Tenente Jose Lucas de *4. Baiun. n. 20, *158, *]62, *218. UuuiMann, Dr. Oskar *22U. Bathie, Perrier de la 152, *153, *172. Beauvois, Palisot de *76, *146. Becker, Baumwoll-Inspektor 20,275, 321, 324, 326. BeecroTt 254. Bender, Dr. A. .396. Bendixen, Dr. 462. Berg, Dr. 288. Bergmann, Heinrich 396. Berkhout, Prof. 409. Bernard, Francis 342. Bernegau, L. 21, 288. Biehl, G. 288. Biffin, R. H. *86, •*87. Blanchard et A'ivier 150. Blank, G. 320. Blank, R. 320. Blaschke, A. 143. Bleichröder, S. 142, 333. 545. Blümchen, Dr. 288. Blume *164. Blumenau, Dr. H. *120, *121. Blyth *360. Büdecker A: Meyer 320. Bodems 597. Bodio, L. 341. Boehm. Ad. 274, 322 Boehmer, C. 438. Boeken, Ingenieur 384. Boerlage *195, *200. Boerrigter 86. Boettiier & Gautier ö**!. Böhlendorff - Kölpin, v. , Ritt- meister a. D. 271, 395. Böhm 171. Bois, Prof. 408. Böker, R. 462. Bunin ger, Dr. W. 396. Boniiechaux *116, *]28. *129. Bono Paulo, de 1.j3. Uli Bootli. John, Kommissar 23, 40, *222, *249, *255, *259, *260, *263, *278, *298, 321, *325, *331, *335. 686, 689, 712. Bormann, Geh. Oberreg. Rat 334. Bornhardt *249. *256, *260, «264, *294, *296, *297, *300, *316. ßos, Ritzema 249. Botelho, Dr. C. 140. Botting Hemsley, W. 237. Bourjau, A. 273, 718. Bourjau, K. 203; 273. Bouysaon, J. 510. Boyce, R. 599. Braun, Dr. 206. Braun fei s, 0., Kommerzienrat 334. Breda de Haan, M. J. van 285. B reu wer 276, 277. Brieger 596. Brückner, Dr. *223. Brunhes, J. 341. Brunn, Dr. *344. Bu ebner, Direktor D. 596. Barke, Mr. *151. Büsgen, Prof. Dr. 83, 193. Bussart & Front 215. Busse, Dr. Geh. Bergrat 273. Busse, Geh. Baurat M. 143. Busse, Reg. Rat Dr. W. 21, 22, 24, 25, *150, *151, 169, *170, *202, 247, 320, 426, 546, 596, 632. Bussy, J. H. de 104, 349. Büttner 171. Buvinghausen 170, 173, 319. Cahensly, Kommerzienrat 531. Camara 409. Canas, Dr. A. 409. Garben, L. v., Direktor 654. Carnegie, Newton & Co. 581. Carvalho, de 409. Carver Bros. & Co. Ld. 601. Gaste ndyk.H., Hauptmann a. D. 654. Castro, General 645. Catwinkel, Wilhelm 464. Cauteren, van 115. Cervantes *76. Chaillet-Bert, J. 340. 341. Chalot, Prof. *163, 342. Chapel *88. Charabot, Dr. 342. Charlevois, S. J., Missionar *74. Chevalier, Aug. *144, *145, *146, *158, *218, 738, 739. Chipaeta *269, *323. Chittenden 161. Choremi Benachi and Cy. 601. Christy, Thomas & Sons 581. Cimbal 121. Clausen, F. B. 202. Clayton 150. Cloez 706. Clouth, Franz *87, *91, *218. Cmok, Prüsse & Co. *68. Cmok & Schrader *68. Coelho, Manoel Pereira 411. Cole, F. J. 599. Cole Abayomi 725. Collet Octave. J. *44, *170, 203. Colombo 217. Columbus *74. Columella 668. Condamine, Charles de la *25, *75, *76. Constantin, Prof. 408. Cook, 0. F. 690, 695. Cousins 284. Couturier, Ingenieur agronome 342. Gross, R. *130. Daehnel, H. 202. Dafert, Dr. 138. Dammköhler 21. Dankler, M. 287. Dauysz, Dr. 152. Danz *294, *300. Da vi es 706. Deehambre, Prof. 342. Deiss 151. Deistel, Gouvernementsgärtner 578. Delbrück, L. 143, 273, 334. Delbrück, Leo & Co. 142, 333. Delius 596. Demeuse *155. Denhardt, Clemens 476. Deuss, L.W. *372, *364, *367, *366, 338. Deusa Teixeira & Co. *359. Dewere *149, 274, 275. Diederichsen, J. 137, 594. Diesing, Stabsarzt Dr. 647. Dilthey, Amtsgerichtsrat a. D. 273. Dingeldey, Hermann 464. MV Dolcliow, A. F. 2()L'. Doniinas, Dr. 40. Douglas Sholto 7. Dow dal, H, Challoner 599. Drabble, Dr. E. 599. Drake del Castillo *169. Drieberg, C. 473. Driesch, H, v. den 105. Drucker, Siegfried *354. Du Poy, Ingenieur chimiste 342. Dunker 597. Du US tan, Prof. 391, 409. Dupont, Ingenieur chimiste 342. Duran-Ballen, S. 274. Dusendschön. 0. *3, *5, *6. Dusendschön & Co. *68. Dybowsky, Prof. 408, 409. Ebermaier 25, 26. Eckert 597. Edle, E. 599. Edward, König 393. Ehlert, G., Assistent 319. Eigen 33, 37, 534, Eismann, G. 323. EUiot, John 61. Endlich, Dr. R. 20, 233, 300, 540, 632. Engelhardt, 0. 347. English, A. C. *77. "-194. Erich, Direktor 527. Esser, Dr. jur. M. 464. Esnault-Pelleterie 282, 342. Evans, John J. 599. Ewerbeck *358. Fabarius, Direktor 220, 403, 407. Faraday *89, *91. Pary 154. Faucon *190. Fesca, Prof. Dr. M. 407, 632. Fendler, Dr. (i. 590, 638, 709, 719. Fiedler, H. 539, 559. Fischer .596. Fischer, Dr. H. 125. Fischer, Kais. Wirkl. Geheimrat 527, 653. Fischer, Th. 667, 668. Fischer-Treucnfeld. R. v. 495. Fitzner, Prof. Dr. R. 4!». Foureau-Lamy *155. Fonniciiu. Lucieu *281. Prancke, Legationssekretär Dr. 59(j. Frank da Costa . Soltmaiin, Prof. Dr. 470. Sorauer, Prof. Dr. Paul 34S, 349. Soskin, Dr. S. 105, 143, 152, 161, 205, 274, 288, 349, 396, 408, 409, 482, 531, 547, 590, 608, 621, 652. 668. Soubeiraa *91. Souza Brazil, Dr. Th. P. de *1 18. Souza, Gentil de *4. Specke 704. Spemann, Geh. Komnierzieiirat 203. Sperber, 0. 233. Spieth 596. Spilsbury, A. G. *221. Spring Ries 61. Springer, Dr. E. 334. Sproesser, Kommerzienrat 203. Spruce *103, *104, *105, *128. St. Paul Illaire, Walter v. 719. Stapf *163. Stein, Pflanzer 195. Stein thal, M. Kommerzienrat 334. Stengel, v. 596. Stenger & ßotter 260, 262, 265, 268. Stewart, Colonel 535, 536. Stier-Somlo, Prof. Dr. 596. Stoltz, Kommerzienrat 311, 531. Stoppelaar, A. de 128. Strandes, J. 143, 334. Strafs berger, E. *5. Strafsburger, Ed. *83. Strauch 596 Straufs 33, 37, 385, 387. Strunk, Dr. L. 27, 31, 93, 256, 308, 425, 465. Stuebel, Dr., Kolonialdirektor 403. Stuhlmann, Geh. Reg. Rat Dr. 21. *170, 206, 538. Supf, Karl 317, 622, 681. Sylvester 428, 431, 432. Teixeira de Mattos *364. Tempi e, Konsul n24. Tervooren, H. A. P. M. 349, 607. Thaer 104. Thiemer, U. 462. Thiefs 597. Thoms. i'n.r. Dr. 40. *40. *41, 590. Thomseii, Adtniral 126, 203. Thormäh len, Johs. 528. Tiemann 8S. Timmiö, H. Sutton 599. Timur 80. Tisserand 409. Toledo Piza e Almeidü. Dr. Luiz de 161. Tontee 116. Tom au, Dr. *242. Tortjuemada, Juan de *74. Trail, Dr. *128. Traun, Senator Dr. *2. Traun, Stürken & Co. 323, 324. Traun A: Söhne. H. D. 448. Traun .V: Stürken *243, *245, *246. Treub, Prof. 564. Troeger, K. 0. 203. Tromp de Haas, Dr. 193, 560, 563. Troost, Oberleutnant 119. Tsebirch, Dr. A. *192. *206, *218. Tschudi, Ch. v. 601. Tuck, W. *151. Türpen, Dr. W 143. üle, E. *III, *45, *100, *101, *104, *105, *106, *125, *128, *218, 388, 709, 739. Urbich, F. 143. Utra, G. de *115, *12(), *121. Vallee, Prof. 342. Valroger, Paul de 340. Vauthier, R. 113. Vietor, J. K. 169, 597, 628. Vietor, Friedr. M., Söhne 320, 685. Vignault 409. Vilbouchewitch, J. *7t;. Vilers, de 409. Voigt, Dr. 597. Volkens, Prof. Dr. 578, 596, 632. Volley 26. Vosberg 597. Wahl, R. F. 464. Wald hausen, E. v. 395. Wally 161. War bürg, Prof. Dr. 0. 1, 5, 40, *7(;, 121, 131, 156, 158, *193, *197, 204, *205, *217, 243, 385, 439, 446, 510, 590, 597, 624, 625, 626. 629, 633, 739. LXl Wurucr-Poelchau, Dr. 202. Wiirnholtz, J. J. 143, 273, 334. Warr. A. F. 599. Warschauer, Robert & Co. 333, 142. Watermeyer 13, 103. Weber, Dr. C. 0. *90, *218, 691. Weber & Schaer 40, 448, 449, 638. Webster 409. Weiler, J. 26, 29, 249, 527, 528. Weifs, Dr. G. 590. AVegener 597. Weger dt, Plantagenleiter 375. Weggerle 359. Wendelstadt 596. Wer ekle, C. 89, 184, 584. Werner, Pflanzungsleiter 258. Werner, A. 597. Werner, v., Konteradmiral 396. Werth, Hermann *381. Wesche y Cia *5. Weule 596. White, C. A. 285. Wiebusch, H. J. 321, 322, 687, 688. Wied, Fürst zu 403. Wiedemanu, Dr. M. 219. Wiegau dt 326, *392. Wielen, P. van der 474. Wiese, C. *381. Wiesner, Prof. Dr. Jul. *83, *84, *218. Wiesuer 126. Wigman, J. R. 608. Wilckens, Theodor 221. Wildemann, D. 40. Wildemann, E. de *144, n48, *154, *155, *158, *159, *160, *161, *162, 166, *181, *182, *218, 608. Willcocks, Sir William 59, Sl, 454, 457, 458, 459, 461. Willey, H. Y. 215. Willi 169. Williams *91. Wingheim, v., Oberpräsident 403. Wink 1er, Dr. 35, 248, 464, 505, 709. Witt, Nicolaus *2, *4, *5, *6. Witt & Co. *6S, *108, *109. Wöckel 170, 171. Wohltmann, Geh. Reg. Rat Prof. Dr. 1, 21, 105, 120, 159, *166, 204, 288, 395, 403. Wolfers, Richard 654. W^olff, Konsul *123, 597. Wosche y Cia 709. Wyueken 718. Zabel, R. 51. Zache, Bezirksamtnuuin '292, *341, *342. Zahn 597. Zarnikow, F., Oberstleutnant d. Res. 654. Zech, Graf V., Gouverneur 169,319,350. Zehntner, Dr. 251, 565. Zeitzschel, Karl 652. Zencke, Bezirksamtssekretär *293. Zenker *155, *156. Zervudachi, C. G. & Co. 601. Ziem an n. Dr. Hans 287, 481. Zietlow, P>nesto 547. Zimmerer. Prof. Dr. 597, 632. Zimmermann, Prof. Dr. 20, 27, 102, 274, 341. Zorn 596. Zwingenberger, C. 311. DER TEOPENPFLANZEK. ZEITSCHRIFT FUB TROPISCHE LANDWIRTSCHAFT. 9. Jahrgang. Berlin, Januar 1905. Nr. 1. Jlenjahrsgedanken 1905. Von F. Wohltmann. Den ausführlichen Berichten, mit welchen mein Kollege War- burg das Jahr 1908 und das verflossene Jahr an dieser Stelle ein- leitete, ist für das neue Jahr nicht sehr viel Neues hinzuzufügen. Im allgemeinen hat sich die Entwicklung der landwirtschaftlichen Verhältnisse in unseren Kolonien in jener Weise weiter vollzogen, wie sie Warburg gekennzeichnet hat. Auch die Aussichten, welche die landwirtschaftlichen Unternehmungen der Europäer und Ein- geborenen vor Jahresfrist in unseren Kolonien boten, sind auf dem besten Wege, sich zu erfüllen, wenn wir von den unglückseligen Zuständen in Deutsch - Südwestafrika absehen und von anderen Schöpfungen, die seit ihrer Geburt den Keim des Todes in sich trugen. Die letzten fünf Jahre kolonialer Arbeit haben uns endgültig darüber aufgeklärt, was wir im allgemeinen von Boden und Klima in unseren Kolonien in Wahrheit erwarten dürfen, und welche Früchte und Kulturarten es sind, die sich hier für Kamerun, dort für Togo, Ostafrika, Samoa usw. besonders eignen. Zum wenigsten sind wir darüber klar in bezug auf die Hauptkulturen. Dabei haben wir aber auch gleichzeitig erkannt, dafs wir neben den Hauptkulturen durchaus der Nebenkulturen sowie der Viehzucht auf den Pflanzungen bedürfen, um möglichst bald Gewinne zu erzielen oder zum wenigsten die Unkosten zu verringern. Wir haben ferner erkannt, dafs wir neben den Hauptkulturen auch solcher Kulturen noch bedürfen, welche bei etwaigen Mifsernten oder Erkrankungen der Hauptkultui'en einen Ausfall derselben zu decken vermögen. Einfacher werden dadurch die landwirtschaftlichen Unternehmungen natürlich nicht, sie erfordern vielmehr infolgedessen naturgeniäfs nicht nur immer mehr Arbeit, sondern auch mehr Sorgfalt, Eifer und Kenntnisse seitens des Wirtschaftspersonals. Aber das ist ja Tropenpflanzer 1905, Heft 1. -i - 2 — auch überall der Lauf der landwirtschaftlichen Entwicklung, dafa sie beständig komplizierter wird, und die Zeiten sind längst vorüber, wo die dicksten Kartofl'eln von den dümmsten Bauern geerntet wurden, und der landwirtschaftliche Beruf als Zuflucht der geistig Anspruchslosen galt. Das haben wir nachgerade auch in unsere Kolonien erfahren müssen und sind daher bestrebt, nur die Tüchtigsten auf die Pflanzungen hinauszusenden. Leider machen wir aber auch heute noch fortgesetzt die Erfahrung, dafs von all den Deutschen, die für den landwirtschaftlichen Beruf in unsere Kolonien ausreisen, kaum 50 pCt. wirklich einschlagen. Darin liegt mit der Grund, dafs wir noch viel Geduld haben müssen in der Er- wartung baldi^rster Rentabilität und zwar umsomehr, als auch die Preise der Kolonialprodukte keineswegs mehr so günstig liegen, als vor 6 bis 10 Jahren, da wir unsere Rentabilitätsberechnungen aufstellten, und somit nicht mehr den Ausfall zu decken vermögen, den wir durch ungeschickte Beamte erleiden. Wenngleich sich nun auch das Bild der landwirtschaftlichen Unternehmungen unserer Kolonien in seinen Grundzügen in den letzten beiden Jahren wenig verändert hat, so lohnt es sich doch, auf einige und zum Glück recht erfreuliche Tatsachen hinzuweisen, bevor ich auf andere Verhältnisse eingehe, deren Klarstellung das augen- blickliche Interesse in Anspruch nimmt. Beginnen wir unsere Be- trachtungen mit der Südseel Über Samoa ist nur Erfreuliches zu berichten. Die alten Ge- sellschaften und Pflanzer scheinen ruhig und sachgemäfs fortzuarbeiten, und die neue Samoa-Safata-Gesellschaft, welche am 5. Dezember 1903 begründet wurde, hat nicht nur in Saninoga tüchtig geschafft, sondern sich auch durch den Ankauf der sehr günstig gelegenen Schmidtschen Pflanzung Tuanaimato bereits erweitert und in ein warmes Nest gesetzt. Andere Pflanzungen und namentlich kleine mit geringen Mitteln sind 1904 kaum entstanden und konnten es auch nicht, denn dazu fehlt es in Samoa an Arbeitern. Um diesem Mangel abzuhelfen, ist neuerdings wieder eine neue Chinesen- anwerbuug im Gange, welche das Gouvernement leitet und zu er- heblich günstigerem Preise liefern wird, als der erste Transport zu stehen kam. Man mag gegen die Chineseneiufuhr sagen, was man will, in Samoa hat sich der erste Transport durchaus bewährt, und ist anderseits eine Fortführung und Erweiterung der begonnenen Kakaokulturen ohne freaide Arbeiter ausgeschlossen, die anders als aus China eben nicht zu beschaffen sind. Damit nun die Chinesen sich nicht auf Samoa einnisten, ist ihr Aufenthalt gesetzlich be- grenzt und eine dauernde Niederlassung derselben gesetzlich ver- boten. Das trifft nicht nur die neuen Arbeitertransporte, sondern auch die schon länger auf Samoa weilenden Chinesen. Kürzlich hat sich dann auch noch eine Samoa-Kautschuk- Kompagnie als Gr. m. b. H. in Berlin konstituiert, welche die Kautschukkultur in Samoa betreiben und auch bei den Eingeborenen einbürgern will. Bei sachgemäfser Leitung kann die Gesellschaft auf Erfolg rechnen, wenngleich derselbe kaum vor Ablauf von zehn Jahren in die Erscheinung treten wird. Schliefslich sei nicht unerwähnt, dafs die Deutsche Handels- und Plantagengesellschaft der Südsee-Inseln auf Samoa wie im vorhergegangenen Jahre, so auch im letzten 12 pCt. Dividende zahlen konnte. In Neuguinea sieht man mit Spannung auf die Resultate der Neuguinea-Kompagnie, eine der ältesten Gesellschaften in unseren Kolonien, welche bereits auf eine gerade 20 jährige Tätigkeit zurück- blickt. Der letzte Bericht dieser Gesellschaft, welcher auf Grund der Bereisung des neuen zweiten sachverständigen Direktors Professor Dr. Preufs aufgestellt ist, ist ein sehr ausführlicher, wie er zuvor nie in die Öffentlichkeit gelangte. Die Gesellschaft kann aber auch nachgerade mit ihren Leistungen in die Öffentlichkeit treten. Preufs selbst erklärt in einem Bericht an das Kolonialwirtschaftliche Komitee, ^dafs seine Erwartungen weit übertroffen seien, und dafs wirklich Grofses durch die Unternehmungen der Gesellschaft geschaffen sei, hinsichtlich deren günstiger Weiterentwicklung er die besten Hoffnungen hege". Die Neuguinea-Kompagnie hatte nach diesem letzten Berichte 1903 in Kultur: Anf der Administration : Herberts- höhe Friedrich Wilhelmshafen mit Finach- hafen stephansorl mit Konstautiu- hafen insgesamt Fläche: 2324 ha 1371 ha etwa 1300 ha rund 5000 ha Stück Stück Stück Stück mit Kokospalmen . . . 204 904 120 460 84000 409 364 Kaffeebäamen. . . 77 000 — — 77 000 Kapokbäumen . . 9 000 14 600 13 884 37 484 Kautschukbäumen 2 559 81000 130 485 214 044 Kakaobäumen. . . 2 771 — — 2 771 Pfefferranken . . . 1693 — — 1693 Vanillestauden . . 90 — — 90 Teakholzbäuraen . 1072 — — 1072 verschiedenen Nutzpflanzen . . — 1000 — 1000 Sisalagaven .... — — 9000 9000 — 4 — In jüngster Zeit beabsichtigt man, die Kakaokulturen besonders zu erweitern und verspricht sich von ihnen eine grofse Rentabilität. Die Gesellschaft beschäftigte 1*J03 auf diesem Besitz insgesamt 61 europäische Angestellte und 2745 Arbeiter und dürfte somit, sowie mit ihrem bebauten Areal von 5ÜU0 ha = 50 qkm, zu den gröfsten Pflanzungsgesellschaften der Welt zählen. Es kommen hier auf 85 ha 1 weifser Beamter und 82 Arbeiter, dabei siud jedoch die Palmpflanzungen erst im Beginn des Tragens und ebenso die meisten anderen Kulturen. Erfreulicherweise haben sich in den letzten Jahren auch die Gesundheitsverhältnisse in Neuguinea sehr gebessert, während früher die Opfer an Weifsen und Schwarzen wie Kulis sehr zahlreich waren. Somit scheint die Neuguinea-Kompagnie auf dem besten Wege zu sein, die langen und bangen HoflFnungen ihrer Gesell- schafter zu erfüllen. Zum Schlufs wollen wir nicht unerwähnt lassen, dafs die Ex- pedition Dr. Schlechters, der sich um die Erforschung Neuguineas grofse Verdienste erworben hat, nicht nur die Anwesenheit einer Art Guttapercha (Palaquium Supfianum Schltr.) in den Urwäldern Neuguineas nachgewiesen hat, sondern auch die Anregungen dazu gab, die Guttapercha- und Kautschukgewinnung in Neuguinea durch eine grofse Unternehmung ins Werk zu setzen. Dieselbe hat sich 1904 eingerichtet. Am Anfang dieses Jahres reist Dr. Schlechter, der an der Spitze derselben steht, zu neuer hoffnungsreicher Arbeit aus. Wir sind überzeugt, dafs die gestellten Aufgaben zu erfüllen sind, und dafs damit die Entwicklung Neuguineas in neue gewinn- bringende Bahnen geleitet wird. Unsere herzlichsten Wünsche be- gleiten die Unterneiimung des Kolunialwirtschaftlichen Komitees, welches diese abermalige Expedition Dr. Schlechters inaugurierte und die dafür erforderlichen Mittel aufbrachte. Auf den Marianeii, Karolinen usw. machte wie in den früheren Jahren die Jaluitgesellschaft vorzügliche Geschäfte. Sie teilte nach ihrer Hauptversammlung am 23. April für das Jahr 1903 15 pCt. Dividende aus, 3 pCt. mehr als im Vorjahre. Dabei liegt ein Aktien- kapital von 1 200 000 Mk. zugrunde. Die Reserven betragen bereits 630 000 Mk., und aufserdem steht das Abschreibungskonto noch mit 370 000 Mk. zu Buch; gewifs eine sehr erfreuliche Geschäftslage! Da wir hier von unseren landwirtschaftlichen Betrachtungen Kiautschou ausscheiden können, so wenden wir uns nunmehr Afrika zu. Hier ist das Bild auf der einen Seite in Togo, Kamerun und Ostafrika gleichfalls befriedigend, auf der anderen Seite in Södwest- afrika dafür leider um so trüber. — 5 — In Togo nimmt die Entwicklung einen sehr erfreulichen Fort- gang. Die Landungsbrücke ist fertiggestellt, die Küstenbahn im Bau, und die Inlandbahn Lome — Palime auch bereits in Angriff ge- nommen. Damit werden die Bedingungen für den rentablen Absatz von Massenprodukten aus dem Innern erfüllt. Die Pflanzungen am Agu scheinen sich zu bewähren. Man baut sogar Kakao mit Erfolg im feuchten Gbintal. Die Kokospflanzung Kpeme ist durch neues Kapital (160 000 Mk.) gekräftigt und in eine Kolonialgesellschaft umgewandelt. Sie befafst sich in neuester Zeit nach mehrjährigen vorsichtigen Versuchen auch mit Baumwollbau als Zwischenkultur unter jungen Palmen. Dank der Unterstützung der Bezirksämter, insbesondere des unter Dr. Grüner stehenden Bezirksamtes in Misahöhe, und dank der geschickten und erfolgreichen Arbeit der amerikanischen Baumwollpflanzer und Instrukteure ist die Baum- wollkultur inzwischen bereits eine Volkskultur im vollsten Sinne des Wortes geworden, und das Kolonial- Wirtschaftliche Komitee kann auf die Erfolge stolz sein, welche es hier programmmäfsig erzielt hat. Es sind bis jetzt nicht nur alle jene Erwartungen erfüllt, mit welchen ich 1900 für die Einführung des Baumwollbaues als Volkskultur in Togo in meinem Reisebericht und auf der Vorstandssitzung der Deut- schen Kolonialgesellschaft (siehe Bericht derselben Seite 21 — 23) ein- trat, sondern sie sind noch weit übertroffen. Das Kolonial- Wirtschaft- liche Komitee brachte im Jahre 1904 2000 Zentner reine Baum- wolle von Togo zur Verschiffung, und die jetzt einkommende Ernte 1904/05 wird auf 5000 Zentner geschätzt, während vor 4 Jahren kein Gramm exportiert wurde! Wenn Togo nicht in den folgenden Jahren von abschreckenden Dürren heimgesucht wird, was kaum zu befürchten ist, so ist daselbst die Baumwoll- volkskultur gesichert, und es werden dieser andere Volks- kulturen für den Export folgen; dazu wird der Baumwollbau die Veranlassung geben. Das ist der normale Verlauf in der Ent- wicklung der Bodennutzung. In Kamerun erweiterte sich der Kakaobau auch im letzten Jahre nicht unbedeutend; die Riudenwanze ist fast verschwunden, und andere Schädigungen haben nachgelassen. Die tragenden Be- stände lieferten eine gute Ernte und übertrafen in der Viktoria- pflanzung sogar noch die beieits hochgespannten Erwartungen. Ich schätze die Kameruner Kakaoernte des Jahres 1904 auf über 30 000 Zentner im Werte von 1 700 000 Mk. Die Kautschuk- anpflanzungen haben sich erweitert, besonders auf Moliwe unter Warburgs sachverständiger Beratung. Dazu ist die am 17. Dezember 1903 in Berlin gegründete Kautschukpflanzung Meanja in Tätigkeit getreten. Die Arbeit auf den Pflanzungen ist eine ruhige und stetige — 6 — geworden. Arbeitermangel scheint nur vorübergehend einzutreten. Ein zeitweiser kann auch nicht verwundern, wenn man bedenkt, dafs 1896 kaum 500 Arbeiter auf den damals vorhandenen Pflan- zungen tätig waren. 1900 dagegen etwa 4500 und jetzt mindestens 6000. Auch haben sich die Gesundheitsverhältnisse der weifsen Beamten sowie der schwarzen Arbeiter auf den Pflanzungen in den letzten Jahren erfreulicherweise sehr gebessert, so dafs alle Bedingungen einer ruhigen, sicheren Weiterentwicklung vorhanden sind. Im Vordergrunde des Interesses in Kamerun steht heute der von der Firma Lenz vorbereitete Babnbau vom Dualabecken ins Hinterland und die Entdeckung der Petroleumquellen nahe Duala. Jeder, der die ungeheure Bedeutung und den Wert Kameruns kennt, wird den Aufschlufs des Hinterlandes durch eine Bahn nur mit gröfster Freude begrüfsen. In der tief in den schwarzen Kontinent einspringenden Kamerunbucht liegt der Schlüssel zum Herzen Afrikas, das sagt jedem unbefangenen Beschauer ein Blick auf die Karte. Das Kamerunbecken bietet ferner einen allzeit zugänglichen, sicheren Hafen, von dem aus ganz Zentralafrika am schnellsten er- reicht und mit Fabrikaten usw. versehen werden kann. Auch die Franzosen werden dereinst diesen Richtweg über Kamerun nach ihrem Äquatorialafrika und dem Tschadsee benutzen. Wäre Kamerun eine französische Kolonie, so bin ich fest überzeugt, dafs schon längst das Dampfrofs durch die 250 km tiefen Urwälder von der Küste in das Hochland und Hinterland führte. Sehr günstig für den Eisenbahnbau ist obendrein der Umstand, dafs das Hinter- land von Kamerun nicht nur weit dichter mit einer sehr intelligenten Bevölkerung besetzt ist, als wir früher annahmen und auch als sie Ost- afrika besitzt, sondern auch dafs es sehr gesunde und wertvolle Lände- reien in gröfster Ausdehnung enthält. Diese sind wie geschaffen für Viehzucht im grofsen und besonders auch für einen ausgedehnten Baumwoll- und Tabakbau unter Benutzung aller jener Maschinen, deren man sich dazu in Nordamerika, Ägypten und Indien bedient. Hier im Hinterlande Kameruns liegt ein grofses Stück der Zukunft Afrikas und für deutsche Arbeit ein weites Feld sicheren Erfolg versprechender Tätigkeit. Hoffen wir, dafs das Zaudern jetzt ein Ende hat und die Erschliefsung durch die Eisenbahn endlich einsetzt! Der Bahnbau und sein Betrieb sowie die ganze Kolonie werden wesentlich gefördert werden, wenn sich die Hofinungen erfüllen, welche man auf die im Sommer 1904 entdeckten Petroleumquellen im Dualabecken gesetzt hat. Ich hatte bereits 1896 nach meiner Expedition um das Kamerungebirge auf dem Gouvernement zu Kamerun und im Kolonialamt zu Berlin (Dr. Kayser) darauf hingewiesen, — 7 — dafs im Kamerunbecken sehr wahrsciieinlich sowohl Kohlen wie auch Petroleum anzutreifen seien, und zwar erstere insbesondere am Mungo unter den dort zutage tretenden und von mir aufgefundenen Kalkstein- md Tonablagerungen der Kreideformation. Ich be- gründete meine Ansicht damit,* dafs die Kohlen gemeiniglich becken- förmige Lagerungen aufweisen, und dafs das Dualabecken, am Abhänge eines archäischen Randgebirges gelegen und dazu eine einstige Bucht des Kreidemeeres darstellend, geradezu wie geschaffen dazu gewesen sei, organische Massen zur Ablagerung zu bringen, aus denen sich dann einerseits Kohlen, anderseits Petroleum bilden konnten. Das nahe vulkanische Kamerungebirge konnte diese Auf- fassung nicht widerlegen; denn auch in Deutschland haben wir häufig, z. B. am grofsen Meisner, unmittelbar neben oder durch Braunkohlenlager vulkanische Durchbrüche. Auf meine Anregung hin wurde dann seitens der Regierung ein Geologe zur Unter- suchung nach Kamerun gesandt. Er bezeichnete meine Ansichten als irrig. Ich versuchte dann noch einmal Interesse für meine Auf- fassung zu wecken und es gelang mir, Herrn Sh. Douglas zu be- stimmen, Bohrungen im Dualabecken anzustellen. Die Expedition war fest geplant, die Bohrpunkte waren bereits festgesetzt, nach- dem meine Vermutungen bergmännisch sehr eingehend geprüft und gewürdigt worden waren; aber die Expedition kam leider nicht zu- stande aus Gründen, die mit der Sache nichts zu tun hatten. Nun endlich ist die Frage seitens des Herrn Dr. Esser von neuem auf- genommen, und eine neugegründete Kameruner Bergwerksgesell- schaft hat eine Expedition mit einem Petroleumsachverständigen ersten Ranges, Herrn Dr. Monke, zur Zeit draufsen, welche die Lager und Quellen auf ihre Ergiebigkeit und Abbauwürdigkeit prüft. Fallen die Untersuchungen günstig aus, so bedeutet das für Kamerun an der kohlenarmen Westküste Afrikas einen ungeahnten Aufschwung, dessen Tragweite sich heute kaum übersehen läfst, der jedoch auch auf die Pflanzungen und Bodenpreise in Kamerun seinen Einflufs nicht verfehlen wird. Durch Deutsch -Ostafrika geht, seitdem Graf v. Götzen die Verwaltung in Händen und sich eingearbeitet hat, ein frischer schaffenslustiger Zug. Er findet seinen stärksten Ausdruck in der glänzenden landwirtschaftlichen Ausstellung, die in Daressalam am 3. und 4. August 1904 stattfand. Sie war die erste landwirtschaft- liche Ausstellung in unseren deutschen Kolonien und bildet somit einen Markstein in der Geschichte derselben. Besonders beachtens- wert war der starke Besuch und auch die Beschickung der Ausstellung seitens der Eingeborenen, ein Beweis, dafs dieselben in den letzten Jahren wesentliche Fortschritte gemacht haben, und dafs man seitens der Verwaltung ihr Wohl und ihre Fortentwicklung mit wärmstem — 8 — Interesse fördert. Es wird dadurch bekundet, dafs unsere Regierung ihre Aufgaben im Deutschen Ostafrika richtifr erfafst hat. In meinem ostafrikanischen Reisebericht (1898) sage ich auf Seite 78: „Wie die Verhältnisse nun einmal liegen, betrachte ich es als eine Hauptkulturaufgabe Deutschlands, den an sich be- fähigten Neger in Deutsch-Ostafrika zur selbständigen Arbeit, zum landwirtschaftlichen Betrieb und zum Hand- werk zu erziehen. Hieraus werden wir ebenso grofsen vielleicht gröfseren Gewinn ziehen für unsere Volks- wirtschaft, als wie aus der Anlage von Pflanzungen, deren Anzahl in Anbetracht der Boden- und Klimaverhältnisse in Deutsch-Ostafrika eine immerhin beschränkte bleiben wird. Das Menschenmaterial ist in Ostafrika vorhanden, man suche es nur richtig zu formen und zu nutzenl" Diese Auffassung ist jetzt für Deutsch-Ostafrika erfreulicherweise durch- gedrungen; 1899 wurde ich, als ich die Notwendigkeit der Fürsorge für die Vermehrung der Bevölkerung Deutsch-Ostafrikas in Berlin in einer öffentlichen Versammlung vertrat, von dem früheren Gou- verneur V. Liebert arg angegriffen. Die eingeborene Bevölkerung Deutsch-Ostafrikas hat sich infolge der ihr in den letzten Jahren gewordenen Fürsorge und auf Grund des überall waltenden Friedens denn auch kräftig entwickelt und im letzten Jahre sich auch massenhaft dem Baumwollbau zuge- wandt, den das Kolonial-Wirtschaftliche Komitee zu einer Volkskultur wie in Togo auszubilden bestrebt ist. Zu diesem Zweck hat das Komitee eine ständige Organisation, bestehend aus Baumwollinspektion, Baum- wollschule, Versuchspflanzungen, Ginstationen und Auf- kaufmärkten, geschaffen. Das Ergebnis des ersten Versuchsjahres, die Ernte 1904, hat 5000 Zentner entkernte Baumwolle betragen. Der Baumwollbau, welcher bereits Mitte der 80er Jahre an der Küste Deutsch-Ostafrikas plantagenmäfsig versucht aber damals leider mifsglückt ist, hat als Volkskultur in Deutsch -Ostafrika mehr Aussicht auf Erfolg. Der Eingeborene kann es eher einmal verschmerzen, wenn die Ernte schmal ausfällt, als wie die Plantage, auf der viele Unkosten ruhen, und von der die Aktionäre alljährlich eine Kapitalsverziusuug und guten Gewinn erhoffen. Ob die Baumwollkultur sich in Deutsch-Ostafrika schnell und allgemein verbreitet; wird in erster Linie von der Gunst der Witterung der nächsten Jahre abhängen. Sind dieselben unsicher und unfruchtbar und bringen sie keinen Gewinn für die Arbeiten des Anbaues, dann verliert der Eingeborene schnell den Mut; sind sie jedoch günstig, dann wird sich die Kultur leicht ein- bürgern, und der Gewinn wird den Eingeborenen für den Baumwoll- — 9 — bau interessieren, so dafs er später schlechte Jahre, auf die man in Deutsch-Ostafrika immer einmal gefafst sein mufs, auch wohl mit in den Kauf nimmt. Unter den Pflanzungen scheinen 1904 jene die in sie gesetzten Hofinungen voll erfüllt zu haben, welche sich mit Sisalkultur be- schäftigen. Die Ernteberichte und die erzielten Preise lauten durch weg sehr befriediiiend, so dafs die Kapitalsanlage hierin wohl durchweg eine glückliche zu sein scheint. Was ich 1898 Seite 218 im „Tropenpflanzer" zu Schlufs meines Aufsatzes über den „Hanf- bau in Deutsch-Ostafrika" darlegte, hat sich somit voll bewährt. Es heifst dort: „das Klima ist dafür günstig und der Boden ist dafür in unserer Kolonie in vielen Tausenden von Hektar vorhanden. Möge das deutsche Kapital ihn in der angedeuteten Weise fruktifi- zieren'^. Auch Kapok, Manihot glaziovii und roter Ffeöer haben als Nebenkulturen gute Erträge geliefert, desgleichen bemüht man sich, Bastbananen anzubauen. Über die Ergiebigkeit der Mitte 1890 begründeten Kokos- pflanzungen ist das Urteil noch nicht abgeschlossen und ebenso- wenig darüber, wie sich die Zukunft der Kafl"eeplantagen in Usam- bara gestalten wird. Die Jahresberichte, welche über letztere auf den Hauptversammlungen 1904 veröfientlicht wurden, klagen über Dürre und schlechte Ernten. Die Handel- Gesellschaft nennt die letzte Ernte eine vollständige Mifsernte. Statt der erwarteten 2000 Sack seien nur 400 Sack versandt. Das Jahr 1904 liefs sich dagegen günstig an. Auf Buloa stehen beim letzten Abschlufs einer Kafleeernte von 10 000 Mark Bruttoertrag und einem Yiehertrage von 2000 Mark an Unkosten gegenüber 51 000 Mark für den Pflanzungsbetrieb und 7000 Mark für Verwaltungskosten in Berlin. Der neun Jahre alte KaflFeebau auf Magrotto deckte 1903 die Kosten. Erfreuliche Berichte weist kaum eine Kaffeepflanzung auf, sondern nur unerfüllte Hofi"nungen. Ich bin wegen meines Aufsatzes in Nr. 12, Jahrgang 1902 des Tropenpflanzers „Die Aussichten des Kafl'eebaues in den Usambara-Bergen" und wegen meiner ungünstigen Auffassung über die Sicherheit der Niederschläge daselbst seiner- zeit heftig angegrifi"eu worden. Ich unterliefs es damals, auf jene Angriffe zu antworten, zumal ich sie zu einem Teil nur als ein frisch- fröhliches theoretisches ßäsonnement ansehen mufste, das bewährter Erfahrungen entbehrte. Die Ernteergebnisse, welche bis jetzt in Usambara vorliegen, haben meinen im Jahre 1902 veröfi'entlichten Darlegungen noch nicht widersprochen und sind wohl mehr als alle Erörterungen ioistande, das entscheidende Urteil über die Richtigkeit oder Unrichtigkeit meiner Behauptungen zu fällen. Zur Zeit stehe ich mehr denn je auf dem Standpunkt, dafs man - 10 — beizeiten darauf Bedacht nehmen möge, statt der Kaffee- kultur eine andere in Usambara einzuleiten, welche mehr Erfolg in Aussicht stellt. Die Handei-Gesellschaft, welche 1897 im Begriff stand, eine zweite grofse Pflanzung anzulegen, für welche der Oberpflanzer bereits zur Stelle war und auf den Beginn der Arbeit wartete, unterliefs damals auf mein Gutachten und dringendes Abraten diese Anlage und hat dieses bis heute auch wohl kaum zu bereuen gehabt. Für jene Kaffeeberge ist es ein grofser Segen, dafs sich in ihrer Mitte in Amani das „Biologisch -Land wirtschaftliche Institut" be- findet, das sich durch rege Arbeitsamkeit und wertvolle Ratschläge bereits ausgezeichnet hat. Es ist die Aufgabe dieser Anstalt, die bedrängten Kaffeepflanzer zu beraten. Diese Aufgabe ist eine un- geheuer verantwortungsvolle und schwere. Möge es dem Institut gelingen, zur rechten Zeit den rechten Rat für die beste Nutzung der schönen Usambara-Berge zu geben! Leider ist für 1904 in Ostafrika auch der Eingang der Zucker- fabrik Pangani zu beklagen, ein Unternehmen, das klein begonnen und richtig geleitet nach meiner Auffassung im Jahre 1898 Aussicht auf Erfolg hatte. In meinem Oetafrika-Buch Seite 57 heifst es darüber: „Bekanntlich ist man eben im Begriff, sämtliches Zucker- rohr in einer nach neuestem Muster einzurichtenden Zuckerfabrik zu verarbeiten, nachdem man die arabischen Zuckerrohrbauer kon- traktlich zur Lieferung der Rohriiiengen verpflichtet hat. Dieses Unternehmen hat nach meiner Ansicht Aussicht auf Erfolg, indessen wird es auf eine übermäfsig grofse Ausdehnung nicht rechnen können. Dafür fehlt es am Pangani und in seiner Umgebung an genügend fruchtbarem Gelände. Rechnet mau alles Gelände zusammen, was in dieser Umgebung mit Zuckerrohr für eine Fabrik bebaut werden kann, so dürften im höchsten Falle doch nicht mehr als 1500 ha Land herauskommen. Da die Zucker- rohrpflanzungen am Pangani bewässert werden können, ist jedoch anderseits der Anbau des Zuckerrohrs daselbst ein aufserordentlich sicherer und reiche Ernten versprechender, so dafs die geplante Zuckerfabrik mit durchaus soliden Verhältnissen reebnen kann." Ich bin nicht in der Lage, von hier zu beurteilen, was der Grund dafür ist, dafs das Unternehmen nicht glückte. Ebenso- wenig vermag ich zu beurteilen, weshalb die Handei-Gesellschaft mit Kurai-ini kein Glück hatte und diese so günstig bei Daressalam gelegene Pflanzung an die Kaiserliche Regierung zurückverkauft hat. Und nun kommen wir zu unserem Schmerzenskinde Deutsch- Südwestafrika! Darüber ist leider nur trauriges zu berichten! Es ist nahezu alles vernichtet, nur das nackte Land ist noch vorhanden, und auch dieses will noch erst erkämpft sein. — 11 — Wann wir wieder Herren des Landes sein werden, das vermag heute noch niemand zu sagen; denn der Bandenkrieg, der jetzt über die Kolonie zieht, kann noch ein Jahr und ohne Abmachungen mit den Grenznachbarn vielleicht noch länger währen, wie einst die Indianer- kämpfe in Nordamerika. Es ist hier nicht die Aufgabe, zu untersuchen, ob das Unglück zu vermeiden war, auch hat es keinen Zweck zu berichten, was in Deutsch-Südwestafrika alles landwirtschaftlich bis jetzt geleistet war; denn, was geschaffen wurde, ist gröfstenteils zerstört! Wohl aber kann es von Wert sein, nachdem uns Verwaltung und Eisenbahn in Deutsch-Südwestafrika bereits 62 000 000 Mark kosteten, und nachdem der Krieg bis heute bereits 150 000 000 verschlang, zu erörtern: „Ist die Kolonie die 80i» Millionen Mark wert, mit denen sie dem Reiche am ScUufs des Krieges einstellen wird, und wie ist diese Summe wieder zu gewinnen?" Ob es je gelingen wird, diese 300 Millionen Mark wieder aus dieser Kolonie zu gewinnen oder wenn das nicht, so doch wenigstens dereinst leidliche Zinsen davon zu erzielen, das vermag heute niemand zu sagen. Ich halte es überhaupt nur dann für möglich, wenn der Bergbau in Deutsch-Süd westafrika grofsen Erfolg hat, und das ist nicht ausgeschlossen. Landwirtschaftlich sind alljährliche Reingewinne in der Höhe der Verzinsung von, sagen wir, 15 Millionen Mark aus Deutsch-Süd westafrika in diesem Jahrhundert nicht zu erwirtschaften. In dieser Auffassung werde ich leider bestärkt durch das Studium des ganz hervorragenden Werkes von Dr. Siegfried Passarge „Die Kalahari, Versuch einer physisch-geographischen Darstellung der Sandfelder des südafrikanischen Beckens", welches soeben im Verlag von Dietrich Reimer erschienen (Preis 80 M.) und als die glänzendste Arbeit über unsere Kolonie zu bezeichnen ist. Aber prüfen wir die Sachlage! Klimatisch fallen von den 835 000 qkm der Kolonie rund 140 000 in den Wüstenstrich an der Küste, der landwirtschaftlich keinerlei oder doch nicht beachtenswerte Nutzung zuläfst. Von den verbleibenden 700 000 qkm dürften des weiteren noch 200 000 als hohe Gebirge, Sandwüsten und Salzpfannen als landwirtschaftlich unbrauchbar erklärt werden; somit verbleiben nur 500 000 qkm für die Viehzucht und den Ackerbau. Würde man die ganze Fläche nur zur Viehzucht nutzen und nach den Angaben zuverlässiger Kenner des Landes eine Familie eine Fläche von 10 000 ha — welche viele Siedler faktisch auch besitzen — nach anderen 5000 ha, benötigen, so könnte die Kolonie, wenn wir das sämtliche Land den Eingebornen abnehmen würden, im ganzen 5000 bezw. 10 000 Vieh- züchterfamilien aufnehmen, zu denen sich Händler, Handwerker und Beamte gesellen würden. Die Zahl der Ansiedler wäre also nicht — 12 — grofs, welche auf diese Weise untergebracht werden kann, da zu grofse Flächen Weidelandes dazu gehören, 1 Stück Rindvieh zu ernähren. Man rechnet im Mittel 40 ha pro Kopf Grofsvieh; in günstijiceren Lagen und sehr wahrscheinlich im regenreicheren Norden dürften im Mittel vielleicht 25 bis 30 ha bereits genügen. An dieser Rechnung läfst sich nicht rütteln, oder es sind alle Angaben, welche über den Viehzuchtbetrieb in Deutsch- Südwestafrika gemacht sind, falsch. Die Ziffern sind vielmehr noch günstig zu nennen, denn es ist zu bedenken, dafs der ein- geborenen Bevölkerung doch auch etwas Landeigentum verbleiben mufs, zum wenigsten derjenigen, welche sich an dem Aufstand nicht beteiligt hat. Weit günstiger würde sich jedoch die Nutzung des Landes stellen, wenn sich Ackerbau in gröfserer Ausdehnung betreiben liefse. In kleinem Mafsstabe ist das möglich, wie zahlreiche Beispiele bereits lehren. Aber die Niederschlagsmengen, auf welche sich der Ackerbau auf jenen 500 000 qkm stützen müfste, schwanken örtlich und zeitlich zwischen nur 100 bis allerhöchstens 800 mm und sind somit für ein subtropisches Gebiet viel zu gering, um einen sicheren Ackerbau zu gewährleisten. Derselbe ist daher in Deutsch-Südwest- afrika nur mit wenigen Ausnahmen ohne Bewässerung vollständig ausgeschlossen. Nur im nördlichen Ovamboland können sich viel- leicht Gelände finden, in welchen die Sommerregen kurzlebigen Pflanzen wie Tabak, Baumwolle, Frühkartoffeln und dgl. auf Böden, welche die Feuchtigkeit festzuhalten vermögen, genügen. Für Bewässerungsanlagen fehlt jedoch, abgesehen vom Orange- flufs, der unsere Grenze bildet, das Flufswasser fast gänzlich, d. h. gerade zu jener Zeit, wenn es Tür Berieselung benötigt wird. Auch Brunnenwasser und artesisches Wasser — wenn letzteres überhaupt vorhanden ist — dürften nur in spärlichen Mengen sich darbieten; auch Quellwasser tritt nur vereinzelt auf und ist somit für die Be- rieselung grofser Flächen nirgend genügend vorhanden. Wer je die Niederschlassverhältnisse dieser Kolonie und anderseits ihren geologischen Anfbau sorgfältig studiert liat, kann zn einem anderen Ergebnis nicht gelangen. Die ausgezeichneten Arbeiten Dr. Pas- sarges bestätigen meine Auffassung von der grofsen Wasserarmut des Bodens und der Gebirge schlagend. Wie soll auch das Land Wasser liefern können, wenn die Schneefelder und Eismassen mit ihren Schmelzwässern fehlen, die in Indien die ungeheuer ausge- dehnten Bewässerungsanlagen am Indus und am Fufs des Himalaya- gebirges gerade während der trockenen Sommerzeit speisen, welche in der Sierra Nevada und in den Felrieugebirgen die Flüssigkeit für die wundervollen amerikanischen Bewässerungsfelder bis zum Sommer aufgespeichert halten! — 13 — Und nun die Gebirge und der Boden, vermögen sie Wasser zu bergen? 40 pCt. der Oberfläche der Kolonie gehören nach meinen Messungen auf der von Dr. Passarge gebotenen Karte dem Kala- harisande an, der nach Passarge nur vereinzelt Grundwasser zu führen vermag, 29 pCt. der primären Formation, die einen Grund- wasserstand — wie er in Deutschland bekannt ist — ausschliefst, 16 pCt. bestehen aus Lydenburger Schichten, 6 pCt. stellen Botletle- Schichten und Kalaharikalk dar, 5 pCt. Sandstein unbekannten Alters, 2 pCt. Karrodiabase und 2 pCt. Eruptive der Postkarrozeit. Obendrein sind die untergelagerten Schichten vielfach gestört. So ergibt sich — und das ist auch das Ergebnis der Untersuchungen von Dr. Pas sarge — dafs weder Untergrund- noch artesisches noch Quellwasser irgendwie in für Feldbewässerung besonders beachtens- werter Menge je wird angetroffen werden können. Wir haben es in dieser Kolonie mit ganz anderen geologischen Verhältnissen zu tun, als wie in Algerien, Kalifornien, Colorado, Neu-Mexiko und auch Australien, wo ausgedehnte ungestörte Kreideformationen vor- liegen, und wo der Untergrund und die tieferen Schichten reiche Wassermassen und sogar unterirdische Ströme führen, die für eine grofsartige Bewässerung nur der Hebung bedürfen. So bleibt also für den Ackerbau in Deutsch-Südwestafrika nur die Hoffnung, durch Sperr- und Staudämme gröfsere Massen Be- wässerungswasser zu schaffen. Das ist im Kleinen schon mehrfach sehr erfolgreich geschehen und auch im Grofsen möglich, wie die vorzüglichen Arbeiten von Professor Rehbock und Watermeyer dargetan haben. Der Boden eignet sich ferner gleichfalls für Be- wässerung, wie meine und andere Untersuchungen ergaben. Leider ist gegen die Projekte von Rehbock von einer Seite, von welcher man sie nicht erwartet hätte, scharfe Opposition er- hoben. Die technische Seite der Projekte wurde nicht angegriffen, dahingegen wurde behauptet, die Ausführung der Projekte würde so viel Getreidebau ermöglichen, dafs es an Absatz der Früchte fehlen würde, und somit würden die Anlagen unrentabel. Wohl selten ist für eine Kolonie, die sich zu einer Ackerbaukolonie ent- wickeln soll, ein kurzsichtigerer Satz aufgestellt worden. Ganz abgesehen davon, dafs Bewässerungsanlagen nicht nur dem Getreide- und Gartenbau dienen, sondern auch durch Ermöglicbung des Futter- baues der Viehzucht einen sicheren Stützpunkt, namentlich in der Aufzucht der Tiere, gewähren, mufs zur Zeit noch nahezu alles Mehl, was daselbst heute von den Ansiedlern und der Schutztruppe ge- braucht wird, aller Hafer usw. importiert werden. Wie glücklich wären wir heute, wenn wir nur 500 ha Bewässerungsanlage mit Getreide in Deutsch- Süd westafrika bestanden hätten! Jene Ein- würfe gegen die grofsen Bewässerungsanlagen harmonieren wunderbar — 14 — mit aDderen Ideen, die auf der Versammlung der Kolonialgesellschaft in Halle a. S. 1903 auftauchten: „Man möge die Schutztruppe in Deutsch - Südwestafrika verriDgernl" und charakterisieren unsere koloniale Jugend. Jedoch genug dieser Auseinandersetzung! Ich kann hier nur wiederholen, was ich 1899 gelegentlich meiner Begutachtung der Böden Deutsch-Öüdwestafrikas im „Tropenpflanzer" bereits aussprach: „Bewässerungsanlagen sind daselbst die Grundbedingung allen Fortschrittes," und ich füge dem heute noch hinzu, dafs sich Deutsch - Südwestafrika nur in dem Grade entwickeln wird, wie Bewässerungs- anlagen möglich sind und ausgeführt werden, es sei denn, dafs ein umfangreicher bergmännischer Betrieb in dieser Kolonie einsetzt. Von der Möglichkeit und Gröfse der Be- wässerungsanlagen wird es auch abhängen, ob Deutsch-Südwestafrika sich je zu einer beachtenswerten Auswandererkolonie für den deutschen Landwirt gestalten wird. Wie es Anfang 1904 mit den Siedlungen und den Wasser- verhältnissen derselben bestellt war, läfst die nachfolgende „Farm- statistik" erkennen, welche ich dem Bericht der Landkommission der Deutschen Kolonialgesellschaft entnehme: Farmstatistik. Anzahl Bezirk*) der Farmen Künstliehe Wasserstellen 1. Karibib 2. Swakopmund . . . 3. Outjo 4. Oraaruru 5. Gobabis 6. Grootfoiitein .... 7. Kt-etmannshoop . . 8. Warmbad 9. Gibeon 10. Maltahöhe .... 11. Windhuk 21 15 15 17 15 15 26 48 26 78 37 Brunnen 2 Dämme 3 Farmen ohne künstliche Wasserstelle 3 Brunnen 15 Brunnen 1 Dammanlage 13 Brunnen 10 Brunnen 8 Brunnen Zahlreiche Brunnen und mehrere Dammanlagen 60 Brunnen 17 Dammaulagen 34 Brunnen 7 Dämme Zahlreiche Brunnen 10 Dämme Summa: etwa 40 Dämme and über 200 Brunnen Insgesamt . . . 276 i *) Für Bethanien, den 12. Bezirk, liegen keine Angaben vor. — 15 — Damit haben wir den Rundgang durch unsere Kolonien beendet. Ich knüpfe daran noch einige allgemeine Bemerkungen über die Ansiedlnng in unseren tropischen Kolonien, insbesondere in den hügeligen Hochländern Deutsch - Ostafrikas, welche durch die kürzliche Bureneinwanderung die Aufmerksamkeit von neuem auf sich lenken. Ich begrüfse die Einwanderung dieser vielgeprüften Stammesbrüder mit grofser Freude, nicht nur weil sie uns das Land nutzen helfen, sondern auch weil sie es uns zu nutzen lehren werden. Sie werden uns nicht nur die Technik zeigen, sondern auch die Enthaltsamkeit und die Entbehrungen, mit welchen sich ein jeder vertraut machen mufs, der sich in öden, wilden Gegenden ein neues Heim gründen will. Man widerrät so häufig der An- siedlung in Deutsch-Ostafrika mit dem Hinweis darauf, dafs es an Absatz und Absatzwegen fehle, die man gleichzeitig zu schaffen versäumt. Dem möchte ich entgegenhalten, dafs es vor 50 Jahren auch noch in vielen deutschen Gebirgen, ferner in Pommern, Posen und in meiner Heimat, der Lüneburger Heide, an Absatz und Wegen fehlte, und trotzdem gingen die Bewohner jener Landstriche keines- wegs zugrunde, sofern sie nur arbeiteten, sich zu helfen wufsten und genügsam lebten. Viele, die das Bestreben haben, sich in unseren Kolonien anzusiedeln, erstreben zunächst nichts mehr, als dafs sie sich frei fühlen können und zu leben haben. Und wer sich damit begnügen will, dem verhelfe man dazu in Deutsch- Ostafrika und unterstütze ihn mit Staats- und Privatmitteln; denn nur so schaffen wir feste Kulturzentren, auf und aus denen die nachfolgenden Ge- schlechter weiter arbeiten können. Dabei müssen wir freilich darauf gefafst sein, dafs nicht alle, welche sich in Deutsch-Ostafrika niederlassen, auch Erfolg aufweisen werden. Eine jede Kolonisations- geschichte lehrt, dafs, wie im Kriege unzählige Opfer erforderlich sind, um einen Sieg zu erringen, so auch eine jede Kolonisierung solche im Kampfe mit der Natur erheischt hat. Wer diesen Kampf und den Einsatz seines Lebens scheut, der bleibe lieber in der alten Heimat, der ist als Ansiedler in Deutsch-Ostafrika nicht zu ge- brauchen. Wer aber allen Ernstes diesen Kampf aufnehmen will, den unterstütze man mit allen Kräften, damit die Zahl der Opfer gering ist, welche der Einzug der Kultur verlangt. Nicht nur die Deutschen in Südbrasilien, sondern auch die ersten Generationen in Nord- amerika haben heifs ringen müssen, ehe sie festen Fufs fafsten. Viele gingen elend zugrunde, aber die Überlebenden und die Nach- folgenden, die Kolonie, ernteten den Lohn. So und nicht anders wird sich auch die Siedlungsgeschichte in den Bergen Deutsch-Ost- afrikas gestalten! Es ist mit Freuden zu begrüfsen, dafs die letzte Vorstandösitzung der Deutsehen Kolonialgesellschaft zu Hannover — 16 — fast einstimmig eine erste Rate von 10 000 Mark bewilligt hat zur Förderung der Ansiedlung in Deutsch-Ostafrika. Freilich darüber müssen wir uns von vornherein klar sein, dafs die Anzahl derer, welche daselbst ein neues Heim gründen können, nur beschränkt sein wird; von einer Massenauswanderung nach dort wird niemals die Rede sein, aber die Niederlassungen, welche begründet werden und sich durchringen, werden der Kolonie von unschätzbarem Werte sein. Im übrigen gilt es in Deutsch-Ostafrika, die Eingeborenen- kultur zu heben und zwar mit allen Mitteln, welche es dafür gibt. Zum Glück sind diese Mittel dasell)st bereits in ausgedehntestem ■ Mafse herangezogen, so dafs die Einrichtungen und Bestimmungen, welche getroffen wurden, unseren anderen Kolonien geradezu als Muster und Ansporn dienen können. Man hat auch in Deutsch- Ostafrika mit den dazu erforderlichen Geldmitteln nicht gekargt, wie in den anderen Kolonien, denen noch vieles fehlt. In Togo und Samoa fehlt es auch heute noch an den so nötigen Versuchssärten, welche die Kulturen probieren, sowie Samen und Pflanzen abgeben; in Kamerun ist seit dem Fortgang von Professor Preufs das landwirtschaftliche und botanische Ver- suchswesen arg in Rückstand gekommen. So lange sich die Re- gierung nicht entschliefst, ebenso wie in Deutsch-Ostafrika auch in den anderen Kolonien diese unentbehrlichen Hilfsmittel zur Hebung der Pflanzungen und Einführung derEingeborenenkulturen in reichstem Mafse einzustellen, darf man sich nicht wundern, dafs es nur lang- sam vorwärts geht. Sind es doch gerade die wissenschaftlichen Institute und landwirtschaftlichen Versuchsstationen gewesen, welche unsere heimische Landwirtschaft zu früher nie geahntem Aufschwung gebracht haben! Sind nicht die Vereinigten Staaten Nordamerikas geradezu übersät mit aufs reichste ausgerüsteten und hoch dotierten land wirtschaftlichen Versuchs- und üntersuchungsanstalten, denen dieses Land nicht zum mindesten den grofsen landwirtschaftlichen Erfolg zu verdanken hat?! Setzen nicht Indien, Java, Trinidad usw. alles daran, ihre troy)ische Agrikultur durch die Wissenschaft zu stützen! Und dabei meint man, dafs Togo, Kamerun, Samoa usw. die ge- nannten Einrichtungen entbehren können! Das bedeutet eine arge Verkennung und, fast möchte ich sagen, eine Mifsachtung der Wissenschaft und ihrer heutigen Bedeuiung. Es ist nicht daran zu zweifeln, dafs derartige Einrichtungen zur Zeit in unseren Kolonien noch notwendiger sind als bei uns in der Heimat, um sicher und flott vorwärts zu kommen. In der Förderung der Eingeboreiieilkllltliren, der man sich in allen Kolonien jetzt hingibt, möchte ich zur Ergänzung der früheren — 17 — Darlegungen und mit besonderem Bezug auf die modernen Humanitäts- bestrebungen noch warnen, nicht über das Ziel hiuauszuschiefsen. Zum wirklichen Landbau idt der Eingeborene nur dort zu erziehen, wo die natürlichen Verhältnisse ihm keine unüberwindlichen Hinder- nisse entgegenstellen, und wo nicht grölsere Kapitalien für Anlagen erforderlich sind. In den mächtigen Urwäldern Kameruns und ebenso Neuguineas wird man wohl den Eingeborenen zum Einsammeln und Ernten wildwachsender Produkte anhalten können, so weit er es nicht bereits tut, aber schwerlich vermag man ihn dort von heute auf morgen zum selbständigen Pflanzer umzumodeln. Ein solcher zu werden, dafür ist für ihn eine Lehrzeit als Arbeiter auf den grofsen Pflanzungen die beste Schule. Dort lernt er die Geräte gebrauchen, den Urwald zu brennen, den niedergebrannten zu säubern, den Samen auszulegen, die Saatbeete zu pflegen und die ßäumchen au-zupOanzen. So wohnt den Pflanzungen nicht nur das Bestreben inne. die Arbeiter zu nutzen, sondern mit der Erziehung der- selben zur Arbeit, die für jeden Christen ein Gottesgebot ist, sowie zur Landwirtschaft erfüllen die Pflanzer gleich- zeitig eine unverkennbare Kulturmission. Das setzt natürlich voraus, dafs die Pflanzungen richtig geleitet werden, und dafs der ßeamtenstand seinen vielen und hohen Pflichten gewachsen ist. Ich habe mich bereits an einem andern Orte, in der „Deutschen Kolonialzeitung", Jahrgang I9ü2, Nr. 7, „über die Arbeiter- und Be- amtenfrage in unseren Kolonien" ausgesprochen und möchte darauf hier nicht zurückkommen; nur das Eine will ich hier noch betonen, dafs, wenn auch vieles, sehr vieles im Beamtenstande der Pflanzungen besser geworden, er gleichwohl auch heute noch sehr verbesserungsbedürftig ist, und zwar nicht nur in Rücksicht auf die Erfüllung seiner humanen Pflichten, sondern besonders auch auf seine beruflichen Fähigkeiten. Als vor 6 Jahren die Kolonialschule in Witzenhauseu gegründet war, und ich über dieselbe in Berlin einen Vortrag gehalten hatte, warf mir ein bekannter Pflanzungsvorstaud ein: „Wir haben keine Kolonialschüler nötig; was uns not tut, sind Charaktere." Ich er- widerte darauf: „Solche wollen wir gerade in Witzenhausen heran- ziehen und erproben, aber dazu sollen sie auch tüchtige Fach- kenntnisse mitbringen und durch solche auf ihren Beruf sowie auf ihre Pflichten gründlich vorbereitet sein, soweit das in Europa zu ermöglichen ist." Die Anfechtungengegen Wiizeuhausen sind jetzt verstummt, seitdem bereits über 100 Schüler in unsei'en Kolonien oder sonst im Auslande tätig sind, Sie haben sich im allgemeinen gut und viele vorzüglich bewährt Insbesondere hat ihnen auch der Gouverneur von Deutsch-Ostalrika, Graf v. Götzen, vollste An- Tropeopflanzer 1905, Heft 1. 2 — 18 — erkennung gespendet; er bevorzugt sie bei Anstellungeu. Was uns not tut, ist, dafs recht viele Jünglinge die Schule in Witzenhausen durchmachen; sie hat sich bewährt, und tüchtig vorgebildete Pflanzer sind die Grundbedingung und Garantie für eine schnelle Entwick- lung der Pflanzungen sowie für eine humane Arbeiterbehandlung. Denn das ist uns nachgerade zum vollsten Bewufätsein gekommen und ist durch Hunderte von Beispielen erhärtet, dafs draufsen alle Entwicklung und jeder Fortschritt von der Personenfrage abhängig ist. Selbst die schönste Pflanzung mifsrät, wenn unfähige und ge- wissenlose Männer sie verwalten. Nicht eine sondern viele Millionen sind in Kamerun, Deutsch-Ostafrika, Neu- Guinea und Samoa durch unfähige und ungeschickte Pflanzer und Beamte unnütz vergeudet worden. Dafür liefern meine Reiseberichte sogar in Abbildungen die schlagendsten Beweise! Hätten wir von diesen Summen vor 10 oder 15 Jahren nur 100 000 Mk. verwandt, um junge, tüchtige Leute in tropischen Musterkolonien auszubilden und sie dann in unseren eigenen wirken zu lassen, so wäre viel Geld gespart. Ich spreche dieses nicht post factum, sondern bereits 1896 wies ich in meiner Broschüre über Kamerun nachdrücklichst darauf hin. Es heifst da unter anderm: „Ohne Zweifel fehlt es zur Zeit noch in Deutschland an einer genügenden Anzahl junger gesetzter Männer, welche Erfahrungen in der tropischen Landwirtschaft aufweisen können. Es macht Schwierigkeiten, tüchtige Plantagenleiter, sowie sonstige Beamte für die Plantagen zu finden. Weder unser Unterrichtswesen, noch die Verhältnisse der Deutschen in anderen Kolonien haben hier vorbereitend wirken können. Es ist also erforderlich, Mafsnahraen zu treflen, um europäische Kräfte für Plantagenbau zu gewinnen. Ein geringer Teil ist vielleicht aus englischen oder holländischen Kolonien zu beziehen, die Hauptsache wird jedoch bleiben, Deutsche anzustellen. Wenn ihre koloniale Erfahrung und Ausbildung anfangs noch zu wünschen übrig lassen, so werden wir doch mit der Zeit in den eigenen Landsleuten die beste Stütze finden. Um jedoch die jungen Männer für diesen Beruf vorzubereiten und zu unterstützen, empfiehlt es sich, tüchtige Kräfte auszusuchen und sie durch Entsendung nach Trinidad, St. Thom^, Java oder anderen Musterstätten der tropischen Agrikultur die Verhältnisse einsehen zu lassen, sowie in Viktoria im botanischen Versuchs- garten durch Vorträge und Arbeiten zu schulen. Privatstipendien sowie staatliche Hilfe sind hier augebracht. Und so wie einst unsere Industrie in ihren Anfängen kräftig gerade dadurch gefördert wurde, dafs man junge Leute zum Lernen nach England entsandte und sie dann daheim anstellte, so mufs man jetzt in gleicher — 19 — Weise verfahren, um unsere tropische Landwirtschaft zu för- dern." Auch heute noch liegt das Geschick und der Erfolg unserer Pflanzungen, nachdem sie auf gesunder Grund- lage zu arbeiten begonnen haben, ausschliefslich in einem tüchtigen Beamtenstande. Ihn zu schaffen, mufs unsere vor- nehmste Sorge sein! Und daher hielt ich es für meine Pflicht, auch an dieser Stelle auf Witzenhausen, an dessen Begründung und Ausbau ich mitgearbeitet habe, zu ver- weisen. — Die Neujahrsgedanken, welche ich hier vorgeführt, haben sich länger und vielleicht auch härter ausgesponnen, als es in meiner Absicht lag. Aber ich hoffe, der gütige Leser wird es mir zu gute halten, dafs ich seit meiner ersten Afrikareise 1888 kolonial wdrke und fühle, und wird es mir auch hoffentlich nicht verübeln, wenn ich in das Sachliche auch Persönliches eingeflochten habe; denn beides ist hier innig verwachsen. -^ So nehmen wir dennAbschied vom alten Jahre, betrübten Herzens einerseits über das Unglück, welches es uns in Südwestafrika ge- bracht hat und voll Sorge, wie sich Germanias schwer danieder- liegende Tochter erholen wird, und doch auch anderseits wieder mit dem frohen Bewufstsein, dafs unsere Arbeit in den anderen Kolonien eine erfreuliche war. Daraus wollen wir Mut und Zuver- sicht für das neue Jahr schöpfen! übersieht über die Tätigkeit des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees 1903/1904. In Verbindung mit dem Auswärtigen Amt, Kolonial-Abteilung, und mit der Deutschen Kolonialgesellschaft wirkt das Kolonial- Wirtschaftliche Komitee durch wirtschaftliche Unternehmungen zur Nutzbarmachung unserer Kolonien und überseeischen Interessen- gebiete für die heimische Volkswirtschaft. Seine Tätigkeit im Berichtsjahre erstreckte sich auf: 1. Schaffung von national-wichtigen Rohstoffen und Produkten; 2. Förderung des Absatzes deutscher Industrieerzeugnisse; 3. Vorabeiten für deutsche Siedlung; 4. Vorarbeiten für öffentliche Transportmittel; : 5. Allgemeine Arbeiten im Interesse der Kolonien. 2* — 20 — 1. Schaffung von national -wi(btisen Rohstoffen und Produkten. Baumwolle bezieht Deutschland jährlich im Werte von etwa 350 Milliouen Mark vom Auslande. Die Vergewaltigunj; des Baumwollmarktes durch amerikanische Spekulanten und die dadurch drohende volkswirtschaftliche und soziale Gefahr veranlafste deu Baumwollkulturkampf, in welchem Deutschland bahnbrechend und für die kolonialen Industriestaaten vorbildlich gewirkt hat. Vorbereitende Studien der Kultur und Erntebereitung in Amerika und Ägypten wurden ausgeführt durch die amerikanischen Baumwoll-Inspektoren Becker und Holzmann und den Botaniker am Biologisch-Landwirtschaftlichen Institut in Amani, Professor Dr. Zimmermann: in Klein-Asien durch Dr. Endlich zur Schaffung von Unterlagen für deutsche Baumwoll- bau-Gesellschaften. Das bisherige Ergebnis der deutsch-kolonialen Baumwollunter- nehmun;-'eu ist: die Produktion von l'/v Millionen Pfund markt- fähiger Baumwolle in Togo und Deutsch-Ostafrika in guter amerikanischer und ägyptischer Qualität und die Sicherstellung einer weiteren Ausbreitung der Baurawollvolkskultur und Plantagen- kultur durch eine stäniiige Organisation, umfassend Baumwoll- Inspektionen, Baumwoll-Schulen, Versuchsplantagen, Ginstationen und Aufkaufmärkte. Durch Mafsnahmen zur Verbesserung der maschinellen Ernte- bereitung wurde auch die Gewinnung von Faserstoffen aus Sisal- agaven und Bastbananen gefördert. Kautschuk und Guttapercha bezieht Deutschland jährlich im Werte von etwa 70 Millionen Mark vom Auslande. Die Verteuerung der Rohstoffe Kautschuk und Guttapercha — eine Folge des Raubbaues der Eingeborenen und des enorm ge- steigerten Bedarfs der elektrotechnischen und Kabeliudustrien — veranlafste die Kautschuk- und Guttapenhaexpeditionen nach West- afrika und Neu-Guinea. Vorbereitende Studien wurden ausgeführt in Zentral- und Südamerika, in Niederländisch-Indien, im Kongostaat und Lagos, Neu-Caledouien und in Süd-Angola durch Botaniker H. Baum, den Leiter des i^otanischen Gartens in Viktoria- Kamerun, Prof. Dr. Preufs, Kamerun, und Botaniker Dr. Schlechter. Die Ergebnisse der Kautschuk- und Guttaperchaunteruelimungen 1900/02 sind die Einführung der Kautschukplautagenkultur in West- und Ostafrika und in den Sü-iseekolonien und die Entdeckung der wildwachsenden GuttaperchapÜanze Palaquium — 21 — Supfianum in Neu-Guinea. In dieser Kolonie wird nunmehr ein auf Jahre berechnetes Unternehmen ins Werk gesetzt, welches durch etappenförmig vorgeschobene Guttapercha- und Kautschuk" Stationen allmähliche Heranziehung der Eingeborenen-Bevölkerung zur Gewinnung dieser Produkte bezweckt. Die Leitung des Unter- nehmens ist wiederum dem Botaniker Dr. Schlechter übertragen, dem der durch langjährigen Aufenthalt im Schutzgebiet mit den Verhältnissen vertraute Dammköhler beigegeben wird. Die Aus- reise der Expedition findet im Frühjahr 1905 statt. Tropische Nahrungs- und Genufsmittel bezieht Deutsch- land jährlich im Werte von etwa f'OO Millionen Mark vom Auslande. Der fortgesetzt steigende Bedarf Deutschlands an diesen tro- pischen Produkten veranlafste die Studienreisen nach West- und Ostindien, nach Zentral- und Südamerika, nach Lagos und der Goldküste, nach Samoa und Algerien durch Chemiker Bernegau, Bezirksamtmann Dr. Grüner, Professor Dr. Preufs, Dr. Schlechter, Geheimen Regierungsrat Dr. Stuhlmann, Deutsch-Ostafrika, und Geheimen Regierungsrat Professor Dr. Wohl t- mann in den Jahren 181)9/ I1J03 mit dem Ergebnis der Einführung neuer nutzbringender Kulturen und Spielarten und einer ver- besserten Technik der Erntebereitung in den deutschen Kolonien. Die Anbauversuche der verschiedenartigen, teils langfristigen Kulturen liefern fortgesetzt neue Ergebnisse; festgestellt ist u. a. die Erhöhung des Ertrages und Verbesserung der Qualität des Kamerunkakaos. Die Plantagen- und Eingeborenenkultur von Kakao mit etwa 4 Millionen Pflanzen läfst erwarten, dafs der Bedarf Deutschlands, welches heute mit einem Verbrauch von etwa jährlich 30 Millionen Mark an der Spitze der Konsumländer steht, in ab- sehbarer Zeit zu einem beträchtlichen Teile aus den eigenen Kolonien gedeckt werden wird. Kola ist nach den Berichten der Westafrikanischen Pflanzungsgesellschaft „Victoria" aus Saatgut bester Goldküsten - Varietät vorzüglich aufgegangen, ein erster Versuch ist mit 8000 Pflanzen gemacht. Mit Rücksicht auf die Be- deutung der Kolanufs auch für den innerafrikanischen Handel soll die Kolakultur nunmehr in grofsem Mafsstabe aufgenommen werden. Tropische Nutzhölzer bezieht Deutschland jährlich im Werte von etwa 8 Millionen Mark vom Auslande. Feststellungen von Nutzholzbeständen erfolgten gelegentlich der Studienreisen nach den west- und ostafrikanischen Ko- lonien und der Südsee durch Dr. W. Busse und Dr. Schlechter. Die Ausfuhr von Nutzhölzern ist in der Hauptsache eine Trans- portfrage, abhängig insbesondere von dem Bau kolonialer Eisen- bahnen. — 22 — Gerbstoffe bezieht Deutschland jährlich im Werte von etwa 20 Millionen Mark vom Auslande. Ihrer ßeschaflung aus den Kolonien wird seitens der Industrie und der Fachinstitute eine be- sondere Bedeutung beigelegt. Vorbereitende Studien wurden durch die ostafrikanische Expedition des Dr. Walter Busse aus- geführt. Kleinere Mengen von Gerbstoffen aus West- und Ost- afrika werden heute in Deutschland verarbeitet. Wachs führt Deutschland jährlich im Werte von etwa 7 Mil- lionen Mark vom Auslande ein. Deutsch-Ostafrika hat 1903 für 140000 Mark Wachs aus- geführt. Das Komitee lieferte Ausrüstungen zur Bienenzucht. Die Regierung liefs den Eingeborenen entsprechende Belehrung zuteil werden. Der Export nimmt stetig zu. Ölprodukte bezieht Deutschland jährlich im Werte von etwa 200 Millionen Mark vom Auslande. Die grofse Aufnahmefähigkeit Deutschlands an ölprodukte n und deren verlustreiche Bereituugsweise durch die Eingeborenen ver- anlafste die Erfindung von deutschen Ölfruchtbereitungsmaschinen und ihre Einführung in den Ölfrüchte produzierenden deutschen Kolonien. Eine Maschinenanlage des Komitees für Palmfruchtbereitung ist seit Mai 1904 in Togo in Betrieb, eine zweite wird in Kamerun eingerichtet. Das Ergebnis ist die Aufnahme der maschinellen Ölfrucht- bereitung in West- und Ostafrika und der Südsee und eine dadurch herbeigeführte rationellere Erntebereitung und erhöhte Öl- ausbeute. 2. Förderung des Absatzes deutscher Industrieerzeugnisse. An der Einfuhr von Industrieerzeugnissen nach den deutschen Kolonien — jährlich etwa 60 Millionen Mark — ist Deutschland mit 50 pCt. beteiligt. Zur Hebung der Kaufkraft der Bevölkerung in den Kolonien hat das Komitee beigetragen durch die Einführung neuer und Ausbreitung vorhandener Eingeborenen- und Plantagenkulturen sowie durch Vorarbeiten für öffentliche Transportmittel und Siedlung. Teils aus eigener Initiative, teils auf Grund von Preisaus- schreiben und Modellen des Komitees befafst sich neuerdings die deutsche Industrie mit der Konstruktion und Herstellung tropisch-landwirtschaftlicher Maschinen, wie Baumwollgins — 23 — und Pressen, Maschinen für Hanfentfaserungen, Palmölbereitung und Entkernung, Erduufs und Batatenschälmaschioen, Maniokraspeln, Geräten zur Kautschukgewinnung, leichten Pflügen usw. 3. Vorarbeiten für deutsche Siedlung. Die Auswanderung Deutschlands betrug in den Jahren 1871: 76 221, 1881: 220 902, 1891: 120 089, 1900: 22 309, 1901: 22 073, 1902: 32 098, 1903: 36 310. Zur Vorbereitung einer Übersiedlung nach den deut- schen Kolonien, soweit solche klimatisch geeignet sind, hat das Komitee beigetragen in Deutsch-Südwestafrika durch die unter Leitung des Ingenieurs Alexander Kuhn ausgeführte „Fischflufs- Expedition" und durch die Ausrüstung von ßohrkolonnen mit dem Ergebnis der Fertigstellung von Projekten für Stauanlagen in der Löwenflufs-Naute, Arochas-Bethanien, Osis und Gibeon und För- derung der Anlage von Farmerdämmen sowie der Schafliing von etwa 40 öifentlichen und privaten Brunnen für Tränkzwecke, — in Deutsch-Ostafrika durch eine zur Zeit im Gange befindliche Erkundung der Konde- und Ühehe-Hochländer durch den Landwirt John Booth, Songea. 4. Vorarbeiten für öffentliche Transportmittel. Vorbedingung für die Hebung von Ausfuhr und Einfuhr der Kolonien ist die Schaffung billiger und leistungsfähiger Transportmittel. Die Vorarbeiten des Komitees erstrecken sich auf öffentliche Transportmittel aller Art, auf Spirituserzeugung für gewerbliche und Transportzwecke sowie auf Bekämpfung von Tier- krankheiten im Interesse der Zugviehfrage. Vorbereitende Studien im Interesse der Togo -Innenland- Bahn wurden ausgeführt in den Eisenbahngebieten von Lagos und Dahomey durch Ingenieur Preifs, Direktor Hupfeld und Kaufmann Paul. Im Jahre 1902 wurde dann die technische und wirtschaftliche Trassierung der Togo-lnnenland-Bahn (Lome — Palime) durchgeführt. Im Juli 1904 hat der Reichstag den Bau dieser Eisenbahn be- willigt. Die Ausführung ist der Firma Lenz & Co., G. m. b. H., in Berlin übertragen. Die am Anfangs- und Endpunkte der Bahn gleichzeitig begonnenen Erdarbeiten schreiten rüstig vorwärts. Die wirtschaftliche Erkundung der Interessengebiete einer ost- afrikanischen Südbahn wird zur Zeit durch den Kaufman Paul Fuchs, Kilwa, und den Landwirt John Booth, Songea. aus- — 24 — geführt. Sie erstreckt sich auf das Land zwischen Kilwa und dem Nyassasee, das Uhehe- Hochland und auf die zentralafrikanischen Seengebiete. Bezijglich einer wirtschaftlichen Erkundung der Interessengebiete einer nordwestlichen Kamerun-Bahn durch Alfred Kaiser sind Verhandlungen eingeleitet. Vorarbeiten zur Beschaffung eines Tropen-Automobils sind im Gange. Zur Bekämpfung der Surrakrankheit sind Iramunisierungs- stationen in Songea am Nyassasee und in Sokodö in Togo errichtet. Versuche zur l)ekämpfung der Pferdesterbe in Südwest- afrika hat Stabsarzt Dr. Kuhn übernommen. 5. Allgemeine Arbeiten im Interesse der Kolonien. Zur Ergänzung und Förderung seiner Unternehmungen in den Kolonien betreibt das Komitee: Wissenschaftliche und fabrikatorische Untersuchungen von Rohstoffen und Produkten — Beschaffung und Verteilung von Saatgut und Pflänzlingen — pflanzenpathologische Untersuchungen an Ort and Stelle in den Kolonien, wie die jetzt im Gange befindliche Expedition des Pflanzenpathologen Dr. Walther Busse nach Westafrika, die mit der Bekämpfung der in Kamerun und Togo auftretenden Kakao-, Kautschuk-, Kokos- und Baumwollschädlinge betraut ist, — einen Stellennachweis in den Kolonien — die Gewährung von kolonialen Stipendien — die Beteiligung an Ausstellungen in Daressalam 1904, Palime 1906 und der Weltausstellung in St. Louis 1904. Das Komitee wirkt ferner mit an der Reichsstatistik des Arbeitsmarktes in den Kolonien, an der Errichtung deutscher Kolonialbanken, einer Reichs- Handelsstelle, einer landwirtschaftlichen Reichsstelle. Veröffentlichungen gibt das Komitee heraus: das Organ des Komitees „Tropenpflanzer" mit wissenschaftlichen und praktischen Beiheften (8. Jahrgang) — „Kolonial-Handels-Adrefsbuch" (8. Jahr- gang) — „Die Kautschukpflanzen und ihre Kultur" — „Expedition nach Zentral- und Südamerika" — „Kunene— Sambesi-Expedition" — „Fischflufri-Expedition" — „Samoa-Erkundung" — ^Zur Baumwoll- frage, Berlin 1900" — „Baumwoll Expedition nach Togo, BerichtlDOl" — „Deutsch-koloniale BaumwoUunteruehmungen 1902 OH, IL Bericht" — „Deutsch-koloniale BaumwoUunteruehmungen 1903/(J4. Hl. Bericht" — „Herlistbericht 1904,IV. Bericht" — „Anleitung für die Baumwoll- kultur" und „Die wirtschaftliche Bedeutung der Baumwollfrage aul dem Weltmarkte." — 25 — Reisebericht der pllanzenpatliologischen Expedition des Kolonial- VVirtschafllichen Komitees nach Westafrika. Von Dr. W. Busse. Dem Kolonial-Wirtschaftlichen Komitee beehre ich mich, über den bisherigen Verlauf meiner Reise und die Ergebnisse meiner Arbeiten nachstehend in Kürze Bericht zu erstatten. Am 28. August abends lief die „Eleonore Woermann" in den Hafen von Victoria ein. Während der Reise war nur in Las Palmas ein längerer Aufenthalt gemacht worden, der es gestattete, an Land zu gehen. Die ausgedehnten ßananenkulturen in unmittel- barer Nähe der Stadt, wie die Vegetationsverhältnisse überhaupt, bieten dem Botaniker viel Interessantes; doch liegen bereits so viele eingehende Berichte darüber vor, dafs ich es für überflüssig halte, hier noch einmal darauf zurückzukommen. Dank dem aufserordentlichen Entgegenkommen des Kaiser- lichen Gouvernements von Kamerun war mir im sogenannten alten Direktorhause des Botanischen Gartens in Victoria eine Wohnung von zwei Zimmern bereit gehalten worden, in der ich mich, sobald ich mein sämtliches Gepäck erhalten hatte, zum Wohnen und Ar- beiten einrichten konnte. Die Nebenräume des Hauses boten mir aufserdem reichlich Platz zum Präparieren und Aufbewahren meiner Sammlungen. Nachdem ich mich vollständig eingerichtet hatte, ritt ich am 3. September nach Buea, um dem stellvertretenden Kaiserlichen Gouverneur Herrn Bbermaier meine Aufwartung zu machen. Bis zum anderen Tage verweilte ich, auf das liebens- würdigste aufgenommen, als Gast des Herrn Gouverneurs in Buea, wo ich auch eine regenfreie Stunde zur Besichtigung der kleinen Versuchspflanzungen (Cinckona, Tee, Ficus elasHca usw.) benutzen konnte. In meinem Generalberichte werde ich auf diese Kultur- versuche in anderem Zusammenhange zurückkommen. Nach meiner Rückkehr konnte ich am 5. September meine speziellen Arbeiten in Victoria aufnehmen. Ich hielt es für das Zweckmäfsigöte, zunächst sämtliche in den Kakaobeständen des Bo- tanischen Gartens auftretende Krankheiten eingehend zu studieren, um danach erst mit der Besichtigung der Plantagen und der Unter- suchung des dort gewonnenen Materials zu beginnen. Am 20. und 22. September besuchte ich die Plantage Krieg- schiffhafen. Von dort zurückgekehrt, fand ich eine freundliche Einladung des Herrn Gouverneurs vor, als sein Gast an einer In- spektionsreise der Südstationen teilzunehmen. Da der Stand meiner — 26 — Arbeiten eine kurze Unterbrechung gestattete, nahm ich diese Km- ladung dankbar an. Diese Reise begann am 24. abends und führte uns nach Campo, Kribi, Edea und Duala. Am Vormittage des 1. Oktober langten wir wieder in Victoria an. Icli möchte nicht unterlassen, auch an dieser Stelle dem Herrn Gouverneur Eber- mai er meinen verbindlichsten Dank abzustatten, da mir durch jene, unter den denkbar angenehmsten Bedingungen ausgeführte Reise Gelegenheit gegeben war, einen grofsen Teil des Küstengebietes und dessen Vegetation kennen zu lernen, mannigfache Erfahrungen über die kulturellen Verhältnisse der bereisten Strecken zu sammeln und eine Reihe verschiedenartigster VersuchspHanzungen zu be- sichtigen. Nachdem ich in Victoria einige vorher begonnene Versuche zu Ende geführt und meine früheren Studien in mancher Richtung ergänzt hatte, begab ich mich am 5. Oktober morgens nach Moliwe, wo ich bis zum 7. zu tun hatte. Am 11. Oktober wurde die bei Victoria gelegene Plantage der „Westafrikanischen Pflanzungsgesellschaft Victoria" be- sucht, deren Bestände mir in pathologischer Beziehung nichts wesentlich Neues darboten. Am 14. d. Mts. fuhr ich mit der Jacht „Herzogin Elisabeth" nach Bibundi. Während des halbtägigen Aufenthaltes daselbst zeigte mir Herr Weiler einen Teil der Pflanzung, deren in ver- schiedener Richtung exzeptionelle Verhältnisse eine ausführlichere Besiciitigung als für mich sehr wertvoll erscheinen lassen. Herr Weiler hat mich freundlichst eingeladen, bei meiner Rückkehr im kommenden Frühjahr die dort begonnenen Studien zu ergänzen. Da ich die mir noch bleibende Zeit auf die Besichtigung von Idenau-Sanje und Oechelhausen verwenden mufste. verliefs ich Bibundi bereits am Abend desselben Tages, um mit Herrn Volley nach Idenau-Sanje zu fahren. Am 15. wurde diese Pflanzung eingehend besichtigt. Am 16. reiste ich über Debuudja und Isongo nach Oechel- hausen. Nennenswerte Aufenthalte konnten weder in Debundja noch in Isongo gemacht werden, da ich noch am Abend Oechel- hausen erreichen mufste. Ich gedenke jedoch bei meiner zweiten Bereisung des Gebietes auch diese Plantagen sowie die zwischen Isongo und Victoria gelegene, zu Bibundi gehörige Pflanzung Mokundange zu besuchen, nachdem die Herren Leiter dieser Unternehmungen mir in entgegenkommendster Weise jede Förderung meiner Studien zugesagt haben. Oechelhausen wurde am 17. besichtigt. Am Abend des 18. Oktober traf ich wieder in Victoria ein, von wo ich mich nach — 27 — einem vorläufigen Abschlufs meiner Untersuchungen am 26. an Bord des „Adolph Woermann" nach Lome einschiffte. Im folgenden gebe ich eine gedrängte Übersicht über die bis- herigen Ergebnisse meiner Studien, ohne dabei auf die allgemeinen und speziellen Verhältnisse der von mir besuchten Plantagen ein- zugehen. Der Generalbericht wird diese Fragen ausführlich zu be- handeln haben. Noch bleibt mir eine angenehme Pflicht zu erfüllen, nämlich dankbar der weitgehenden und bereitwilligen Förderung zu ge- denken, deren ich mich sowohl von selten der Dienststellen des Kaiserlichen Gouvernements wie auf allen von mir besuchten Plan- tagen jederzeit zu erfreuen hatte. Auch die liebenswürdige und gastliche Aufnahme, die ich überall gefunden, verpflichtet mich zu lebhaftem Danke. Von den in den Kakao-Plantagen Kameruns zur Zeit auf- tretenden Krankheiten pflanzlichen Ursprungs ist die Braun- fäule der Früchte als die verbreitetste und verhängnisvollste an- zusehen. Die Braunfäule (häufig auch als „Schwarzfleckigkeit" bezeichnet) kann nach meinen Untersuchungen durch zwei ver- schiedene Pilze hervorgerufen werden, die sich allerdings in sehr verschiedenem Mafse daran beteiligen. Als der eigentliche Erreger der Krankheit ist eine Phyto- phthora- Art anzusehen, die, nahe verwandt mit P. omnivora de By., sich durch eine erheblich geringere Zahl der Zoosporen von letzterer unterscheidet. Eine unter ganz ähnlichen äufseren Er- scheinungen verlaufende Fäule der Früchte wird durch ein Colle- totrichum erzeugt, einen Pilz, den zuerst Zimmermann"^) in Buitenzorg auf Coffea liberica fand und als C.incarnatum beschriel'. Später wurde der Pilz von Appel und Strunk^"^) auf Kakaofrüchten aus Victoria nachgewiesen und als C. theohromae neu beschrieben. Nach Untersuchung der verschiedensten Entwicklungsstadien bin ich zu der Überzeugung gelangt, dafs die drei genannten Forscher die gleiche Art vor sich gehabt haben, und werde mich daher des von Zimmermann zuerst gegebenen Namens bedienen. Colletotrichum, mcaimatum tritt im Verhältnis zu Phytophihora nur selten als Erreger der Braunfäule auf und spielt allem Anschein nach als primärer Parasit des Kakaos nur eine untergeordnete Rolle. *) Zentralbl. f. Bakteriol. II. Abt. VII. Bd. (1901), S. 143. *») Ebenda XL Bd. (1903). — 28 — Wie aus dem Gesagten hervorgeLt, sind also unter dem Begriff „Brannfäule" zwei verschiedene Pilzkranklieiten zu verstehen, die ich auch im folgenden gesondert behandeln werde. Die J^/ii/top/ith'ra-Fäu\e tritt an Früchten jeder Altersstufe auf. Sie beginnt mit der Bildung uuregelmafsig begrenzter hellbrauner Flecke, die an jeder Stelle der Frucht erscheinen können, aus be- stimmten Gründen jedoch meist zuerst an der Basis oder Spitze sich bilden. In verhältuismäf.sig kurzer Zeit wird die befallene Frucht über ihre ganze Oberfläche hell-schokoladenbraun verfärbt. Auf den weiter vorgeschrittenen braunen Flecken treten alsbald die Sporangien des Pilzes hervor, vereint zu anfangs weifsen, später hellgraugelb gefärbten Herden von wechselnder Ausdehnung. Mit blufsem Auge betrachtet, erscheinen die betreffenden Stellen der Fruchtoberfläche wie grobmehlig bestäubt, unter der Lupe nahmen sich die Sporangienmassen wie kristallinischer Frucht: ucker aus, wie man ihn auf Dörrobst, z. B. bei Backpflaumen, so oft be- obachtet. Ein höchst charaktei'istisches und untrügliches Bild. Der Pilz durchsetzt — unter gleichzeitiger Bräunung der be- troffenen Partien — die Fruchtschale, die Samenleisten und die Pulpa. Letztere wird anfangs glasig, später braun und trocken und verfilzt total; die V^eränderung der in der Pulpa enthaltenen Stoffe mufs tief eingreifend sein, da die Gärung des Kakaos bei Anwesenheit gröfserer Mengen von Phytophthora-Bohneu erheblich beeinflufst und verlangsamt wird. Diese Frage bedarf noch eingehenden Studiums. Sowohl von der Fruchtschale wie von den Samenleisten aus kann der Pilz in die Samen übertreten, die dann bei Bejiinn der Infektion feine nadelstichgleiche rostfarbige Flecke auf der hellvioletten Ober- fläche zeigen. Die Flecke nehmen an Gröfse zu, und die Nibs er- scheinen dann an den entsprechenden Stellen wie angeätzt. Der Keimling wird zerstört. Auch die Samenschale wird vom Pilz durchwuchert und bräunt sich schnell. Nicht alle Samen einer äufseriich ganz gebräunten Frucht werden infiziert. Werden die Bohnen in jugendlichem Alter von Phytopltthora befallen, so bilden sich die Nibs aus; man findet später im getrockneten Kakao die zusammengefallenen tauben Bohnen leicht heraus. Bisweilen, namentlich in sehr feuchten Gebieten, treten auf phytophthorakranken Früchten als sekundäre Ansiedler andere Pilze hinzu, so dafd eine gemischte Fäule das Endresultat ist. Begünstigt wird dieser Vorgang noch dadurch, dafs infolge der Phytoph;hora- Erkrankung die Benetzbarkeit der Fruchtschale erhöht wird. Berühren sich zwei Früchte, die demselben Blütenpolster ent- sprangen, so tritt in den meisten Fällen der Pilz von einer er- — 29 — kraükten Frucht auf die andere über. Die Verbreitung der Krank- heit an demselben Baume wird durch den Regen und ferner durch solche Insekten vermittelt, welche die Fruchtschalen anstechen, um sie anzusaugen oder ihre Eier darin abzulegen (s. u.). Wie ich in Victoria und Kriegschiff hafen feststellte, finden sich Fhi/tophthora-SpoTangien auch auf der Rinde der Kakaobäume, und es liefs sich unschwer beweisen, dafs sie auch von hier aus die Früchte iofizieren können. Für die Be- kämpfung der Krankheit ist dieser Umstand von Wichtigkeit. Besonders stark tritt die J hyfophf/iora-Fäxile in regenreichen Jahren auf, wie z. B. heuer. Seine Haupttätigkeit entfaltet der Pilz zur eigentlichen Regenzeit. Wie man in Bibundi be- obachtet hat, ist weniger die Regenmenge als die Qualität des Regens von Einflufs. Herr Weiler sa^^te mir, dafs dort zur Höbe der Regenperiode, während täglich schwere Platziegen niedergehen, weniger Braunfäule auftritt als vor und nachher. Nach meinen in den Regenwaldgebieten Westjavas und Ostafrikas gemachten umfangreichen Beobachtungen über die Bedingungen der Ansiedlung von Blatlflechten erscheint mir die Annahme vollkommen berechtigt, dafs durch die mechanische ^^ irkung wuchtiger Regengüsse die Ansiedlung der Pilzsporen auf den glattschal igen Früchten ver- hindert wird. Am meisten werden dabei diejenigen Flüchte be- günstigt, die am wenigsten durch über ihnen stehende Blätter ge- schützt sind. Gebiete mit undurchlässigem Hoden, Mulden mit mangelhaftem Abflufs werden — wie ich allenthalben beobachtete — von dem Pilze stärker heimgesucht als Örilichkeiten, an denen die Seebrise oder überhaupt Winde ungehinderten Zutitt haben. Nicht oder wenig beschnittene Bäume mit dichten Kronen und herabhängenden Asten zeigen im allgemeinen mehr braunfäulige Flüchte als solche mit lichten, gut durchlüfteten Kronen. Unter dem dichten Laubdach der ersteren herr?cht eben zur nassen Jahreszeit ständig eine mit Wasserdampf gesättigte Atmo- sphäre, die Pilzentwicklung aller Art fördert, indem sie — botanisch gesprochen — wie eine „feuchte Kammer" wirkt. Der Schaden ist stellenweise sehr beträchtlich; in Moliwe und Debundja z. B. wurde der Prozentsatz an braunfäuligen Früchten zuzeiten hU auf 75 % geschätzt. Der schädigende Einflufs der Krankheit auf das Erntegut wird in einem späteren Berichte zu besprechen sein. Auf die Frage der Bekämpfung der Kiankheit werde ich heute ebenfalls noch nicht eingehen, da ich die beabsichtigten Ver- suche erst bei meinem zweiten Aufenthalt in Kamerun beginnen — 30 — werde. Nur ein Punkt sei hier kurz erwähnt. In der Art der Behandlung der entleerten Schalen phytophthoi'akranker Früchte tritt auf mehreren Pflanzungen eine Sorglosigkeit zutage, die ich nicht zu teilen vermag. Die Schalen bleiben dort entweder an den Stellen der Pflanzung, wohin man die Früchte zusammengetragen, um sie aufzuschlagen, in Haufen geschichtet, ofl'en liegen, bis sie verrotten, oder die Haufen werden nur oberflächlich mit einer dünnen Erdschicht beworfen und bleiben sich dann selbst überlassen, bis sie als Düngemittel in der Plantage verwendet werden. Natür- lich kann die leichte Erdbedeckung bei der geringsten Unachtsam- keit eines Arbeiters an irgendeiner Stelle abgeschürft und die Schalen können freigelegt werden. Solange nicht einwandfrei erwiesen ist, dafs der Pilz beim Verrotten der kranken Schalen in kürzester Zeit zu- grunde geht, halte ich es unbedingt für ratsam, die sämt- lichen Reste der braunfäuligen Früchte derart unschäd- lich zu machen, dafs sie nicht zur Quelle neuer Infektionen werden können. Vergraben in genügend tiefe Gruben und Bedecken mit einer gehörigen Erdschicht würde wahrscheinlich den Zweck erfüllen; doch ist dieses Verfahren in gröfseren Pflanzungen schon aus dem Grunde nicht anzuwenden, weil es zuviel Arbeitskräfte absorbiert. Man müfste also daran denken, die kranken Schalen zu vergiften. Wenn in Kamerun ungelöschter Kalk zu haben wäre, so würde ich dieses Mittel an erster Stelle empfehlen, weil es den Vorteil mit sich bringt, bei der späteren Verwendung der Schalen als Dünger den kalkarmen Boden zu verbessern. Kohlensaurer Kalk, wie er auf einigen Pflanzungen den Schalen bei der Kompostberei- tung beigemengt wird, dürfte den Pilz kaum in nennenswerter Weise nachteilig beeinflussen. Vielleicht lassen sich billige Rohkresole für den vorliegenden Zweck mit Erfolg verwenden. Ich werde später auf diese Frage zurückkommen. Einstweilen habe ich im Botanischen Garten zu Victoria an geeigneter Stelle einige Haufen braunfäuliger Schalen in der oben angegebenen Weise mit Erde bedecken lassen, um sie später in gewissen Zeitabständen zu öffnen und den Zustand des Phytophthora- Materials zu untersuchen. Zum Schlüsse sei noch erwähnt, dafs sich in Moliwe einige — ihrer Abstammung nach nicht näher detinierbare Kakaobastarde als völlig immun gegen die Phytophthora erwiesen haben. Vielleicht werden sich aus dieser jedenfalls sehr interessanten Tatsache für die Zukunft praktische Konsequenzen ziehen lassen. — 31 — Gegen Mitte September habe ich im Botanischen Garten 20 Früchte von verschiedenstem Alter und verschiedener Stellung am Baum, verteilt auf fünf verschiedene Kakaoformen bezw. Varie- täten, mit Phytophthora geimpft, ohne in der Wirkung einen Unter- schied zu erkennen. Die Impfung wurde in der Weise ausgeführt, dafs die völlig gesunden und unverletzten Früchte mit einer wässerigen Aufschwemmung von frischem Sporenmaterial bepinselt wurden. Von 20 so behandelten Früchten erkrankten neun; wahr- scheinlich würde der Prozentsatz sich erhöht haben, wenn die Witterung damals nicht einige Tage hindurch ausnahmsweise trocken und sonnig, also für den vorliegenden Zweck ungünstig gewesen wäre. Wie ich im Anschlufs daran bemerken will, wurden gleichzeitig 16, auf drei Bäume verteilte Früchte in gleicher Weise mit Colle- totrichum incarnatu'm geimpft: der Erfolg war nur eine einzige Er- krankung. Damit war jedoch bewiesen, dafs auch dieser Pilz als obligater Parasit der Kakaofrucht in Betracht kommt. Die Colletotrichum-Fäule stellt sich zu Beginn der Erkrankung ebenso dar, wie die Phi/tophthora-Krarikheit in demselben Stadium. Später erscheinen die braunen Flecke meist dunkler als bei der anderen Fäule und glänzend, während die von Phytophthora ver- färbten Stellen fast immer matt erscheinen. Dies charakteristische Unterscheidungsmerkmal liegt jedoch in der Fruktifikation. Colletotri- chum bildet kleine runde, scharf abgegrenzte, anfangs punktförmige, später Stecknadelkopfgröfse erreichende fleischfarbene Kolonien, die meist dichtgedrängt nebeneinander stehen. Colletotrichum scheint vorwiegend jüngere Früchte zu befallen; der Pilz dringt bis in die Samenschale ein und verhindert das Reifen der betroffenen Bohnen. Weitverbreitet auf pilzkranken und von Insekten angestochenen oder durch andere Ursachen verletzten Früchten ist ein Pilz, den Appel und Strunk als Fusarium theobromae unlängst beschrieben haben*) Da die Genannten nur konserviertes Material zur Ver- fügung hatten, waren sie nicht in der Lage, zu entscheiden, ob dieser Pilz ein echter Parasit oder ein sekundärer Ansiedler sei. Um diese Frage zu klären, habe ich 15, auf vier verschiedene Bäume verteilte Früchte in der oben angegebenen W^eise geimpft. Dabei wurden auch Früchte behandelt, die mehr oder weniger zahl- reiche Pusteln, herrührend von den Stichen einer Fliege, aufwiesen. Alsbald bedeckten sich diese Pusteln mit einem weifsen Flaum von Fusarium, ohne dafs eine Fäulnis der Fruchtschale eingetreten wäre. Ich habe die betreffenden Früchte über einen Monat — während *j a. a. (). — 32 — einer zum Teil selir regenreichen Zeit — nn den Bäumen belassen, ohne eine Veränderung wahrzunehmen. Die unverletzten Früchte zeigten nicht die geringste Einwirkung der Impfung. Einstweilen mufs ich daher die fragliche Fusarium-kvi für einen „Gelegenheits- parasiten" ansehen, dem eine besondere pathologische Bedeutung kaum zuzuerkennen ist. Nächst der Braunfäule ist es eine Pilzkrankheit der Kakao - Wurzel, die auf einigen Pflanzungen in besorgniserregendem Mafse auftritt. Allerdings haben viele der bisher unter dem GesaratbegriflF „Wurzelpilz" verstandenen Erscheinungen bei näherem Zusehen sich als harmlos erwiesen, indem die eigentliche Ursache des Ab- sterbens der Bäume in verschiedenartigen äufseren Faktoren zu finden war, die auf dem Wurzelsystem angesiedelten Pilze jedoch erst sekundär aufgetreten sein konnten. Ich übergehe die Be- schreibung dieser Kategorie von Erkrankungen, deren Erklärung in jedem Falle durch Ausheben der Bäume und Untersuchung an Ort und Stelle gewonnen würde, und will nur dem „Wurzelpilz" par excellence einige Sätze widmen. Es handelt sich hier um einen zu den Hymenomyceten gehörigen Pilz, dessen nähere Bestimmung aus Mangel an reifen Fruchtköi-pern bisher noch nicht möglich war. Die Infektion beginnt entweder an der Pfahlwurzel selbst oder an Seitenwurzeln und wird dann auf die Pfahlwurzel übergeleitet. Das Charakteristische der Er- krankung besteht darin, dafs der Wurzelkörper durch vom Mark ausgehende, radial verlaufende Pilzwucherungen zerklüftet wird. Von der Pfahlwurzel aus geht der Pilz in den Stamm über, der dann bis in wechselnde Höhe dieselbe Zerklüftung erleidet. Der Anzahl der Pilzwucherungen entsprechend, machen sich Längsrisse in der Rinde bemerkbar, aus denen der Pilz in Gestalt gelbbrauner, dünnlederiger Lamellen hervortritt. Diesell)en Lamellen finden sich auch unter der Erde an den erkrankten Wurzeln. Die Krankheit wird erst wahrnehmbar, wenn sie schon ziemlich weit vorgeschritten ist; dann beginnt der Baum zu kräuktrln, die Blätter vertrocknen und Zweige und Äste sterben ab. Wie bei allen wichtigeren Krankhfäten der Kakaopflanze tritt auch bei dem Auftreten des Wurzelpilzes eine gewisse Abhängigkeit von örtlichen Verhältnissen zutaye. Nach den Beobachtungen in Moliwe tritt der Pilz meist erst an drei- bis vierjährigen Pflanzen auf. Wie mir Herr Köthe mit- teilte, soll die Krankheit iui Jahre 189.3 in Kriegschifl'hafi'n yrol'se Verheerungen angerichtet haben. Heute scheint sie dort nicht mehr vorhanden zu sein; wenigstens lajien in sämtlichen, mir dort bekannt gewordenen Fällen von „Wurzelpilz" der Erkrankung der be- — 33 — treflfenden Bäoiue andere Ursachen zugrunde. Nach meiner Rück- kehr werde ich die Untersuchungen über diese, jedenfalls sehr schwer zu bekämpfende Krankheit fortsetzen jmd dann weiteres darüber berichten. Über die sogenannte „Wurzelpilzkrankheit" der Kickxia in Moliwe hat sich noch kein klares Bild gewinnen lassen, da das vorhandene Material dazu nicht ausreichte. Ich habe die Herren Eigen und Straufs gebeten, sämtliche verdächtige Kickxia-V^2iüzeu bis zu meiner WiedeTkehr im Januar stehen zu lassen, um die Be- obachtungen daran ergänzen zu können. Nunmehr wende ich mich den Krankheiten tierischen Ur- sprungs zu. Unter diesen beansprucht die sogenannte „Rinden- wanze" bei weitem die gröfste Aufmerksamkeit. Wie Herr Dr. Kuhlgatz vom Königl. Zoologischen Museum in Berlin an dem von mir eingesandten Material festgestellt hat, „handelt es sich um eine — offenbar von Haus aus afrikanische — Capside aus der nächsten Verwandtschaft der Gattung Pachypeltis Sign." Das Insekt ist nach Mitteilung des Herrn Kuhlgatz mit den berüchtigten Kakao-Rinden wanzen von Java, Ceylon usw. aus der Gattung Helopeltis nicht identisch, gehört aber mit jenen und der Gattung Pachypeltis in eine gemeinsame Gruppe. Die nähere Bestimmung des Insekts will Herr Kuhlgatz demnächst ver- öffentlichen. Die Rindenwanze betätigt sich in verhängnisvoller Weise da- durch, dafs sie die jungen Triebe ansticht und ihnen Säfte entzieht. Sie geht meist nur bis an zweijährige Triebe; ältere Zweige und Aste werden kaum befallen. Vorwiegend hält sich das Insekt au den Ursprungsstellen von Seitentrieben, an Zweig- und Astgabelungen auf. Namentlich junge Kakaobestände werden von der Rindenwanze befallen. Im Anfangsstadiutn bemerkt man an den noch grünen jungen Trieben dunklere, mehr oder weniger scharf umschriebene, deutlich eingesunkene Stellen. Mit der Lupe betrachtet, erscheint die grüne Rinde an solchen Stellen etwas glasig. Später nehmen die Flecke (in der Längsrichtung des Triebes) an Umfang zu, ihre Farbe geht immer mehr in Braun über, und die Rinde beginnt zu schrumpfen. Im weiteren Verlauf sieht man häuhg schwarzbraune bis schwarze Längsrisse auf den betroffenen Stellen der grünen Zweigrinde auftreten, entstanden durch Spannungsdifferenzen beim Wachstum der Triebe. Aufserordentlich charakteristisch ist die im weiteren Verlaufe des Wachstums eintretende üppige Bildung schülferiger Borke, an der man noch nach Jahr und Tag die ehemalige Tätigkeit der Rindenwanze erkennen kann. Tropenpflanzer 1905, Heft 1. 3 — 34 — Auch die grünen Blattstiele werden mit Vorliebe befallen; sie werden in kürzester Zeit abgetötet, worauf die Blätter welken und absterben. Bisweilen sticht die Rindenwanze auch die Stiele junger Früchte an, natürlich mit der gleichen Wirkung wie bei den Blättern. Endlich werden auch die Früchte selbst befallen; werden sie in vorgeschritteneren Stadien betrofl'en, so hat das weiter keinen Einflufs auf die Entwicklung, ganz junge Früchte dagegen ver- krüppeln und bleiben infolge der Saftentziehung in der Gröfse er- heblich zurück. Auf die sonstigen Folgen der Wanzenstiche für Aussehen und Entwicklung der Frucht werde ich sogleich zurück- kommen. Wie erwähnt, besteht die schädigende Wirkung der Rindenwanzenkrankheit in der Saftentziehung. Diese kann sich soweit steigern, dafs die Fruchtbildung überhaupt ausbleibt. Die Störung der Saftzirkulatiou macht sich äufserlich noch dadurch bemerkbar, dafs — namentlich an jüngeren Bäumen — eine über- reiche Bildung von Wasserreisern in Erscheinung tritt. Bis- weilen ist ein solcher Stamm über und über mit Wasserreisern besetzt. Die Triebkraft der Pflanze sucht sich eben neue Wege. Einige Kakaobastarde sollen sich in Moliwe als besonders widerstandsfähig gegen die Rindenwanze gezeigt haben; zwar werden sie wie alle anderen Zuchtformen befallen, erholen sich aber schnell und vollständig. Auch bei dem Auftreten der Rindenwanze ist der Einflufs der lokalen Verhältnisse innerhalb der betroffenen Plantagen unver- kennbar; erst in einem späteren Bericht werde ich diese Frage näher erörtern, da ich meine Beobachtungen noch in verschiedener Hinsicht vervollständigen will. Auch die auf den einzelnen Pflanzungen angewandten Bekämpfungsverfahren sollen später im Zusammenhange behandelt werden; als günstiges Moment für die Bekämpfung kommt die Tatsache in Betracht, dafs die Rinden- wanze ein äufserst empfindliches Tier ist, welches chemischen wie mechanischen Angriff"en in kürzester Zeit unterliegt. Wie erwähnt, werden mitunter auch die Früchte des Kakaos von der Rindenwanze angestochen. Es bilden sich alsbald sepia- braune, später schwarze, schwach eingesunkene Flecke von wenigen Millimetern Durchmesser, die durch Korkbildung schnell vernarben. Dafs die Rindenwanze ausschliefslich von dem Saft der Früchte leben kann, habe ich durch Versuche festgestellt. Aufser den eben erwähnten schwarzen Flecken finden sich häufig etwas gröfsere, schwarze, erhabene Pusteln auf der Kakao- frucht, hervorgerufen durch eine Fliege, welche ihre Eier in die Fruchtschale ablegt. Auch diese Pusteln vernarben nach Ent- — 35 — Wicklung der Tiere unter starker Wundkorkbildung und sie bleiben, da im allgemeinen, des Zuckerreichtums wegen, nur ältere Früchte befallen werden, für die Entwicklung der Frucht ohne Belang. Nur an besonders feuchten Plätzen, wie z. B. in Bibundi, können die Insektenstiche zu Fäulnisherden werden, namentlich wenn zwei Früchte einander innig berühren oder wenn die Frucht dem Stamme eng anliegt. Zwei in Victoria ungemein häufig auftretende Wanzenarten saugen die Fruchtschale mit ihren langen Saugrüsseln an, ohne aber — wie meine Züchtungsversuche gezeigt haben — irgend- welche nennenswerte Wirkung zu hinterlassen. Von Bedeutung werden jedoch alle diese Insektenbesuche dadurch, dafs sie zur Verbreitung der Phytophthora von Frucht zu Frucht und von Baum zu Baum beitragen können. Gewisse Ameisenarten nagen hier und da die Fruchtschale der fast reifen Früchte oberflächlich an — ein ganz harmloser Vorgang, weil alle diese flachen Bifswunden schnell vernarben. Lästig können allerdings Ameisen — wie mein Kollege Dr. Winkler in Victoria mir mitteilte — bisweilen dadurch werden, dafs sie die Fruchtstiele benagen. Die betreffenden Früchte fallen alsdann ab. Einige Ameisenarten betreiben die Züchtung von Schmier- läusen auf der Kakaofrucht in grofsem Mafse, ohne dafs irgend ein Schaden für die Frucht sich daraus ergäbe. An diesem Betriebe ist namentlich eine gröfsere hellbraune Ameisenart beteiligt, die sich insofern als aufserordentlich nützlich erwiesen hat, als sie ein grimmiger Feind der Eindenwanze ist und diesen Schädling auf den von der Ameise in Beschlag genommenen Bäumen nicht auf- kommen läfst. Da Herr Dr. Winkler, der sich vor meinem Aufenthalt in Kamerun mit der Tätigkeit der Ameisen auf dem Kakao näher be- fafst hat, bereits eine diesbezügliche Mitteilung an die „Zeitschrift für Pflanzenkrankheiten" einsandte, will ich auf die Ameisenfrage vorläufig nicht näher eingehen. Nur soviel möchte ich bemerken, dafs eine wahllose Bekämpfung der Ameisen am Kakao möglicher- weise eher schädlich als nützlich werden könnte, da einige Arten zweifellos dem Menschen als Bundesgenossen im Kampf gegen andere Insekten willkommen sein müssen. Blattläuse befallen vornehmlich bei trockenem Wetter zu jetziger Jahreszeit das zarte Junglaub der Kakaobäume, was zu einer Kräuselung der Blätter führt. Ein nennenswerter Schaden hat sich bisher nicht erkennen lassen. Belanglos scheinen weiterhin eine Cikade und ein kleiner Bockkäfer zu sein, die beide nur ganz vereinzelt auftreten. Die 3* — 3(3 - Cikade schlitzt die Riode in der Längsrichtung auf, um ihre Eier in das Gewebe abzulegen. Die entstandenen Risse vernarben schnell und vollständig. Der Bockkäfer (Moecha adusiaf), dessen Tätigkeit ich noch nicht aus eigener Anschauung kennen gelernt habe, soll die jungen Zweige vollständig ringeln und dadurch zum Absterben bringen. Wie mir allenthalben berichtet wurde, tritt der Käfer nur ganz vereinzelt auf, und der durch ihn verursachte Schaden kommt nicht in Betracht. Der Käfer soll nach Mitteilung von Herrn Köthe auch auf Kickxia übergehen. Eine stellenweise recht unangenehm empfundene Plage stellen die Engerlinge dar.*) Sie treten in einigen Jahren stärker, in anderen schwächer auf, und alle Bekämpfungsversuche haben sich bisher als erfolglos erwiesen. Da die Verwendung von Schwefel- kohlenstoff aus verschiedenen Gründen in Kamerun sehr erschwert ist, würde vielleicht Kaliumsulfocarbonat noch zu erproben sein. Die auf einzelnen Plantagen durch Erdratten, Affen, Anti- lopen und namentlich durch Elefanten verursachten Schäden hier zu besprechen, erachte ich nicht für notwendig, werde aber im Generalbericht darauf zurückkommen. So bleibt mir nur noch einiges über die Schädlinge der Kautschukpflanzen zu sagen übrig. Die bereits von Preufs**) beschriebene Eaupe von Glijphodes ocellata hat sich auf den Blättern der Kickxia besonders in Moliwe und Kriegschi ö'hafen breit gemacht» Bespritzung der Bäume mit einer Aufschwemmung von Schwein- furter Grün ist in Moliwe mit ausgezeichnetem Erfolge ange- wendet worden. Die Frage des „Wurzelpilzes" der Kickxia ist, wie ich bereits oben erwähnte, noch nicht spruchreif. Der 6a«<^7/oa-Bockkäfer (nach Preufs***) Inesida leprosa) hat in Kriegschiffhafen sämtliche Castilloa-l^'A\xme bis auf wenige ver- nichtet, auch im botanischen Garten von Victoria und in einem älteren (fünfjährigen) Bestände in Moliwe hat er fürchterlich ge- haust. Die von der Larve im Holz angerichteten Verwüstungen werden noch dadurch kompliziert, dafs sich alsbald Termiten und andere Insekten in den Bohrgängen ansiedeln, um das Zerstörungs- werk fortzusetzen. Aus den frisch aufgespaltenen Stämmen in Moliwe konnten wir bis zu sechs Larven entnehmen. Häufig werden die tiefgehenden Blattnarben am unteren Teile des Stammes als Eingangspforten benutzt. Die Larve wandert im allgemeinen *) Vgl. dazu »-^»>»»:^ <:«<.'. « «>»» Aus fremden Produktionsgebieten. _9 ccx^c: - 6^ lA Nj/«— ^ * Deutsche Interessen in Guatemala. Nach einer ungefähren Schätzung, so heifst es in einem Bericht des Kaiser- lichen Vizekonsulats in Coban, beträgt die räumliche Ausdehnung des Deutscheu gehörenden Grundbesitzes in der Alta Verapaz in Guatemala zwischen 1600 und 1700 Quadratkilometer, deren Wert trotz der infolge langandauernder schwerer Krisis im Lande eingetretenen Entwertung des Grundbesitzes auf 7 000 000 Mk. geschätzt werden kann, wozu noch die in den Städten und Ortschaften befind- lichen Geschäfts- und Wohnhäuser der Kaufleute und Gewerbetreibenden zu rechnen wären, die wiederum einen Wert von über 1 Million Mk. repräsentieren dürften. Unter den Gewerbetreibenden sind bis jetzt nur diejenigen von Be- deutung, die Etablissements zur Euthiilsung und sonstigen Aufbereitung von Kaffee innehaben. Diese Industrie ist ganz ausschliefslich in Händen von Deutschen, die teilweise recht gute und wertvolle maschinelle Einrichtungen ^ haben, die bald durch Dampfkraft, bald durch Wasser betrieben werden. In dem Kaffeegeschäft und Kaffeeexport haben die Deutschen ihre dominierende Stellung vollauf behauptet, was nachstehende Zahlen beweisen. Von der Gesamt- produktion von Kaffee im Departement Alta Verapaz exportierten: Von der Ernte 1901/02 1902/03 Deutsche Firmen .... 77 pCt. 80 pCt. Sonstige Fremde .... 15^/2 „ 14 .. Guatemalteken 7 '/2 , 6 „ Man kann annehmen, dafs etwa ^U von dem durch deutsche Firmen ex- portierten Kaffee auf Plantagen deutscher Eigentümer produziert wurden, während das weitere ^4 durch Aufkauf von Kaffee von kleinen einheimischen Produzenten durch deutsche Firmen erworben wird. — 43 — Menge in Pfund 1901 1902 1903 pCt. pCt. pCt. nach Deutschland: 2 565 941 V2 = 57,8 3 617 928 1/2 = 55,8 2 254 716 V2 = 47,3 nach England: 1 405 143 V2 = 31 ,6 2 402 837 1/2 = 37,0 1 941 984 1/2 = 40,3 nach Frankreich: 18 503 = 4,4 70 630 = 1,1 47 215V2= 1,0 nach den Ver. Staaten: 367 450 = 8,3 324 7311/2= 5,0 496 314 =10,4 In den statistischen Daten über die KafiFeeausfuhr über Livingston hat sich in den letzten Jahren eine stetige Abnahme der Ausfuhr nach Deutschland bemerkbar gemacht, während eine entsprechende Zunahme der nach London ver- schififten Sendungen wahrzunehmen ist. Es gingen nämlich von der Gesamt- kaffeeproduktion der Alta Verapaz im Jahre: 1899 1900 1901 1902 1903 nach Deutschland etwa 60pCt. 59pCt. 58 pCt. 56pCt. 47 pCt. „ London „ 25 „ 30 „ 32 , 37 , 40 , und für das laufende Jahr 1904 dürfte sich das Verhältnis in der gleichen Richtung weiter entwickeln, so dafs der Versand nach England demjenigen nach Deutschland wohl gleichkommen wird. Diese Verschiebung zuungunsten der Verschiffungen nach Deutschland ist wohl hauptsächlich dadurch begründet, dafs die feinen Kafifeesorten der Gegend von Alta Verapaz in London einen vorteilhafteren Markt finden als in Deutschland, teils aber auch dadurch, dafs verschiedene Konsignationshäuser in Hamburg ihre Geschäftsverbindungen mit Guatemala in den letzten Jahren einschränkten. Die Kaffeeernte, um die sich in Alta Verapaz alles dreht, war 1901/02 ausnahmsweise reichlich ausgefallen, während die darauf folgende sowie auch die jetzt zu Ende gehende Ernte 1903/04 ein ziemlich ungünstiges Resultat lieferten und unter einem Mittelergebnisse blieben. Die Lage der KafiFeepflanzer der Alta Verapaz kann trotzdem eine günstige genannt werden, weil die guten Sorten dieses Kaffees nie so sehr von dem starken Rückgange der Kaffeepreise betroffen worden waren und durch neuerdings eingetretene Besserung des Marktes sich die Einnahmen zudem erhöhen, während die Arbeiter- und Lohnverhältnisse ziemlich günstig blieben. Kakaoernte und -ausfuhr im äquatorialen Brasilien. In Brasilien kommen, wie die Monatsschrift des Deutsch-Brasilianischen Vereins in der November-Nummer meldet, als Ausfuhrplätze für Kakao eigentlich nur Bahia und Para in Betracht. Bahia exportiert etwa */ä, Para '/:> der in das Ausland gehenden brasilischen Kakaoernte. Der über Para ausgeführte Kakao ist nicht so gut wie der bahianische. Dies liegt an der geringen Sorgfalt, mit welcher er von den Halbindianern Aquatorial-Brasiliens gepflanzt und gepflegt wird. Statt das Hochkommen einer einzelnen Pflanze zu begünstigen, läfst man den Kakao in Garben hochschiefsen. Das Reinhalten des Bodens und das Trocknen der geernteten Früchte wird ebenfalls nicht sachgemäfs betrieben. Neben der Güte des Erzeugnisses leidet der Ertrag der Pflanze durch solche Nachlässigkeit. Während die Pflanze 2 kg Kakao geben könnte, liefert — 44 — sie durchschuittlicli Jiur 5()0 bis GOO g. Die Form der Kiikuobohne des Amazonas ist übrigens im Gegensätze zu der sonst bekannten unregelmäfsigen. eckigen oder ovalen Form eine flache und längliche. Der Kakao kommt aus zwei getrennten Gebieten auf den Markt von Pars. i>ie im Delta des Amazonenstroms gelegenen zahllosen Inseln liefern den „lusel- kakao*". Für ihn ist Cameta am Endlaufe des Tocantins der Sammelplatz. Das andere Gebiet liegt auf halbem Wege zwischen Fara und Manäos an der Stelle, wo der Tapajoz vom Süden und der Trombetas vom Norden kommend sich in den Amazonenstrom ergiefsen. In den Ortschaften Obidos und Santarem sowie in dem bereits zum Staate Amazonas gehörenden Orte Parintis kommt der Kakao dieses Gebiets zur Verschiffung nach Para. Aufserdem senden noch Itacoatiara gegenüber der Mündung des Madeira und Manäos Kakao ins Ausland. Manäos kann als Grenze der Kakaopflanzungen angesehen werden. Am Madeira wird als Überbleibsel entlegener Zeiten der Kakao noch in wildem Zustande gesammelt, jedoch in sehr geringen Mengen. Die wilde Kakao- bohne ist zu klein und von minderwertiger Beschaö'enheit. Die Kakaoernte findet vom März bis September statt. In gewissen Jahren gibt es noch eine kleine Nachernte, „Macacos"- oder Affenernte genannt, welche sich vom Dezember bis zum Februar erstreckt. In den Jahren 1902 und 1903 sind folgende Mengen von Kakao zur Ver- schiffung gekommen: 1902 1903 kg kg Von Para 3 567 !i02 4 369 842 Von Manäos 446 223 413 394 Von Itacoatiara . . . . 427 424 341 662 Zusammen 4 441 540 5 124 898 Es hat also 1903 eine um 683 349 kg vermehrte Ausfuhr stattgefunden. Die Ausfuhr in den letzten 12 Jahren betrag in Tonnen 1892 1893 1894 1895 1896 1897 1898 1899 1900 1901 1902 1903 4402 4984 3591 5225 3328 3765 2663 5653 3085 2867 4441 5125. Die Ausfuhr schwankt also zwischen 2663 Tonnen im Jahre 1898 und 5653 Tonnen im Jahre 1899. Die Schwankungen scheinen ziemlich regelmäfsig alle vier Jahre einen Höhepunkt herbeizuführen. Der Gummiausfuhrzoll und die Gummiernte im brasilianischen Staate Amazonas. Die Regierung des brasilianischen Staates Amazonas hat für die Dauer von 10 Jahren auf die Ausfuhr von Gummi einen weiteren Zoll von 100 Reis für jedes Kilo Gummi und 80 Reis für jedes Kilo Gaucho gelegt. Der Ertrag dieser Zollabgabe soll am Schlüsse jeden Monats der neu etablierten „Banco Amazonense" als Gewinn überwiesen werden; damit diese den Gummihandel mit Krediten unterstützen könne. Trotz lebhaften Einspruchs der einheimischen Handelskreise, welche ihre Interessen durch dieses Unternehmen bedroht sehen, wird die Zollabgabe seit Oktober 1903 erhoben. Die Gesamternte des Staates Amazonas einschliefslich der Zufuhren von den benachbarten Republiken Peru, Bolivien und Venezuela wird voraussichtlich betragen: — 45 — Vom 1. Juli 1903 bis 30. Jnni 1904: Gnmmi Caucho Tonnen von Iquitos, SolimSes, Javary und kleinen Nebenflüssen . . 3 050 950 ^ Jurnä und Nebenflüssen 3 450 600 , Purüs Acre und Nebenflüssen 5 500 1400 , Madeira und Nebenflüssen 2 550 300 „ Rionegro und Nebenflüssen ■ ■ 450 — 15000 3250 gegen in dem Zeitraum vom 1. Juli 1901 bis 30. Juni 1902 . 15 419 3584, so dafs am Schlüsse der Ernte ein kleiner Ausfall zu verzeichnen sein würde. (Bericht des Kaiserlichen Konsulats in Manäos. Anbaufähigkeit der Baumwolle im Nordterritorium Süd- australiens. Yon der Leitung des botanischen Gartens in Palmeraton,. einer Stadt im Nordterritorium der Kolonie Südaustralien, sind Versuche und Ermittlungen über die Anbaufähigkeit der Baumwolle in jenem Gebiete vorgenommen worden, über welche nunmehr ein Bericht erstattet wurde, der ungefähr folgendes be- sagt: Durch die im botanischen Garten selbst vorgenommenen Anbauversuche ist erwiesen worden, dafs der Boden und das Klima des Nordterritoriums dem Gedeihen der Baurawollpflanzen verschiedenster Sorten sehr förderlich sind. Hauptsächlich eignet sich die Küsteuzone mit ihrem tropischen Klima und reichlichem Regenfall für den Anbau, und am besten gedeihen dort die Arten der Sea-Island-Baumwolle. Die von ihnen erzielten Fasern sind auch in Süd- australien lang und schön und würden ein vorteilhaftes Handelsobjekt abgeben können. In verschiedenen Teilen des Territoriums ist viele Jahre hindurch Baumwolle gezogen worden; nur an Versuchen^ die Kultur in grofsem Mafsstabe zu Handelszwecken aufzunehmen, hat es gefehlt. Ein Beweis für die günstigen Bedingungen des Fortkommens der Pflanze ist der Umstand, dafs sie in ver- wildertem Zustande in der Nähe vieler Ortschaften gefunden wird. Am Wildman River wächst eine Abart der Baumwollstaude wild, deren Faser derjenigen der Sea-Island-Baumwolle an Länge und Feinheit gleichkommt und deren Samen zur Anlage eines Yersuchsbeetes im botanischen Garten mit gutem Erfolge be- nutzt wurde. Die Pflanze ei'langt im nördlichen Südaustralien ihre Reife während der Trockenperiode, so dafs eine Schädigung der Kapseln durch Regen ausgeschlossen erscheint, was für die Erzielung einer guten Qualität der Spinn- faser ein sehr wichtiger Umstand wäre. Von Insekten und Krankheiten sind die angelegten Baumwollpflanzungen völlig verschont geblieben. Die Nieder- schlagsmenge der Region ist selbst in den trockensten Jahren für die Be- wässerung der Pflanzen ausreichend und in den nassesten nicht so grofs, um der Baumwollpflanze zu schaden. In der Küstenzone befinden sich Hundert- tausende Acres Land, welche für die Baumwollkultur sehr gut geeignet sind; das Land bedarf nur geringer Reinigungsarbeiten und mufs nur in wenig Fällen durch Drainage entwässert werden, während eine künstliche Bewässerung nirgends nötig ist. Ein günstiger Markt für den Absatz der Baumwolle böte sich vor allem in dem verhältnismäfsig nahen japanischen Reiche dar, das jährlich bedeutende Mengen Rohbaumwolle vom Ausland bezieht. — 46 — Ob die Verbindung so günstiger Vorbedingungen für die Entstehung eines neuen groTsen Bauin woUgebietes mit Vorteil ausgenutzt werden kann, hängt von der Lösung der Arbeiterfratre ab. Wenn man auch annimmt dafs der wüifse Arbeiter in dem Tropenklima die Feldarbeit verrichten kann, so bedarf noch die Frage der Lösung, ob sich mit weifsen Arbeitskräften in Australien die Baumwolle billig genug gewinnen läfst, um auf dem Weltmarkte den Wett- bewerb mit den Baumwollsorten ausznhalten. die zumeist aus Ländern mit billigen farbigen Arbeitern geliefert werden. Eine Erfahrung auf diesem Ge- biete hat man in Südaustralien noch nicht gemacht. In Queensland wurde vor ungefähr 44 Jahren eine kleine BaumwoUpflanzung von 14 Acres angelegt. Während des amerikanischen Bürgerkrieges ermöglichten die hohen Baumwoll- jjreise eine Erweiterung der Baumwollpflanzungen Queenslands auf 15 000 Acres, zumal die Regierung der Kolonie Anbauprämien zahlte. Damals wurde in einem Jahre über 2V2 Millionen Pfund Rohbaumwolle aus Queensland aus- geführt. Nach dem Kriege wurde die Baumwolle wieder billig, der Anbau in Queensland machte sich nicht mehr bezahlt und ging bis zum Jahre 1887 fast vollkommen ein. Der Erfolg einer Beteiligung Südaustraliens an der Ver- sorgung des Weltmarktes mit Baumwolle bei Verwendung weifser Arbeiter wäre hiernach vorerst als zweifelhaft zu betrachten. (Nach The Adelaide Observer.) - . - - . Vermischtes. « lA ^ AT ■ :?»»>>>>»» <':^>>>|)^ Auszüge und Mitteilungen. Wirtschaftliche Ausnutzung der Pflanze „Euphorbia Tirucalli" in Angola. Durch Königliches Dekret vom 20. September d. Js. hat der portu- giesische Marine- und Kolonienminister die wirtschaftliche Ausnutzung der für die Harzgewinnung wichtigen Pflanze , Euphorbia Tirucalli" (Almeidinai in Angola geregelt. Die Verordnung bestimmt u. a., dafs die Ausnutzung der Pflanzen nur Portugiesen oder portugiesischen Gesellschaften erlaubt werden soll. Fremde sind nur unter portugiesischer Firma zugelassen. Die von der Regierung ab- gegebenen Lizenzen sollen nicht den Charakter von Monopolen haben. Die Lizenzinhaber verpflichten sich: Die Pflanzen bei der Ausnutzung nicht zu schädigen; das aus der Pflanze gewonnene Harz über Lissabon auszuführen; jährlich, wenn es sich um Gesellschaften handelt, wenigstens 200 Tonnen Harz auszuführen und bei einzelnen Industriellen Mengen, die im Verhältnis zu dem bearbeiteten Areal stehen; nur portugiesische Handwerker und Arbeiter anzustellen. Die Lizenzen werden für die Zeit von 25 Jahren ausgestellt usw. Die Konzessionäre müssen erklären, dafs sie sich in allem den portugiesischen Gesetzen unterwerfen. Für Fremde, die eine Konzession verlangen, ist dies eine ausdrückliche Bedingung. Der Staat behält sich bei den Gesellschaften einen Gewinnanteil von 5 pCt. ihres Aktienkapitals vor. Einzelne Personen zahlen eine gewisse Abgabe. Für unbefugten Harzgewinn werden Geld- und Haftstrafen in Aussicht gestellt. Über Tabakbauerfolge in N eu-Württemberg (Rio Grande do Suli wird dem Deutsch - Brasilischen Verein von Herrn Dr. Herrmann Meyer Leipzig I unter dem 20. September d. J. geschrieben: Ein ausführlicher Bericht meines Generalbevollmächtigten in Neu -Württemberg, der heute hier einlief, läfst sich auch über die von den Kolonisten in diesem Jahre gemeinsam be- triebene Ferraentiernng und Sortierung des geernteten Tabaks aus und änfsert sich hierüber, wie folsrt: — 48 — „Für den Tabak dt'ö Bauernvereins ist inzwischen ein noch günstigeres Angebot ein »>»»»» r yene Literatur. <«2, Zacaton 76— löOMk. Hilutu. Gesalzene Kuh- ohne Horn und Knothoii ^ 84—90, geö. Buenos Ayri's 176—104, trockene Rio Grande ItH— 194. trockerr Westimlisclie 140— 1'.I2, Valparaiso ROHal/cni' 104—10(1, Ostindischc Iupn 120—820, Alrikanische Kip.- 120—176 Mk. i Holz. Eben-, Ceylon 18— 30. Kamerun 12— 18, Jaca- 1 randa brasil. 17—50, ostind. 16—40, Mahatroni (pro i/jft, cbm), Mexik. 2,00-3,00, Westindisches 1,60 bis 2,25, Afrikanisches 0,80— 2,50, Teak Bangkok 1,70-2,25 Mk. Honig. Havana36— 37. Californischer 72 — 76 Mk. Hörner (pro lOd .Stück). Kio Granie Ochsen 55 bi.s 65, desgl. Kuh 23- 27, Huonos Ayres Ocbsi n 30-JO, desgl. Kuh 15-17 Mk. Indigo. Qnatemala 450— 950, Beugal., f. blau u. viol. 1300—1350, gnt viol. 1050—1100, ord. gef. n. 1 viol. 700-800, Madras 400-800, Java 1000 bis UOO Mk. I Ingber. Afrikanisch. 36 -38, Bengal 44—40, Cechin 72-80 Mk. Jute. Ostindische 30-36 Mk. Kaffee. Rio ord. 80-84, fein ord. 90—98, Santos ord. 80—86, regulär 86-88, prima 88—104, ßahia 80-92, Guatemala 102—170, Mocca 120—154, } Afrikan. (Lib. native) 84-86, Java 120-230 Mk. : Kakao. Caracas 120-240, Guayaqnil 130-160, j Domingo 76—100, Trinidad 128—140, Bahia 102 bis 112, St. Thom6 94-103, Kamerun 94-100, Victoria 80-84, Accra 89-90, Lagos und Liberia 80—90 Mk. Kampfer, raffiniert 700—707,50 Mk. i Kaneel. Ceylon 126— 400, Chips 42-43 Mk. Kardamom. Malabar, rund 170— 500, Ceylon 180 ! bis 700 Mk. Kasßia lignea 90—96. flores 180 Mk. Kautschuk. Para, fine hard core 1205— 1210, fine Bahia Manicoba 625—630, Manaos Scraps 860— 865, Gambia Niggers 645—650, Massai Niggers 870 bis 880, Kamerun 360—550, gemischte SUdkamernn- ßälle 600—605, Batanga 580, Jaunde 650, Donde Mozamb. Bälle 925-930 Mk. Kolanüsse, getrocknete 40—75 Mk. Ko p a I. Afrikanischer, roh 90—360, gereinigt 250 bis 500, Zanzibar 476—760, Manila 46—120 Mk. Lignum. Quass. Jam. 15-30 Mk. Macis. Blute 340-400, NUsHe 150-340 Mk. Myrobalanen 8,00-12,.^0, gemahlene 11 — 15 Mk. Nelken. Amboina 1.50, Zanzibar 96-100 Mk. Nelkenstengel 48-.'^i2 Mk. Nuces vomicae 28-30 Mk. Öl. Bauniwollsaat 31.00—32,00, Kokosnuf» Coohin 67,00-6.4,00, sup. Ceylon HO- 61 Mk. Palmöl, Lagos 49,75-50. Accra, Togo 48,60-49, Kamerun 48 Mk. Ricinus, med. 40—55 Mk. Ölkuchen pro 1000kg. Palm 107-110, Bauniwoll- saat 129-134, Erdnul's 132 - 145 Mk. Opium 1500-1560 Mk. Orlean. Guadeloupe 65—70 Mk. Urseille-Moos. Zaiizib. 20— 30 Mk. Palm kerne. Kamerun, Lagos 26,00-26,50, Togo 26,60 -26,00 Mk. Perlmntterschalen. Ostind. Macsssar 500 biH 600, Manila 250—400, Bombay 160-240, Slldsee 140- 18U Mk. Pfeffer. Singapore, schwarzer 115—117, weifser 154 bis 220, Chillies (roter Pfeffer) 80—90 Mk. Piassava. Bahia 72 -116, Liberia 20— 52 Mk. Piment. Jamaika 48—64 Mk. Radix. Chinae 38-60, Ipecacuanhae 1150—1400, Senegae 675—700 Mk. Reis. Karoliner 38— 39, Rangoon geschält 17 — 22,50, Java 24-28 Mk. Sago. Perl- 22—26, Tapioca, Perl- 23-27 Mk. Sesamsaat. Bunte Mozambique und helle Zan- zibar 22,00—23,00, Westafrikanische 20-22 Mk. Tabak. Havanna-Deckblatt 1000— 3000, Brasil 70 bis 220, Java und Sumatra 70-700 Mk. Tamarinden. Calcutta 17-19 Mk. T h e e. 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Vertrauensmänner in den deutschen Schutzgebieten und fremden Kolonien. — 53 I I I I IM * yt yj d M h Hoflieferant Sr. Majestät dps Kaisers nnd Königs nnd Sr. K. Hoheit des Grofsherzogs von Mecklenburg-Schwerin. Postpakete von 10 Mk., Bahnsendunojen von 30 Mk. ab porlo- oder frachtfrei innerhalb ganz Deutschland. Zentrale und Versand: Berlin w^.35, Liitzowstrasse 89 90. (IX. 9079, 9115 u. 59U7.J Zweig-geschäfte : Kerlin, Kantstr. 22. Kassel, Hohenzollernstr. 104. , Alt-Moabit 121. Leipzie. Schulstr. 12. Dresden, Zahnsgasse 8. Wiesbaden, Gr. Burgstr. ) 3. 300 Verkaufsstellen in Deutschland. >'eae werden gesucht. Usambara -Kaffee. Das Pfund geröstet: Mk. 1, — , 1,20, 1,30, 1,50, 1,70 und 1,80 Mark. Hamernu- und Saiuoa- Kakao und daraus bereitete Schokoladen. 1,20 bis 2,40 Mk. das Pfund. Deutsches Salat- u. Speise-Ocl &US Erdnüssen. Ständiger Verbrauch in den Kaiser- lichen Hofküehen. ICorarat dem besten Olivenöl gleich und ist bedeutend billiger. 0,95 Mk. das Pfund. 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Verantwortlich für den Inseratt-nteil Th. Wilckf ns, Si'krt'tSr de« Koloniai-Wirtschaftl. Komitees, Berlin. Verlag nnd Eigentnm ues Eolonial-Wirtschaftliclien Komitees, Berlin, Uuter den Linden 40. Gedruckt und in Vertrieb bei E. S. Mittler & Sohn in Berlin SW12, KocUgtr. 68—71. DER TEOPENPFLANZEK. ZEITSCHRIFT FÜR TROPISCHE LANDWIRTSCHAFT. 9. Jahrgang. Berlin, Februar 1905. Nr. 2. Die Wiederherstellnng der alten ßewässeruDgswerke am Tigris üöd die Auferstehung Chaldäas. Von Sir William Willcocks.*) (Übersetzt von Dr. Ed. Hahn.) „Verflucht sei Pharao, der in seinem Stolz sagte: »Bin ich nicht Pharao, der König Ägyptens?« Hätte er Chaldäa gesehen, so würde er es in Demut gesagt haben." Diese Worte soll Mamun, der Sohn und Nachfolger Harun al Raschids, geäufsert haben, als er den Mokattamhügel erstiegen hatte und das Land Ägypten zu seinen Füfsen ausgebreitet sah. Ohne Zweifel war das übertrieben. Ägypten wird immer die Königin aller Bewässerungsländer sein, aber zunächst Ägypten wird man gewifs das wunderbare Land stellen dürfen, das einst vom Tigris aus bewässert wurde. Die Wiederauferstehung dieser antiken Be- wässerungsanlagen steht in Kürze zu erwarten. Die Bagdadbahn kommt stetig vom Westen näher und vor der europäischen Zivili- sation zerstäuben die arabischen Heuschrecken, die so lange diese Ebenen in ihrem Besitz gehalten haben. *) Sir William Willcocks, K. C. M. G. M. J. C. E., wohl der gröfste lebende Wasserbau-Ingenieur, der in Indien und besonders in Ägypten lange Jahre in hervorragender Stellung tätig gewesen ist, hielt am 25. März 1903 vor der Khedivialen Geographischen Gesellschaft in Kairo einen Vortrag (The Kestoration of the Ancient Irrigation works on the Tigris or the Re-Creation of Chaldea), den ich sofort, nachdem ich iho kennen gelernt hatte, übersetzte und nun mit der Erlaubnis des Redners und mit Zustimmung des Kolonial- Wirtschaftlichen Komitees hier zum Abdruck bringe. Ich hoffe, dafs die hinreifsende Begeisterung des Redners auch bei uns ein kräftiges Echo wecken und der guten Sache der Bagdadbahn warme und opferwillige Freunde erwerben wird. Einige Zusätze, die ich mir erlaubt habe, stehen in eckigen Klammern [J und sind mit H. gezeichnet. (Anm. des Übersetzers.) Tropenpflanzer 1905, Heft 2. 5 — 60 — Nun ist mir der Gedanke gekommen, man könne die Bahn zu- gleich von der Seite des persischen Golfes her in Angriff nehmen, und die beiden Strecken könnten am Euphrat oder Tigris zusammen- treffen. Jireite Striche J^aud hat mau der kanadischen Eisenbahn ge- geben, welclie den Atlantischen mit dem Stillen Ozean quer über den nordamerikanischen Kontinent verband; die Bagdadbahn hätte keine solche Schenkung von tausenden von Quadratkilometern Land nötig, die Hälfte der ein und eine viertel Million Acres Land, die heutzutage auf beiden Seiten des Tigris, ober- und unterhalb Bagdad, unbebaut liegen, würde vollauf genügen. Bagdad liegt in einer Meereshöhe von 66 m und 800 km von der See längs dem Laufe des Tigris und 550 km in der Luftlinie gemessen entfernt. Rund um Bagdad liegt heutzutage Ödland, aber einst war dies Gebiet die Krone der Besitzungen der Mächte, welche den Orient zu ihren Füfsen sahen. Hier lag die Schatzkammer der Könige des Ostens. Nach welcher Richtung wir 100 Miles von Bagdad gehen, immer befinden wir uns auf klassischem Boden. Wenn wir am Flufs von Nord nach Süden hinabgehen, sehen wir zuerst Dura, die Ursprungsstelle des grofsen Nahrwankanals, und die Ebene, auf der Nebukadnezar sein goldenes Bild errichtete, wahrscheinlich, um eine gründliche Wiederherstellung dieses selben Kanals dadurch zu verherrlichen; dann Tel Alig, wo Kaiser Julian seinen Wunden erlag, und wo mit seinem Tod die Vertreibung der Römer aus diesen Ländern sich vollzog und so der endgültige Übergang der östlichen Welt an die Könige Persiens zur Tatsache wurde! Opis, einst für viele Generationen der reichste Marktplatz des Ostens; Bagdad, die Residenz der Kalifen, wo Harun al Raschid Hof hielt; Ctesiphon, die alte Hauptstadt der Sassanidenkönige von Persieu; Seleucia, die Hauptstadt des mazedonischen Königreichs des Ostens; Kunaxa, wo der jüngere Cyrus fiel und Xeuophon und die Zehntausend ihren Rückzug begannen durch Gelände, das von hundert Kanälen durch- schnitten wurde; und endlich Babylon selbst, obgleich diese letzte Residenz schon am Euphrat lag. Im Westen durch die sogenannte medische Mauer gedeckt, die wahrscheinlich zugleich den Damm eines Kanals bildete, und im Osten durch die Dämme des Nahrwan, war das Land zu beiden Seiten des Tigris geschützt vor den Ein- fällen arabischer Wanderhorden und galt lange als der reichste und begehrenswerteste Teil des Orients. Wie König Menes den Nil aus seinem Bette ablenkte und ihn den Fufs der arabischen Hügel bespülen liefs, um so seine Hauptstadt Memphis vor den Räubereien der Wüstennomaden zu schützen, gerade so beschützten die chal- däischen Könige die üppigen Felder und reichen Städte am Tigris durch den Bau gigantischer Kanäle. — 61 — Die Niederschläge in diesen Gebieten reiclien an sich gewöhn- lich nicht für den Ackerbau aus. Ich bringe im Anhang eine Über- sicht über den Regenfall einer Reihe von Jahren, die ich dem Entgegenkommen Sir John Elliots verdanke, dem Vorstande des meteorologischen Dienstes für Indien. Aus diesen Tabellen kann man sehen, dafs die Niederschläge sich auf November, Dezember, Januar und Februar beschränken, die Zeit vom Mai bis Oktober dagegen ganz regenlos ist. Die durchschnittliche Regenmenge be- trägt 240 mm, obgleich 1894 560 mm fielen, während dagegen 1899, 1900 und 1901 die jährliche Regenhöhe 90, 140 und 40 mm betrug! Bei so geringen Niederschlagmengen ist künstliche Bewässerung ab- solut geboten. Der Anhang*) bringt ferner Angaben über Temperatur Luftdruck und Windrichtung. Die Extreme von Hitze und Kälte, die jetzt für das Land typisch sind, werden sich übrigens gewaltig ändern, wenn die Wüste sich einst in stetig bewässerte Felder ver- wandelt haben wird. Das Gefälle des Tigris von Bagdad zur See beträgt 1 : 13 000. Praktisch das gleiche wie das des Nils; aber während der feine Nilschlamm sich in ganz sanft geneigter Ebene absetzt, schlug sich der gröbere Schlamm des Tigris schon innerhalb der ersten 250 km nieder. Daher rührt die aufserordentliche Fruchtbarkeit dieser 250 km; obgleich das Delta des Tigris sich mit dem Delta des Nils nicht vergleichen kann, sind doch die ersten Strecken dank der er- giebigen Natur der Bodenkrume ungemein fruchtbar, sie sind dem Vorlande des Nils ebenbürtig. Alle Angaben, die ich im folgenden mache, entnehme ich den Angaben Commander Felix Jones von der indischen Flotte, ich habe hier nur die Rolle des Bewässerungs- kundigen, der die Tatsachen und Beobachtungen erläutert und in ihr besonderes Licht rückt, welche dieser aufserordentlich fähige Mann, der für viele Jahre Bagdad als sein Hauptquartier hatte und die indische Regierung mit den wertvollsten Informationen versah, gemacht hat. Diese Arbeiten wurden mir zugänglich durch Mr. Spring Rice, den englischen Kommissar für die öffentliche Schuld in Ägypten, und ihm mufs ich hier meinen besten Dank sagen für die aufserordentliche Hilfe, die mir seine grofse Kenntnis des vorder- asiatischen Orients bot. Mit Politik habe ich nichts zu schaffen, mein Ehrgeiz ist nur der, zehn Kornhalme da wachsen zu sehen, wo heutzutage auch kein einziger wächst. Der Tigi'is entspringt in den Hügeln im Süden und Westen des Sees von Wan, er fliefst dann beim alten Ninive vorbei und durch- *j Bezüglich des Anhangs mit verschiedeneu Tabellen verweisen wir den Leser auf das Original „The restoration of the Ancient Irrigation works on the Tigris or the Ke-Creation of Chaldäa.'" H. 5* — G2 — bricht die Hamrinhügel unter dem 35. Breitengrade, um in die hochgelegene Fläche einzutreten, die, von kieseligen Konglomeraten gebildet, sich zu ihren Fül'sen ausdehnt. Diese Konglomerate durch- schneidet der Flufs in einem Trogtal, das etwa 15 bis 25 m tief ist. Er fliefst hier über ein durch Geröll gebildetes Bett mit einer Ge- schwindigkeit von etwa 2,5 m in der Sekunde. Nahe der Stelle des alten Opis unter dem 34. Breitengrade, verläfst der Flufs die Konglomerate und Gerolle und tritt mit einer Geschwindigkeit von nur noch 1 m in der Sekunde in sein Delta ein. Auf den ersten 30 km setzt sich das Delta zusammen aus tonigen Mergeln, welche dann den feineren Alluvioneu Platz machen, durch die der Flufs bis jenseits Bagdads strömt. Ungefähr 80 km unterhalb Bagdad beginnen die ganz feinen Ablagerungen des Deltas, die von Salz begleitet werden, und setzen sich bis ans Meer fort. Diese letzten Ländereien haben häufig zu viel Salzgehalt, als dafs sie für die Bebauung nutzbar zu macheu wären, und können sich nicht mit den fruchtbaren Ablagerungen nördlich und südlich von Bagdad ver- gleichen, die sich aufserordentlich für Bewässerungskultur eignen. Bei Hochwasser tritt der Tigris ungefähr von der Gegend von Bagdad an bis ans Meer über seine Ufer. Gegenüber Opis nimmt der Tigris den Atheim von links auf, während der Dyala nahe bei Bagdad einströmt. Dieser letzte Flufs speist während seines ganzen Laufes zahlreiche Kanäle. Die Tigrisschwelle beginnt nun mit dem Ende des "Winters, im Frühjahr und Sommer schmelzen dann die Schneemassen in den hohen Quellgebirgen des Stromes und seiner Nebenflüsse und ver- mehren so fortwährend die Wassermenge und lassen die Flut steigen. Der Tigris ähnelt mit seinen schneegespeisten Wassern den Flüssen von Hindustan während des Sommers und ist ausgezeichnet geeignet, die nötige Wassermenge zu dauernder Bewässerung zu bieten. Je gröfser die Hitze und je gröfser der Bedarf an Bewässerungs- wasser, um so gröfser auch der Zuflufs durch den geschmolzenen Schnee. Die Stadt Opis nimmt dem Tigrisdelta gegenüber ungefähr die Stelle ein, die Kairo im eigentlichen Nildelta hat. Und gerade wie in der Nähe Kairos die grofsen Stauwerke quer über den Nil gehen und hier der Beginn all der grofsen Kanäle, welche die 3 Millionen Acres von Unterägypten bewässern, liegt, so nahmen auch nahe bei Opis all die grofsen Kanäle ihren Anfang, welche einst das Delta des Tigris speisten. Die Natur selbst hat diesen Fleck als den Aus- gangspunkt eines grofsen Bewässerungssystems deutlich bezeichnet. In alten Tagen gingen nun von hier aus oberhalb der letzten Schnellen des Tigris zwei grofse Bewässerungssysteme aus, die die — 63 — ausreichende Wasserversorgung des Landes gewährleisteten. Ferner waren zur Sicherung des Wasserzuflusses in Bruchsteinen massiv gemauerte Wehre quer über den Tigris jedesmal unterhalb des Be- ginns der Kanäle erbaut. Es wird berichtet, Alexander der Grofse habe eine Anzahl dieser Wehre zerstört, um die Eroberung dieses Landes zu sichern. Ohne Zweifel stellte er sie nach der Vollendung der Eroberuno- wieder her. Die zwei grofsen Systeme waren der Nahrwan auf dem linken Ufer und das jetzt als der Dijail bekannte, rechts. In jenen Tagen hatte der Tigris seinen alten Lauf und Opis lag auf dem linken Ufer des Tigris. Ich will nun zuerst die beiden Systeme näher be- schreiben und dann die schreckliche Katastrophe erzählen, welche in wenigen Monaten eine der bevölkertsten Gegenden der Erde in eine Wüste verwandelte. Zuletzt werde ich dann zeigen, wie unsere moderne Wissenschaft und Technik diese Gegenden nur mit ihrem Zauberstabe zu berühren braucht und die alten Ruinen werden Städten Platz machen und die Wüste wird blühen wie ein Garten. Nahrwan, der Speisekanal oder der Rayyah, wie wir ihn in Ägypten nennen würden, speiste das ganze System der Kanäle, die vom Atheim und Dyala ausgingen und setzte dann seinen Lauf auf eine Strecke von 400 km längs dem linken Ufer des Tigris fort. Auf der oberen Strecke kannte man ihn als Katul-el-Kesrawi oder des Kaisers Durchstich. In uralter Zeit begonnen, fiel seine Glanz- periode in die grofsen Tage der sassanidischen Könige von Persien und später die von Harun al Raschid. Wie viele andere Kanäle, die gelegentlich eine Reinigung nötig haben, hatte auch er zwei Abgangsstellen, so dafs, wenn man den einen reinigte, der andere das ganze System speisen konnte. Der obere Zweig verliefs den Tigris bei Dura und nach einem Laufe von 60 km vereinigte er sich mit dem unteren, der den Tigris bei Kudesieh, (Cadis oder Kuds, die Heilige) verliefs. An der Vereinigung waren massive Wehre vor- handen als Kantaret el Kasrawia oder die Kaiserbrücke bekannt. Nahe beim oberen Ende am Tigris ist die Kantara Resasa ein massives steinernes Wehr von Steinblöcken, die mit Bleiklammern (resäs) verbunden sind. Auch das untere Ende hatte ein grofses Wehr über dessen Ruinen heutzutage der Tigris wegfliefst. Zwischen dem 60. und 70. km wird der Nahrwankanal vom Flusse Atheim gekreuzt und hier ist er auf eine Länge von 2 km verschwunden; in alter Zeit hatte man aber diesen Flufs in einer wirklich sinnreichen Weise unschädlich zu machen gewufst. Der Flufs Atheim kreuzt die Hamrinhügel etwa 80 km vom Tigris entfernt. Eine massive Sperrmauer etwa 17 m hoch war quer durch den Flufs " gebaut, fing den ganzen Flufs ab und verteilte seine — 64 — Wasser in zwei Kanäle, den Nahr-Batt und den Nabr-Rathan. Diese Kanäle bewässerten die Ländereien auf l^eiden Ufern des Atbeini und wurden schliefslich durch gemauerte Auslässe in den Nabrwan- kanal geleitet. Zwischen km 70 und 80 ist der Nahrwankanal vom neuen Tigrislaufe weggefressen. Bei km 100 ist er durch Schlammmassen des Khaliskanals ausgefüllt, die derselbe vom Dyalaflufs heral)- gebracht hat und ist ganz und gar in Anbau genommen worden. In alten Tagen nahm der Nahrwan die Hinterwasser des Khalis auf und führte sie weiter. Von km 120 bis 150 lief der Nahrwan- kanal dem Flusse Dyala parallel und hier ist er völlig verschwunden. Der alte Kanal war auf dieser Strecke so hoch gelegt, dafs er bei km 150 sein Wasser in einem höheren Niveau abgeben konnte, als der Dyala selbst. Wir kommen auf diesen Punkt zurück. Ich will hier die Beschreibung die Commander Felix Jones von der Niederlage, die hier die römische Armee unter Kaiser Julian erlitt ein wenig ändern und komme zu der AuflFassung, dafs die „hohen Deiche am Flufs", von denen der römische Geschichtsschreiber spricht, die hohen Konglomeratklippen sind, die das Flufsbett des Tigris nördlich von Opis im Osten begleiten, während die „Hügel", von denen die persischen Bogenschützen die ermüdeten Legionäre belästigten und aufrieben, der hohe Staudamm des ungeheuer grofsen Nahrwankanal waren. Gegenüber von km 153 sind am Nahrwankanal die Reste des Beldeidammes, der die Wasser des Dyala entgültig dem Nahrwan zuführte. Bei km 162 finden wir die Reste eines alten Wehrs, während wir von km 160 bis 210 uns gegenüber von Ctesiphon befinden und die hohe gewölbte Pforte, der Eingang zum Palaste Nuschirwan, eine weithin sichtbare Landmarke bildet und ein Zeugnis von den grofsen Tagen der Sassanideukönige abgibt. Auf dieser Strecke ist der Nahrwankanal dicht mit Städteruiuen besetzt und Seitenkanäle schwenken nach links und rechts mit staunenswerter Häufigkeit ab. Bei km 200 sind die Ruinen eines alten Wehrs und bei km 210 die eines zweiten. Oberhalb der letzteren geht ein sehr wichtiger Kanal vom linken Ufer ab, während unterhalb des letzten Wehres der Nahrwankanal nunmehr ohne künstliche Schranken auf ein niedrigeres Niveau fällt. Bis km 250 kann die Bewässerung des Landes ohne weiteres wieder aufgenommen werden. Von km 250 bis 400 ist aber das Land, das die alten Kanäle durchzogen, mit Salz gesättigt und mufs der Kultur erst gewonnen werden, ehe es bewässert werden kann. So wird dieses Gebiet zunächst liegen bleiben müssen. Die Kitab el Akalim, ungefähr 970 n. Chr., erzählt vom Nahrwankanal: „er — 65 — fliefst ununterbrochen durch ausgedehnte Dörfer, Dattelhaine und wohlkultiviertes Land und er mündet endlich ein wenig unterhalb Badrai in den Tigris.*^ Und noch einmal: „Dies ist der niedrigst- gelegene und beträchtlichste Kanal und hat gut gehaltene Bauten auf seinen Ufern. Er fliefst durch angebautes Land und durch Dörfer und in gleicher Weise bewässern viele Zweigkanäle aus ihm das Land zwischen ihm und defn Ostufer des Tigris, sie erstrecken sich zahlreich bis an den Tigris." Der obere Nahrwan stellt auf den ersten 15 km seines Laufs einen Trog dar, der ungefähr 15 m tief und 20 m weit, glatt in das harte Konglomerat hereingeschnitten ist. Der Kanal passierte diesen Durchstich wie ein Mühlwasser, gewann dann bei km 20 eine Weite von 100 ni und später von 120 m und behielt diese letzte bis km 100 bei. Von km 100 bis 150 führte der Dyalaflufs den gröfseren Teil des Wassers und das Bett des Nahrwan ver- engte sich auf 40 m Breite. Von km 150 an war sein Bett wieder zwischen 100 bis 120 m breit. Auf grofse Strecken wechselte die Tiefe des Kanals zwischen 5 und 10 m. Der zweite Beginn des Kanals war 100 m weit. Wenn der Kanal alles Wasser aufnahm, was er fortschaffen konnte, mufste er daher den Tigris förmlich auf- gesogen haben. Der weiteste Kanal in Ägypten ist 60 m breit und der tiefste hat 10 m Tiefe. Kein ägyptischer Kanal kann also mit dem Nahrwan in den Gröfsenverhältnissen verglichen werden und ebensowenig irgend einer in Indien. Das östliche Kanalsystem haben wir als das des Dijail genannt. Dies ist in Wirklichkeit ein alter Name des Tigris und deutet noch heute an, dafs die Kanäle dieses Systems sozusagen einen alten Lauf des Tigris ersetzt haben. Der alte Dijailkanal war ein grofs- artiges Werk, mehr als 100 km lang und 50 m breit. Gegenwärtig fliefst hier ein Kanal inmitten des alten Betts, der 5 bis 10 m breit ist. Commander Felix Jones gibt eine Zeichnung, die eine alte Brücke über den Dijail darstellt. Die Verhältnisse des modernen Kanals, der sich mit einem einzigen Bogen der alten Brücke begnügt, sprechen für sich selbst. (Von der alten Brücke sind nach der Ab- bildung jetzt noch vier Bogen sichtbar.) Dabei flofs diesem Kanal parallel der Ishakikanal und zahlreiche andere Wasserläufe von geringerer Wichtigkeit. Alle diese Kanäle bewässerten das Land oberhalb der Flutlinie und ungefähr südlich bis etwa in eine Linie mit Bagdad. Von Bagdad an ist das ganze rechte Ufer des Tigris durch Hochwasser nicht allein des Tigris, sondern auch des Euphrat Überschwemmungen ausgesetzt. Auf diese Frage der Überflutung des Landes zwischen Tigris und Euphrat und entlang beider Ströme werde ich später zurückkommen. — 66 — Was bat duu eigentlich den Untergang dieser einst so hoch- stehenden Ackerbauländer und dieser grofsen Städte herbeigeführt, und wie sind die endlosen Wüsten, die wir heute hier sehen, ent- standen? Das wird uns eine Betrachtung der Karte gleich lehren. Wer die Werke gesehen hat, mit denen der Gangeskanal bei Hardwar in Nordindien beginnt, wo massive Wehre quer über das kiesige Bett des Ganges unterhalb Hardwar das Wasser des Stromes in den Gangeskanal oberhalb der steilen Uferwände des Kankal ableiten, der kann sich leicht von dem, was ich jetzt sagen will, ein Bild machen. Dann können wir uns vorstellen, was das Schicksal des grofsen Gangeskanals werden würde, wenn das Wasser dieses Stromes nicht den Hardwarkanal, sondern den Budhganga hinab- fliefsen würde und nun sich scharf nach Westen wendend das Steil- ufer bei Kankal so weit wegfressen würde, bis der Kanal in den Flufs hinunter gezogen wäre. Das würde nichts mehr und nichts weniger bedeuten, als dafs das ganze System mit 500 km Haupt- kanälen, 3500 km Zweigkanälen trocken gelegt und nutzlos ge- w^orden wäre! Ähnlich ist aber das Schicksal des Nahrwan-Kanals gewesen. Der Tigris hat eine mittlere Breite von 400 m nach einer Mit- teilung, die mir Herr Moritz, Bibliothekar an der Bibliothek des Khedive in Kairo, gütig vermittelte, während die unteren Mündungen des Nahrwan-Kanals nach den Messungen des Commander Felix Jones jede 100 m breit sind. Um die Speisung dieses grofsen Kanals zu sichern, waren im Tigris unterhalb der Aljteilung dieser Kanäle massive Wehre erbaut. Mir scheint nun die Annahme un- abweislich, dafs an Chaldäas Unglückstage der Hauptstrom des Tigris sein altes Bett verliefs, dem verstopften und verkommenen Bette des Kanals folgte, dessen Mündungswerke weggeschwemmt wurden, und sich ein neues Bett grub im rechten Winkel zum alten Stromlauf. Eine genaue Untersuchung der Karten und Höhenkurven kann zu keiner anderen Entscheidung führen. Einmal hat der Flufs seinen Lauf verändert, das alte Bett verstopfte sich allmählich, der Flufs frafs den Speisekanal an der Stelle, wo die Ruinen des Wehres noch heutzutage im Flufsbette sichtbar sind, weg und machte es noch einmal so mit dem Hauptkanal des Nahrwan zwischen km 70 und 80. Es war das eine fürchterliche Katastrophe. Schwache Hände taten, was sie konnten, um dem Unglücke einigermafsen zu wehren. Der Beldeidamm quer über den Dyala wurde verstärkt und die Ableitung des Nahrwan-Kanals auf km 152 verlegt. Die geringe Wasserführung des Dyala allein war aber alles, was man hatte, der Tigris gab nichts mehr von seineu Wassermassen her, und eine einst durch ihre Blüte M'eltberühmte Provinz war eine — 67 — Wüste geworden. Das Unglück auf dem Westufer war nicht weniger grofs. Die Wehre, welche die Wasser des Tigris gestaut und sie in die Kanäle abgeleitet hatten, waren zerstört, und die mächtigen Kanäle schwanden zu den heutigen schmalen Wasserfäden zusammen. Commander Felix Jones bemerkt dazu passend: „Die Höhe von Opis, auf der wir uns befinden, gewährt dem Beschauer ein Bild kaum fafsbaren Elends, schlimmer als die Phantasie es sich vor- stellen könnte, wenn man es nicht vor Augen hätte. Nahe vor uns erheben sich die geborstenen Mauern der alten Grofsstadt, und viele andere Ruinenhügel benachbarter Gebäude erheben sich wie InselQ über die ungeheure Ebene, die eines Pflanzenkleides entbehrt, so gut wie ein Schneefeld und so eben und spiegelglatt daliegt, wie die ruhige See," Das Bild des Landes beweist, dafs plötzlich eine ungeheure Wassermasse hereinbrach und alles vor sich nieder- warf. Als der Tigris, wie man noch sehen kann, sein altes Bett verliefs und seinen jetzigen Lauf mitten durch die blühendsten Teile des Distrikts nahm, schnitt er in seinem wütenden Anprall dem grofsen iSTahrwan-Kanal die Schlagader ab und brachte so über einen grofsen Distrikt absolute Zerstörung. Wohl wurden Städte, Dörfer, Kanäle, Menschen, Vieh und Kulturen vom Strome in einem Augen- blicke überflutet, aber der unmittelbare Verlust war sicher gering anzuschlagen, verglichen mit dem Elend und der Verzweiflung, die folgten. Ein ganzes Land, etwa 400 km lang auf 30 km Breite, war nur von dem Kanal und seiner Wasserzufuhr abhängig gewesen und seine Bevölkerung war so dicht, dafs, wenn wir nach den Ruinen und den ungeheuren Werken, die sich nach allen Richtungen er- strecken, urteilen dürfen, kein Fleck auf der Erde stärker besiedelt war. Von denen, die die Katastrophe selbst überlebten, mufsten Tausende, ja vielleicht Millionen sich an den Ufern des Tigris sammeln, um wenigstens zunächst noch ihr Leben zu fristen, denn die ganze Provinz, die sonst Leben und Wohlstand geatmet hatte, war nun mit einem Schlage eine vollständige Wüste geworden. Der Untergang des Nahrwan-Kanals ist in der Tat der entsetzliche Schlag, den dieses Land getroffen und zu dem gemacht hat, was es ist. Die ungeheure Gröfse des Unglücks mufs alle Tatkraft gelähmt haben und Pest und Hungersnot, die mit verheerender Heftigkeit auftraten, da die Hochwasser des Flusses, die durch keine Dämme mehr zurückgehalten wurden, die Ebene mit jedem Jahre mehr und mehr versumpften, vollendeten zweifellos das Un- glück. Wir haben uns lange genug bei dem Bilde des Unglücks und der Zerstörung aufgehalten. Es wird von altersher berichtet, dafs das Volk auszog von Osten und im Lande Sinear ein ebenes Land - 68 — fand und daselbst wohute. (1. Moses, Kap. 11, V. 2 f.) Nun wendet sich der Blick unserer heutigen Zeit, wenn es sich um die Möglich- keit der Kolonisation und ^Entwicklung handelt, in der Regel nach Westen, aber hier in Mesopotanien haben wir es nicht mit Europäern zu tun, und hier ist es sehr viel wahrscheinlicher, dafs die Leute, die dies Land wieder bevölkern und kultivieren sollen, aus Osten kommen, als aus Westen! Die Bagdadbahn wird bald diese Gegenden durchkreuzen, ihre Schienen werden auf dem Damm eines neu wieder einzurichtenden Nahrwankanals liegen und Leben und Wohlstand wird in dieses Land des grofsen Wechsels zurück- kehren. Soll nun der Kanal mit englischem Gelde gebaut werden und vom persischen Golf her oder mit deutschem Gelde und vom mittelländischen Meer, von Westen her? Finanzmännisch ge- sprochen: soll der Kanal bekannt werden als Katul-il-Kaisar-il-Hind, (Kanal des indischen Kaisers) oder Katul-il-Kaisar-il-Alamania (Kanal des deutschen Kaisers) oder, wie er schon einmal geheifsen hat: Katul-il-Kesrawi, der Kanal der Kaiser? Die Errichtung dieser mächtigen Kanäle wird längs der Eisenbahnlinie ein Land schaffen, so reich wie Ägypten, und die Einkünfte werden Eisenbahn und Kanal bezahlen und sie werden noch einen Überschufs liefern, von dem sich nur der eine Vorstellung machen kann, der die ägyptische Landwirtschaft durch und durch kennt. Arbeiter aus Indien und vielleicht selbst aus Ägypten werden die Kanäle graben, sie werden die Staudämme und Schleusen bauen, und wenn sie das getan haben, werden sie sich in Millionen niederlassen, um diese Gelilde, in denen so reiches zukünftiges Leben schlummert, dauernd in Kultur zu nehmen, nicht anders, als wäre ein neues Pendschab oder ein neues Ägypten entstanden. Die ersten Arbeiten, mit denen begonnen werden müfste, werden ein paar massive Staudämme sein, etwas oberhalb Opis, quer über den heutigen Tigrislauf. Auf dem rechten Ufer wird man dagegen den alten Tigrislauf als einen mächtigen Vorfliitkanal erhalten müssen, gerade wie der Damiettaarm des Nils beibehalten ist neben der Barrage quer über den Rosettaarm des Nils nördlich von Kairo. Die neue Abgangsstelle des Nahrwan-Kauals wird bei km 50 des (ehemaligen) oberen Kanalbeginns liegen. Der Flufs Atheim wird wahrscheinlich nicht anders behandelt werden, wie die alten baby- lonischen Ingenieure ihn behandelt hatten. Zwischen km 70 und 80 wird man dem Nahrwan-Kanal ein neues Bett graben müssen und mächtige Buhnen werden dafür sorgen müssen, dafs der Tigris sein linkes Ufer in Zukunft in Frieden läfst. Der Kahliskanal wird mit einer Überführung überschritten und den Dyala wird man benutzen, um das niedrigere Land gegen Bagdad hin zu bewässern, während die — 69 — höher gelegeuen Gebiete durch ein neues Bett des Nahrwan ver- sorgt werden. Aus der Beschreibung des Laufs des Nahrwan- Kanals unterhalb km 153 scheint mir hervorzugehen, dafs der Djala eigentlich zu tief lag, um diese Gebiete gehörig zu bewässern. Ein i.euer Kanal von km 120 bis 150 wird das Wasser auf einer aus- reichenden Höhe heranführen und wird den Nahrwan-Kanal in Stand setzen, von km 160 bis 250 die reiche Ebene jenseits Ctesiphon und Seleucia wieder zu bewässern. Über km 250 hinaus bis km 400 des alten Kanals liegt eine Strecke Land, die nach allem, was ich den Beschreibungen des Landes entnehmen kann, jetzt zu viel Salz aufgenommen hat und augenblicklich brach liegen bleiben mufs. Mit Zement und Beton, von denen die Alten nichts wufsten, mit Dampf kraft und Elektrizität, mit Sprengpulver und Dynamit, mit Nafs- und Trockenbaggern und all den anderen Maschinen, die uns jetzt zu Gebote stehen, werden wir in für uns einigermafsen abseh- barer Zeit, vielleicht in 20 Jahren, so viel für das Land tun können, wie eine ganze Dynastie der alten Könige mit ihren Hunderttausenden von Kriegsgefangenen und Frohnarbeitern! LFm nun einigermafsen über die notwendigen Arbeiten und ihre Kosten klar zu werden, brauchen wir einen ganzen Stab von In- genieuren unter einer tüchtigen Oberleitung, denn wir brauchen Kenntnisse, wie nur Sachverständige sie sich durch monatelange geduldige Arbeiten da draufsen erwerben können, wir brauchen genaue Aufnahmen des Bettes des Tigris, Atheim und Dyala, Auf- zeichnungen über die Wassermengen, Wasseranalysen dieser Flüsse, genaue ßodenkarten, genaue Höhenaufnahmen des Gebiets, durch das wir unsere Kanäle führen sollen, und die erforderlichen Abmessungen der seitlichen Entwässerungsanlagen. Die Flüsse müssen ausgepeilt und der FLufsgrund durch Bohrungen untersucht werden, wir müssen die angrenzenden Gebiete auf Baumaterialien hin untersuchen, die wir für Schleusen und Auslässe, für Dämme, Unterführungen und Überführungen gebrauchen können, und für all die Bauzwecke, die ein gut ausgearbeitetes Projekt mit sich bringt. Alle diese notwendigen Arbeiten werden sich erst in ein paar Jahren ausführen lassen. Ich habe es aber doch nicht für überflüssig gehalten, mit Hilfe meiner Erfahrung und der Übersicht, die mir ein ganzes Leben, das nur den Bewässerungsanlagen ge- widmet war, gegeben hat, eine Art Voranschlag zu machen, darüber, was ein solches Werk wohl kosten würde, und was sich damit er- reichen läfst. Ich hotte, die Aussichten werden so günstig sein, dafs sich so viel Kapital anlocken lassen wird, dafs wir zunächst einmal auf die Beschafl'ung der notwendigen Vorarbeiten eingehen können. — 70 — Die Gröfse des Landes, das nur der Bewässerung bedarf, um sofort sich gehörig zu rentieren, schätze ich, wie folgt: westlich vom alten Tigris .... 280 000 Acres, zwischen dem alten und neuen Tigris 160 000 „ östlich vom Tigris, nördlich von Bagdad 420 000 „ südlich von Bagdad 420 000 zusammen 1 280 000 Acres. Die Kosten der Arbeiten (discounting all assets) veranschlage ich ungefähr fulgendermafsen: Hauptkanal 200 km ä 500 cbm . 2 000 000 Pfd. Strl., Wehre am Tigris ....:. 600 000 „ Mauerwerk des Hauptkauais, die Hälfte von der Erdarbeit . . 1 000 000 „ Seitenkanäle 1 280 000 Acres ä 3 Pfd. Strl 3 840 000 ,, zusammen 7 440 000 Pfd. Strl., zur Abrundung 560 000 „ also im ganzen 8 000 000 Pfd. Strl. Die Kosten für den Acre berechnen sich auf ., oqa a/^a = ^'^^^ 1 esitz die Krone aller Eroberungen war. Jede Macht des Orients, die dieses Land in der Hand hatte, beherrschte den gesamten Osten, war dies Land verloren, war damit auch die Stellung als Vormacht im Orient verloren. Ein Land wie dies lohnt sicher den Versuch, es aufzuwecken. Wenn wir aber überhaupt nur erst einmal die Ursache des Verderbens und der Verwüstung wirklich kennen, dann sind wir auf dem besten Wege, ihm seine alte Fruchtbarkeit wiederzugeben. Ein Land aber, das den alten Ingenieuren so ge- fügig seine Erträge entgegenbrachte, dafs der persische König den Glanz seiner Hofhaltung davon bestreiten konnte, das, sollte man denken, wird auch der modernen Wissenschaft gegenüber nicht ver- sagen und das aufgewendete Kapital und die aufgewendete Intelligenz entsprechend verzinsen. Was einst die alte Weisheit des Ostens geplant und gebaut hat, dafs mufs aber heutzutage der moderne Ingenieur Europas übernehmen. Einst war Bewässerung und Kultur des Delta eine ungeheure Aufgabe; die chaldäischeu Weisen, ausgezeichnete Wasserbauingenieure und keine schlechten Meteo- rologen, wufsten damit fertig zu werden. Heutzutage ist die Aui- gabe noch schwieriger, aber unsere moderne Technik ist denn doch gegen die Baukunst der Alten gewaltig fortgeschritten, und so läfst es sich hoflen, dafs das J^and wieder ein Garten des Ostens wird, und dafs das Volk von Osten und Westen wieder in der Ebene Sinear wohnen wird. Der offizielle Titel Bagdads ist Dar es Salaam, Priedensstätte. Der Frieden allerdings hat hier nicht recht eine Stätte gefunden, denn die Stadt hat die mannigfaltigsten und wechselndsten Schicksale gehabt, aber nur wenig Frieden vom Gründungstage an durch die blutbefleckten Zeiten Timurs, Halakus und der tartarischen Horden, deren Einbrucli für das Land nicht viel an Zerstörung hinter der einen furchtbaren Katastrophe, dem Wechsel im Laufe des Tigris und der fih-chtbar dunklen Zeit, die folgte, zurückblieb. Sicher können wir uns mit dem Gedanken be- schäftigen, dafs nun endlich dem unglücklichen Lande eine neue Zeit des Friedens und des Gedeihens naht. Tausende und Zehn- tausende fleifsiger Auswanderer aus Britisch-Ostindien und vielleicht — 81 — auch aus Ägypten werden sich bald ins Delta des Tigris drängen, um den Bahnbau von Koweit nach Norden und den Bau der Kanäle von Opis nach Süden zu beginnen. Von Anfang an wird die Bahn sehr nützlich sein indem sie Arbeiter und Materialien vom Persischen Golf an das neue Bewässerungsgebiet und seine Kanäle heranschleppt und an die Städte, die schnell (nach dem Muster von Ismailia und Port Said) an Bahn und Kanal entstehen werden. Eine neu sich bildende Bevölkerung und neuer Wohlstand in Chaldäa wird natürlich eine günstige Entwicklung der Bahn bedeuten, und wenn erst die Strecke vom Mittelmeer her, die Strecke, die vom Persischen Golf begonnen ist, getroflen hat, dann werden die Ebenen von Chaldäa nach Osten und Westen ihren überflüssigen Segen ausschütten können. Es gibt kein Land der Erde, das besser für den Bau von Zerealien geeignet wäre als das am Tigris. Habe ich doch unseren früheren Präsidenten Dr. Schweinfurth an dieser Stelle sagen hören, dafs der Weizen in seiner wilden Ursprungsform seine Heimat in diesen halbwüsten Gegenden mit einer langen Trockenheit hat, und dafs er von hier aus nach allen Gegenden der Welt verpflanzt worden ist. Baumwolle, Zuckerrohr, Mais und alles, was im Über- schwemmungsgebiet des Nils während des Sommers gedeiht, wird hier ebensogut wie am Nil seine Stelle finden, und was im Winter in Ägypten wächst, Getreide, Hülsenfrüchte, Klee, Mohn und Tabak, wird so gut gedeihen wie am Nil. Wir wollen nicht erst von den Gärten, die die Geschichte in Babylonien und Bagdad gekannt hat, sprechen, aber ein Land, dessen Klima solche Früchte in tropischer Fülle hervorbringt und dessen schneegenährte Ströme eine ständige Be- wässerung für Millionen von Acres erlauben, kann nicht trostlos und verlassen daliegen bleiben, wenn die Bagdadbahn dies Gebiet durchschneidet und europäisches Kapital sich hier eine nutzbare Verwendung sucht. Der Durchgangsverkehr von Europa nach dem Osten wird sicher eine verhältnismäfsig bedeutende Einnahme abgeben, aber wenn dazu (in Zukunft) die reichen Erträge Chaldäas selbst kommen, dann wird die Bagdadbahn einen Gewinn bringen, der die über- schwenglichsten Hoffnungen der Unternehmer noch übertriö't, und sie werden dazu den Euhm haben, dafs die Bahn, die sie planten, dem einst weltberühmten Lande zu seiner Wiedererstehung die Hand bot. Ich habe diese äufserst interessante Arbeit Willcocks über- setzt, weil ich fürchten konnte, dafs der Gesichtspunkt, den der Verfasser, der unstreitig genialste Wasserbauingenieur der Jetztzeit, — 82 - vertritt, auch iu den Kreisen, in denen die deutsche Bagdadbalin die eifri<^ste Förderung iindet, keineswegs besonders beachtet wird, ja, vielleicht stellenweise kaum bekannt ist! Die ungeheuer ein- fache Idee, die freilich seinen ganzen Vortrag durchzieht, aber eigentlich nur an einer Stelle stark ausgesprochen zum Ausdruck kommt, ist die, dafs der Bahndamm in Gebieten des Ackerbaus mit künstlicher Bewässerung um einen etwas saloppen, aber deut- lichen Ausdruck zu gebrauchen, der geborene Staudeich des Zu- briügerkanals für das ganze Bewässerungsgebiet ist. Würde mau diesen wahrhaft genialen Gesichtspunkt nicht festhalten, so wäre zu fürchten, dafs die Bagdadbahn, als Notbau mit den geringsten Kosten in möglichst gerader Linie gebaut, für die Verzinsung viel mehr den Schwankungen des Weltmarkts aus- gesetzt wäre, als den Aktionären lieb sein könnte. Das Beispiel der Bahnen, die den amerikanischen Kontinent durchqueren, der sogenannten Pazifikbahnen, ist, wenn man das auch selten hört oder liest, keineswegs irgendwie ermutigend. Die fertige Bahn würde sich dann aber doch wahrscheinlich höchstens stellenweise und stückweise als ein Hilfsmittel für die künftige Erschliefsung des Landes verwerten lassen. An vielen Stellen würde das Vorhanden- sein der Bahn und vielleicht auch ihre Lokalinteressen der Er- schliefsung des Landes, die sich für die Bebauung nur durch Kanal- bauten im allergröfsten Stil mit der nötigen Energie und Intensität machen läfst, im höchsten Grade hinderlich sein. Ferdinand von Richthofen, jetzt der Vertreter der Geo- graphie an der Berliner Hochschule, hat mir die Ehre erwiesen, dafs die von ihm zuerst aufgestellte Wirtschaftsform des Ackerbaus mit Bewässerung in einem meiner Werke*) publiziert wurde. Leider scheint diese hochwichtige, namentlich mit den ältesten Anfängen unserer Kultur verknüpfte Form — der allerälteste Ackerbau, sei es in Babylon, dem Ursprungsland, oder in Ägypten, Persien, Turkestan, China, Griechenland (ürchomenos) ist ausnahmslos Ackerbau mit Bewässerung — damit an eine Stelle geraten zu sein, wo er immer noch nicht die ihm jedenfalls gebührende Beachtung gefunden hat. Der Ackerbau mit Bewässerung rechnet im allgemeinen — nur im Nillande liegen die Verhältnisse anders, und die Sonderstellung Ägyptens erklärt sich zum Teil grade auch daraus — auf die Zufuhr von schnee- bedeckten Gebirgen her; damit erklärt sich der ungeheure Vorteil, dafs, je höher die Hitze des Sommers und damit der Wasserbedarf steigt, desto gröfser auch die Wasserzufuhr ist. Der- *) P]d. Hahn, Die Haustiere usw. Leipzig 18%. 80. S. 410. — 83 — gleichen Verhältnisse haben wir in Europa im allgemeinen nicht, nur ein einziger kleiner, selbst dem kleinen Europa gegenüber der Gesamtfläche nach winziger Fleck hat ähnliche Verhältnisse, und die Einwohner, ein von der germanischen grofsen Gesamtheit durch Eiswüsten und Gebirgsöden abgesprengter Teil, haben sich mit einer, man kann nui" sagen, genialen Kühnheit den gegebenen Verhältnissen gegenüber zu stellen gewufst. Die Bauern des Wallis, des oberen Tals der Rhone, haben bei ihrer afrika- nischen Sommerdürre klar erkannt, dafs der Wohlstand ihnen über den Köpfen hing. Sie haben das Schmelzwasser der Schnee- und Firnmassen ihrer Eisgipfel durch ein einfaches, aber geniales Bewässerungssystem heruntergeholt, und welcher Bankier oder Kapitalist noch nicht weifs, ob er sein überflüssiges Geld mit gutem Gewissen der Bagdadbahn zuwenden soll oder nicht, der braucht nicht nach Bagdad zu gehen, er braucht auch nicht in Ägypten die für den Europäer recht schwer verständlichen Ver- hältnisse der Nilbewässerung zu studieren. Er kann in Visp oder in Zermatt am Fufse des Matterhorn lernen, dafs künstliche Be- wässerung in einem Trockenklima sehr hoch verzinsliche Anlagen seit vielen Jahrhunderten ohne irgend einen Anstofs bezahlt, und dafs sich daher die Bagdadbahn vorzüglich rentieren kann, wenn im Anschlufs an den Bahnbau ein neues System von Kanälen das schlafende Land für einen neuen Ackerbau mit Bewässerung im Sinne Ferdinands von Richthofen weckt. Odiandanfforstung in Niederländisch - Indien. Von Dr. Büsgen, Professor an der Königlichen Forstakademie Hannoversch-Münden. (Mit einer Abbildung. Seit unter der Herrschaft der holländischen Regierung auf Java Ordnung und Sicherheit eingekehrt ist, haben sich die Eingeborenen aufserordentlich stark vermehrt. Unter den 30 Millionen Menschen, die heute Java bewohnen, befind(m sich etwa 28 Millionen Ein- geborene, während in früheren Zeiten die Insel kaum den zehnten Teil dieser Zahl zu ernähren vermochte. Im Zusammenhang hiermit ist ein Zurückdrängen des Waldes durch Ackerbau eingetreten. Gleichzeitig aber hat auch eine rücksichtslose Ausbeutung der Wälder in früheren Jahi'zehnten in Verbindung mit einer beim Kaifeebau getriebenen Raubwirtschaft zur Entstehung ausgedehnter Gras- wildnisse geführt, die bei ihrer Zusammensetzung aus den grofsen, — 84 — harten Gräsern Alang- Alang (Iui])erata Koenigii) und Glagah (Saccbarum spontaneum) nur geringen Nutzwert besitzen, dagegen aber eine stete Belästigung für die Forstwirtschaft bilden. Die Eingeborenen haben die Gewohnheit, von Zeit zu Zeit den Alang- Alang anzuzünden, um in den nach dem Brande sich entwickelnden jungen Sprossen Futter für ihr Vieh zu erhalten. Solche Brände dehnen sich weit aus und können auf Wälder und Forstkulturen übergreifen und dort, wenn nicht die älteren Bäume, so doch den Nachwuchs beschädigen. Aufserdem wirkt die Ausbreitung der Graswildnisse nachteilig auf die Bewässerung, indem sie dem Schutz der Bäume entzogene Quellen zum Versiegen bringt und vielleicht auch auf den Regenfall einen ungünstigen Einflufs ausübt. Diese Gründe bewogen die Regierung, die Wiederaufforstung der Graswildnisse in die Hand zu nehmen und, namentlich durch geeignete Bestimmungen über die Nutzung der Wälder, einer weiteren Ausdehnung derselben vorzubeugen. Das Klima Javas bereitet den Aufforstungsversuchen keine besonderen Schwierigkeiten. Im Westen stets feucht, zeigt es im Osten einen Wechsel zwischen Regenzeit (Westmonsun) und Trockenzeit, doch dauert die letztere in der Regel nicht so lange, dafs der Baumwuchs dadurch geschädigt würde. Man darf annehmen, dafs, wenn die Einwirkung des Menschen und seiner Haustiere ausgeschaltet werden könnte, fast ganz Java in nicht allzu langer Zeit sich wieder mit Wald überziehen würde. Die Aufforstungsarbeit läuft denn auch darauf hinaus, vor allem die genannten Schädlinge auszuschliefsen und dann noch durch horst- weise oder ringw^eise Anpflanzung geeigneter Holzarten auf dem aufzuforstenden Terrain der spontanen Waldbildung infolge der Besamung durch den Wind oder durch Tiere zu Hilfe zu kommen. Sehr lehrreich ist ein Versuch, der im Jahre 1894 am Muriagebirge ins Werk gesetzt wurde (vgl. Zeitschr. f. Forst- und Jagdwesen 1904). Man legte rund um das Gebirge in einer Höhe von 600 bis 1000 m über dem Meere eine 87 '/s Kilometer lange Hecke an, die in ihren verschiedenen Abteilungen eine wechselnde Zusammensetzung hatte. Pandanus, Agaven, Bambusen und andere stechende oder sonst schwer zu durchdringende Sträucher wurden so dicht gepflanzt, dafs sie ein ohne Anwendung von Instrumenten nicht zu durchdringendes Hiuder- nifs bildeten. Aufserdem ward auf der dem Flachland zugekehrten Seite bis auf 100 m von der Hecke verboten, Feuer anzuzünden, leicht entzündliche Stoffe zu sammeln oder niederzulegen, mit Feuer zu laufen, Beile oder andere Gerätschaften zu tragen oder Vieh zu treiben oder weiden zu lassen. Dieser brand- und viehfreie Streifen wurde in Alang-Alangfeldern auf 25 m Breite vom Alang-Alang befreit und sonst, wo es nötig schien, durch eine zweite Hecke be- — 85 — zeichnet. Wo die Hecke durch Wald lief, wurden Waldpflanzen wie Rotang benutzt. Auch Ficus elastica, dessen ausgebreitetes Luftwurzel- und Zweigs jstem sich zur Hecke eignet, während seine Bodenwurzeln auf steilem Terrain gegen Abspülung schützen, ist in Mischung mit anderen immergrünen Holzgewächsen empfohlen worden. Nach sechs Jahren war das abgesperrte Terrain in voller Wiederbewaldung begriffen. Es waren für Anlage und vierjährige Unterhaltung der Hecke ausgegeben worden 8890,75 holl. Gulden (1 fl. ^ 1,70 Mk.), für Anlage und Unterhaltung des brandfreien Streifens 9599 Gulden; im ganzen innerhalb der sechs Jahre 18489,75 fl Dazu kommen noch die Kosten der Unterhaltung der Anlage während etwa dreier weiterer Jahre mit etwa 2,70 Gulden pro Jahr und Kilometer. An Stelle des brandfreien Streifens hat man auch einen Ring von Wald um einen aufzuforstenden Berggipfel angelegt. Eine voll- ständige Bepflanzung der Fläche käme jedenfalls viel teurer als die beiden angegebenen Methoden. Die Brandstreifmethode hat den Vorzug, kein geschultes Personal zu erfordern und kann an allen Stellen des zu schützenden Gebietes gleichzeitig angewendet werden. Während der Jahre 1872, 1875 und 1886 wurden bedeutende Auflorstungen an den mitteljavanischen Vulkanen Sumbing (3336 m) und Sendoro (3145 m) ausgeführt. Als Anfänge neuen Waldes treten hier spontan auf Myrica javanica, Albizzia montana, Anaphalis javanica u. a., deren Samen durch Vögel oder Wind verbreitet werden. Am Sendoro wurden aufser der Anlage einer Hecke und eines Reitpfades von 1879 bis 1882 292 000 Holzpflanzen eingesetzt, unter denen u. a. verschiedene Eucalypten, Cinchonen, Myrica javanica, Albizzia moluccana und montana, Pometia sp. sich be- finden. Manchem mögen der raschwüchsige Eucalyptus globulus und die noch rascher wachsende Albizzia moluccana besonders ge- eignet erscheinen. Beide aber gedeihen nicht überall; Albizzia hat aufserdem, wie eine früher ebenfalls zur Aufforstung benutzte Photinia, schlechtes Holz und geht nach etwa 20 Jahren durch Bockkäfer zu Grunde. Am Merbabu (3145 m) bestand 1901 in der Höhe von 6500 bis 7000 Fufs ein Kulturgürtel von 1000 bis 1500 m Aus- dehnung. Die benutzten Pflanzen wurden aus den benachbarten Wäldern herbeigeholt oder in Beeten erzogen und dann, nachdem sie eine Höhe von 15 bis 40 cm erreicht hatten, in Abständen von 1,5 bis 3 m in 80 cm breite Terrassen eingebracht. Bei der Aus- wahl der Pflanzen wurde aufser auf nutzbares Holz auf Abstammung aus der Nachbarschaft Gewicht gelegt, weil diese die beste Gewähr für das Gedeihen der Anpflanzung bildet. Unter den benutzten Arten sind zu nennen : Tristania conferta, Casuarina montana, Schima — 8G — Noronhae, Eucalyptus sp. sp., Myrica javaiiica, Pittosporum sp., Eicurf sp,, Glocliidium sp. Für einige dieser Pflanzen existieren Angaben von Koorders über die Wacbstumsgeschwindigkeit. Danach erreichte Schima Noronhae mit vier Jahren 3 bis 5 m Höhe und 2 cm Dicke, Tristania conferta in neun Jahren 14 m Höhe und 22 cm Dicke. Für besonders schlechte Böden empfiehlt Boerrigter Erythrina ovalifolia Eoxb. und mebr noch Eugenia opaca K. et Val.; ferner Calophyllum inophyllum, zum Anfang wohl auch ge- meine wuchernde Sträucher, deren Hauptrepräsentant auf Java die ursprünglich eingeschleppte, jetzt überall dort verbreitete Lantana camara ist. Terrassen für die Aufforstung am Merbabu. Die Pflanzungen wurden im allgemeinen in Kontrakt mit der Bevölkerung angelegt, der gestattet wurde, zwischen den Pflanz- löchern Tabak, Kohl, KartoH'eln und andere Feldfrüchte zu ziehen. Dafür müssen die Leute die Bäumchen pflanzen und die Pflanzung etwa 3 bis 4 Jahre unterhalten gegen ein Entgelt von 12,50 bis 15 fl. pro Bouw (1 Bouw = 7096,49 qm). Zur Aufsicht über die Anlagen wären nach der Meinung mancher Forstleute am besten die dem aufzuforstenden Terrain benachbarten Gemeinden heran- zuziehen, deren Häupter solidarisch verantwortlich zu machen seien. — 87 — Über die Lage des Vanilleiiiarkles. Dr. R. Hennings. Als Hauptproduktionsgebiete für Vanille kommen bekanntlich in Betracht die Seychellen, Mauritius, Bourbon, Komoren. Madagaskar, Kuba, Dominica, Martinique, Mexiko, Java und neuerdings haben wir auch in unserer Kolonie Kamerun einen Versuch mit dem An- bau dieser Kulturpflanze gemacht, allerdings, wie es scheint, mit wenig befriedigendem Resultate. Vorwiegend kommen nur die eng- lischen und französischen Besitzungen in Betracht, insbesondere die Seychellen einerseits und die französische Insel Bourbon ander- seits. Als die wichtigsten europäischen Märkte sind London und Paris zu nennen. Die Gesamtproduktion an Vanille dürfte sich auf etwa 300 000 kg belaufen, doch fehlen die genauen Unterlagen, damit eine solche Schätzung Anspruch auf Richtigkeit machen kann. Recht interessant ist es zu beobachten, wie französische Händler sich zur Zeit bemühen, die Einfuhren gänzlich nach Paris zu leiten. Zu diesem Zwecke versandte ein einflufsreiches Haus in Paris, welches auf diesem Gebiete arbeitet, an die mafsgebeuden Quellen in den Produktionsgebieten, insbesondere den Seychellen, Mitte vorigen Jahres Zirkulare, ihre Sendungen in Zukunft nach Paris statt nach London zu richten, um günstigere Preise zu erzielen. Es mufs vorausgeschickt werden, dafs die Lage des Vanille- marktes zur Zeit eine unbefriedigende ist, und die Quotierungen mehr und mehr gesunken sind. Dies ist einerseits einer Über- produktion, anderseits der Konkurrenz des synthetisch dargestellten Vanillins zuzuschreiben. Das oben erwähnte französische Haus führt in seinem Schreiben aus, dafs der Londoner Markt nicht imstande sei, gröfsere Quanti- täten abzusetzen, wodurch nur eine Preisdrückung zustande käme. Paris sei in bei weitem günstigerer Lage und durch Zentralisation des Verkaufes in sachkundigen Händen würden die Interessen der Pflanzer auf den Seychellen am besten gewahrt werden. Natürlich kann man sich denken, dafs englische Händler nicht lange mit einer Antwort auf sich warten liefsen, um ihre alten Rechte zu wahren, umsomehr, da bekanntlich die Seychellen unter englischer Verwaltung stehen und die imperialistische Idee augen- blicklich recht sehr an der Tagesordnung ist. Sehr wirksam führten sie gegen diesen französischen Angriff aus, dafs London die einzigen öffentlichen Vanille- Auktionen in der auf dem Drogenmarkte wohlbekannten Mincing Lane hätte und auf diesen Käufern wie Verkäufern die beste Gelegenheit für befriedigende Abschlüsse geboten würde. Von allen Ländern eilten erstere herbei — 88 — uud es sei nicht schwierig, einen Überblick ijber die vorliegenden Qualitäten und Quantitäten des Produktes zu bekommen. Vorräte in zweiter Hand häuften sich nicht an und durch die spätere Zusendung der Kataloge mit den erzielten Verkaufspreisen wären die l'flanzer selbst in der Lage, den Markt zu übersehen. In Paris dagegen wiirden die Konsignationen unter der Hand aus- geboten, wodurch häufig eine falsche Vorstellung von den zur Ver- fügung stehenden Quantitäten aufkäme, auch würden die französischen Händler mutmafslich die Bourbon-Vanille, von der sie oft gröfsere Quantitäten hielten, zuungunsten der Seychellen -Vanille mehr poussieren. Soweit die englische Antwort, die nicht des nötigen Schneids entbehrt. Öffentlichen Auktionen ist entschieden für Produzenten ein Vorteil zuzuschreiben. Hartnäckig wird aber von französischer Seite das Projekt weiter verfolgt, und es ist nunmehr den Pflanzern ein Vorschlag unter- breitet, Verarbeitung, Versand und Verkauf einem französischen Syndikate anzuvertrauen. Zu diesem Zwecke würde der erforder- liche Betrieb an Ort und Stelle eingerichtet und auch die anderen Ausfuhrartikel wie Kopra, Bananen, Tapioca usw. könnten ein- geschlossen werden. Auch wird für die Vanille die Anwendung des Petitschen Reifeverfahrens vorgeschlagen, nach dem dieselbe be- trächtlich an Feinheit gewinnt und dadurch bessere Preise erzielt. Man darf darauf gespannt sein, zu sehen, wie weit französische Initiative auf diesem Gebiet erfolgreich sein wird. Wenden wir uns nun noch der Preisseite dieses Produktes zu. Ende der neunziger Jahre wurde der Höhepunkt, etwa 45 Mark pro Kilogramm erreicht. Alsdann sank der Preis langsam und stetig und die mafsgebenden Kreise bemühten sich infolgedessen, die Produktion einzuschränken. Gegenwärtig werden 8 bis 40 Mark gezahlt, je nach Qualität. Eine Besserung ist gegenwärtig kaum zu erwarten, da die grofse Dürre die Qualität ungünstig beein- flussen wird. Auch wird der Vanillemarkt durch das synthetisch dargestellte Vanillin, welches den aromatischen Bestandteil der Vanille dar- stellt, gedrückt. Der Preis für Vanillin stellt sich zur Zeit auf etwa 40 bis 42 Mark pro Kilogramm. Der Durchschnittsgehalt an diesem in der Vanille beträgt etwa 1,5 bis 2,5 pCt., so dafs wir also scheinbar in ersterem ein Substitutionsprodukt haben, welches um ein vielfaches billiger ist. Der deutsche Gelehrte Tiemann stellte es zuerst aus dem Koniferin, einem im Kambialsafte der Fichte enthaltenen Glykosid, her, welches eine rentable Basis für die Dar- stellung aber nicht lieferte. In dem Eugenol. einem Bestandteil — 89 — des Nelkenöls und Träger des Geruches in letzterem, liegt jedoch ein günstigeres Ausgangsraaterial vor, und deutsche, französische und schweizer Fabrikanten haben die Darstellung dieses Artikels aufgenommen. Es steht auch zu erwarten, dafs binnen kurzem ein noch billigeres Verfahren in den Betrieb gelangt, und liegen von französischer Seite schon diesbezügliche Patente vor. Trotzdem wird das Vanillin nicht imstande sein, die Vanille gänzlich zu verdrängen, wiewohl es den Konsum einschränken kann, was bis jetzt aber auch noch nicht der Fall ist. Aufser dem Vanillin scheinen in der Vanille noch einige andere aromatische Bestand- teile, wenn auch nur in Spuren, zu sein, die kombiniert, jenen be- kannten feineu Geruch der Vanille ausmachen und die Verwendung des Gewürzes in der Chokolade-, Speiseeis-, Parfüm- usw. Fabrikation bedingten. Ohne Zweifel liegen diese kleinen Mengen von Neben- bestandteilen wie Benzoesäure usw. in Form von Estern vor, wie sie durch einfache Mischung nicht zu erzielen sind. Der Gedanke also, den Wert der Vanille nach dem Gehalt an Vanillin fest- zusetzen, wie etwa die Chinarinde nach dem Prozentsatz an Alkaloiden beurteilt wird, ist vorläufig nicht ausführbar. Es ist aber auch nicht tunlich, dafs Vanille und Vanillin im Preise verglichen werden, und obgleich letzteres schon einen bedeutenden Markt gefunden hat, tritt es noch nicht in unmittelbare Konkurrenz mit dem Natur- produkt. Maiskultnr in Costarica. Von C. Werekle. Wie zu erwarten, gedeiht das Korn hier von der Küste bis über die Frostgrenze überall. Bei guter Kultur und in gleichem Boden sind die Erträge hier bedeutend höher als in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Es wird gewöhnlich blofs eine Sorte gebaut, eine schöne Form von „white flint", die aber mit der Zeit in den verschiedenen Höhen- und Regenzonen etwas abweichende Typen geliefert hat. Die Form, die in den Hochländern auf dem Jrazü gepflanzt wird, hat ungemein lange, schöne Ähren, die gewöhnlich bis zur Spitze sehr gut mit Körnern besetzt sind. Die Ursachen, warum blofs Steinkorn (flint) gepflanzt wird, sind: Erstens ist das Korn hier vor allen Dingen als Nahrung für die Menschen bestimmt und dafür sind die Steinsorten besser als die höhere Erträge liefernden Zahnsorten; zweitens würden letztere auf den Hochfeldern, wo jene noch herrliche Ernten geben, nicht mehr gut gedeihen, und dann sind sie überhaupt in verschiedener — 90 — Beziehung empfindlicher. Importierte Zahnsorten sind versucht worden, doch faulen die Spitzen der Ähren meist zu leicht bei nassem Wetter, und die Griffelfädeu werden von den Leuchtkäfern oft bis unter die Deckblätter abgefressen, wodurch die Nässe eindringt und die Pollinisation zum Teil verhindert wird; den einheimischen Steinsorten dagegen machen die Käfer wenig Schaden; auch sind die Ähren besonders fest durch die Hüllblätter gegen den Regen geschützt. Der Unterschied in der Dauer der Wachstumperiode im Tief- land und auf den hohen Gebirgsländern ist viel gröfser, als man annehmen sollte: oberhalb Tierra Bianca, bei 200ü m, an der Frost- grenze, braucht das Korn elf Monate bis zur vollen Reife, während es bei 700 m nur drei Monate nötig hat; von dieser Höhe abwärts bis zur Küste scheint dann wenig Unterschied zu sein. Dennoch wird auch in der heifsen Region jährlich blofs eine Haupternte ge- pflanzt, die überall Ende der Trockenzeit oder zu Anfang der Regenzeit in den Boden kommt, da gewöhnlich nur diese Ernte einen guten Ertrag liefert; später wird doi"t nur gepflanzt, um so- viel zu ernten, als man für die nächste regelmäfsige Aussaat braucht, da sich das Korn hier schwierig lange Zeit aufbewahren läfst wegen des gorgojo (Rüsselkäfer); dieser ist zwar leicht zu töten: man füllt das geschälte Korn in Fässer, stellt darauf ein kleines, flaches Gefäfs mit etwas Schwefelkohleustofl' und deckt dann den oberen Boden darauf, so dafs er am Rand so dicht wie möglich schliefst; nach '24 Stunden sind die gorgojos bis auf den Boden des Fasses tot. Ein Präservativmittel ist mir jedoch nicht bekannt. Diejenigen Leute, die nur geringe Quantitäten Mais bauen, be- wahren das Saatkorn in den Ähren auf, indem sie an diesen die vier inneren Hüllblätter lassen, diese zurückschlagen und mit den Enden zwei und zwei Ähren zusammenbinden, worauf sie in den Rauch über den Herd gehängt werden, wo sie bis zur nächsten Aussaat bleiben. Das Korn hat sehr starke Wurzeln und es gedeiht darum in geeignetem Klima in einem Boden, in dem der Weizen nicht mehr gut tun würde. Oberhalb Tierra Bianca gibt es Ländereien, die seit 40, sogar 60 Jahren ununterbrochen jedes Jahr eine Ernte Mais getragen haben und keine Spur von Erschöpfung zeigen. Dabei wird jährlich alles, was nach Einsammeln der Ähren übrig bleibt, die Stengel und das schon di'irre Unkraut, das den Boden dicht bedeckt, abgebrannt, sobald die Ernte vorüber, um gleich wieder neu zu pflanzen. Dies sind die Felder jener Striche, die etwas reicher an Phosphor sind als die meisten Teile des Landes. — 91 — Der Stickstoff und bis zu einem gewissen Grade der Humus wird durch die dort sehr dicht und üppig zwischen dem Mais wachsenden Leguminosen (hauptsächlich schlingende Papilionaceen) besorgt; die Nitrifikation des Bodens geht in diesen Ländern mit aufserordent- licher Energie vor. Wo das Land sich nicht selbst von Natur mit Papilionaceen bedeckt, ist es vorteilhaft, solche zwischen das Korn zu säen, ehe es blüht. Die Bestellung des Bodens sowie das Pflanzen ist hier sehr einfach: nach dem Abbrennen werden von einem Mann mit einer Macana (ein Mittelding zwischen einer Lanze und einem Spaten) in Entfernung von 0,65 bis 0,75 m in jeder Richtung Löcher in die Erde gestofsen; ein zweiter Arbeiter wirft je vier bis fünf Kerne Mais in diese Löcher, die er dann mit den Füfsen zutritt, und fertig ist die Pflanzerei. Gewöhnlich keimt das Korn noch, ehe es regnet, aufser in den trockensten Gegenden, wo es auf den ersten Regen wartet. Die spätere Kultivation ist ebenso einfach und besteht im Hochland in zwei Reinigungen mit dem Machete; dabei wird bei der zweiten die Erde etwas um die Wurzel angehäuft; im Tiefland reinigt man gewöhnlich einmal ohne zu häufeln. Einige Landwirte „pflügen" ihr Land, um das Korn zu säen; sie fahren nämlich mit einem vorsündflutlichen Holzgestell, das sie Pflug nennen und das mit einer horizontalen dreieckigen Eisenspitze versehen ist, durch das Land, indem sie in der Entfernung, die die Reihen voneinander haben sollen, je eine Furche reifsen; in diese Furchen wird dann das Korn geworfen. Die Pflanzen kommen so- mit in eine Entfernung von 0,65 bis 0,75 m in jeder Richtung zu stehen. Zwischen den Reihen bleibt der Boden ungepflügt, doch wird später dazwischen kultiviert, aber mit demselben Instrument, das äufserst unzweckmäfsig dafür ist. Ein einigermafsen gründliches Pflügen mit einem Wendepflug sieht man selten. Von Düngen ist vorderhand keine Rede, obschon es auch hier der billigste Faktor in der Produktion wäre, richtig angewandt: die Düngungsfrage ist hier etwas kompliziert und für die Kenntnisse und Einsicht der Eingeborenen viel zu schwierig. Vorderhand be- nötigten die meisten Böden für Mais nur chemischen Dünger, und zwar verhältnismäfsig mehr Phosphor als Stickstofl"; für die meisten Kulturen ist eine Zutat von Kalium überflüssig, doch würde ich gerade für Mais geringe Quantitäten davon gebrauchen. Bei Kar- toffeln dagegen wäre es nutzlos. Aber wenn man ein Land blofs mit chemischen Salzen düngt, wird in diesem Klima der im Boden vorhandene Humus aufser- ordentlich schnell verbraucht, und man mufs vom zweiten Jahre an Tropenpflanzer 1905, Heft 2. 7 — 92 — für Erneuerung des Vorrats sorgen durch Einbringen einer mög- lichst dichten Vegetationsschicht; dafür gerade sind die zwischen den Mais gesäten Leguminosen sehr zu empfehlen. •-:^r>^>:->^>r> « lA. ..^^ Koloniale Gesellschaften. \:/ "M Lindi- Handels- und Pflanzung-sg-esellschaft m.b.H., Koblenz. Ende Dezember 1904 verschickte die Lindi -Handels- und Pflanzungs- gesellscliaft m. b. H. in Koblenz ein Memorandum, dem wir folgendes entnehmen : Die Gesellschaft wurde am 14. Oktober 1903 mit dem Sitz in Koblenz und einer Zweigniederlassung in Lindi (Deutsch- Ostafrika) und einem Kapital von 150 000 Mk. begründet, welches sofort auf 300000 Mk. erhöht wurde. Den Hauptgegenstand des Unternehmens bildet die Pflanzung Kitunda bei Lindi, die vom Rittergutsbesitzer Arthur v. Osterroth-Schönberg als nominellem Inhaber der auf der Plantage lastenden Sicherheitshypotheken aus der Konkurs- masse der ehemaligen Lindi-Hinterlandsgesellschaft m. b. H. angekauft und zum Anschlagspreise von 100000 Mk. in die neue Gesellschaft eingebracht wurde. Das Memorandum gibt an, dafs der gröfste Teil des 2500 Morgen grofsen Ge- ländes infolge seiner Boden- sowie Klimaverhältnisse für den Anbau der Sisalagave geeignet ist. Der Boden besteht nämlich aus dem A'erwitterunga- produkt der Tertiär - Kalksteine und ist mit unverwitterten Kalkbrocken und Qnarzsand reichlich durchsetzt. Die jährliche Regenmenge beträgt im Durch- schnitt 800 mm. Die Temperaturverhältnisse bewegen sich zwischen 8° und 36° C. im Schatten. Das Gelände liegt gegenüber der Stadt Lindi an der Lindibucht und verfügt somit über sehr günstige Transportbedingungen. Auf der Pflanzung in Kitunda stehen zur Zeit 113 000 Sisalagaven, deren Reifetermine sich, wie folgt, ergeben: 1905 = 39 000, 1900 = 26 000, 1907 = 48 000; aufserdem sollen in der diesjährigen Pflanzperiode (Dezember 1904/Januar 1905) weitere 60000 Sisal- agaven gepflanzt werden, die Anfang 1908 schnittreif werden. Bei der Annahme, dafs eine Sisalagave jährlich 40 Blätter liefert und ein Blatt 20 g marktfähigen Hanf ergibt, stellt sich der Rohgewinn einer Pflanze bei einem durchschnittlichen Preis von 60 Mk. per 100 Kilo, auf 0,48 Mk. (inzwischen hat die Gesellschaft die ersten zwei Tonnen Sisalhanf zu 74 Mk. per 100 Kilo verkauft). Die Ernte- erträgnisse der vei'schiedenen Jahre würden sich demnach, wie folgt, ergeben: 1905 19 000 Mk., 1906 31000 Mk., 1907 54 000 Mk., 1908 83 000 Mk. Die Pflanzung besitzt aufserdem 70 000 Mauritiusagaven (Fourcroya gigantea), deren Reifetermin das Jahr 1905 ist. Die Mauritiusagaven sollen aber infolge des geringeren Wertes ihres Hanfes nach ihrer Aberntung durch Sisalagaven ersetzt werden. Den Ertrag von den Mauritiusagaven setzt der geschäftsführende Ausschufs auf 11 000 Mk. an, jedoch wird derselbe von Jahr zu Jahr um Vs zurückgehen, um nach dem dritten Jahre durch eine Ernte von Sisalhanf ersetzt zu werden. Aufserdem weist die Pflanzung einen Bestand von 12 000 Kautschuk- bäumen (Manihot Glazioviij auf, der vorläufig auf 20 (X)0 Bäume gebracht werden soll. Die Bäume werden im Jahre 1905 ertragsfähig. Der Ertrag wird mit 100 g marktfähigen Kautschuk per Baum angesetzt, was bei einem Preise von 6 Mk. bis 6,50 Mk. per Kilo einen Rohgewiun von 7000 Mk. ergeben würde. Dieser Ertrag soll sich mit dem zunehmenden Alter der Bäume langsam steigern. — 93 - Auf Grund dieser Zahlen gibt der geschäftsführende Ausschufs die Ein- nahmen für 1905 mit 37 000 Mk., für 1906 mit 47 000 Mk., für 1907 mit 67 000 Mk., für 1908 mit 93 000 Mk. an. Demgegenüber würden sich die laufenden Ausgaben stellen auf: 1905 87 000 Mk., 1906 45000 Mk., 1907 45 000 Mk., 1908 63 000Mk. Der Ausschufs macht hierbei darauf aufmerksam, dafs er nur mit den niedrigsten Einnahmeziffern rechnet und die laufenden Ausgaben auf Grund bisheriger Erfahrung angibt. Die Verwertung der Nebenprodukte und Abfälle werden ebenfalls nicht mitgerechnet. Die Arbeiterverhältnisse seien sehr günstig, da ein Stamm von etwa 200 ständigen Arbeitern vorhanden ist. Die Pflanzung besitzt an Gebäuden ein steinernes Wohnhaus, ein steinernes Küchengebäude, einen grofsen steinernen Schuppen mit Stallungen im Untergeschofs, zwei steinerne Aufseherhäuser usw. Eine Quelle liefert vorzügliches Trinkwasser. Die Fabrik- anlage besteht aus einem grofsen Maschinenhause für sechs Entfaserungs- und drei Doppel-Bürstenmaschinen und enthält aufser einem Anbau für die Loko- mobile je einen solchen für die Schmiede und die Kreissäge. An Maschinen sind vorhanden: eine Wolfsche Lokomobile von 18 HP. maximal, eine Doppel- Entfaserungsmaschine, eine Doppel-Bürstenmaschine, eine Kreissäge, eine Feld- schmiede und eine Ballenpresse. Die Gesellschaft besitzt aufserdem ein Grund- stück in der Stadt Lindi, auf welchem sich früher eine Faktorei befand. Endlich ist die Gesellschaft mit 5000 Mk. bei der Lindi-Schürf- Gesellschaft m.b.H. beteiligt, welche mit einem Kapital von 50 000 Mk. bergmännische Aufschlufs- arbeiten im Hinterlande von Lindi vornimmt. Die dort vorhandenen Mineral- fundstellen sind seitens der Schürfgesellschaft untersucht und gröfsere Lager von gutem Graphit und von schönen Almaudinen festgestellt worden. Bis Ende 1904 wurden auf diesen Besitz 160 000 Mk. verwendet. Zur Anschaffung von weiteren notwendigen Maschinen, einer Feldbahnanlage zur Erleichterung des Transports der Agavenblätter sowie als Betriebskapital sind weitere 90 000 Mk. aufzubringen, wozu der geschäftsführende Ausschufs die Aufforderung erläfst. Den geschäftsführenden Ausschufs bilden: Arthur v. Osterroth- Schönberg, Dr. Karl Redeker, Dr. Karl Popp. Geschäftsführer ist Bernhard Perrot. • ^»»»»?>» .^^- Aus deutschen Kolonien. « UN -:^ '-y^ ^ Kakao-Dörrapparate in Kamerun. Das Auswärtige Amt, Kolonial- Abteilung, stellte uns den nachfolgenden Berieht des Herrn Dr. Strunk, Leiters des Versuchsgartens in Viktoria, zur Verfügung, den wir angesichts des sehr wichtigen Gegenstandes vollinhaltlich zum Abdruck bringen. Die Frage nach einer guten und nicht zu teueren Kakao-Dörrvorrichtung, die auch bei den grofsen Regenmengen Kameruns sicher funktioniert, ist immer noch nicht in vollständig befriedigender Weise gelöst. Allen bisher bestehenden Trockeneinrichtungen haften vielmehr gröfsere oder kleinere Mängel an. Selbst die Trockenhäuser und Trockenapparate, welche in manchen anderen Ländern mit gutem Erfolge benutzt werden, erfüllen hier ihren Zweck nicht in dem- selben Mafse. Die beste Dörrvorrichtung ist immer noch der Mayfarthsche Apparat -Ryders Patent*. Nur ist derselbe zu klein, um auf grofsen Pflanzungen allein 7* — 94 — verwendet werden zu können. Die Konstruktion des Apparates entspricht aber allen Anforderungen, welche für eine vollständige Ausnutzung des Heizmaterials zu stellen sind. Sollte es einmal gelingen, einen ähnlichen Apparat in erheljlich gröfsereu Dimensionen vielleicht mit einem gemauerten Trockenkaual herzustellen, so dürfte dieser voraussichtlich auch für gröfsere Betriebe ausreichen. Der Trockenapparat „Guardiolas Patent" hat sieh im Gebrauch ziemlich gut bewährt. Jedoch machen sich bei ihm zwei Umstände als sehr hinderlich bemerkbar. Zunächst ist es mit grofsen Schwierigkeiten verbunden oder fast unmöglich, den Kakao in dem Zustande in den Trommeln der Apparate zu ver- arbeiten, wie er ans dem Fermentationsraum kommt. Yielinehr bedarf das Trockengut zunächst einer Vortrocknung, damit die einzelnen Bohnen nicht zu- sammenbacken. — Dann dürfen die Bohnen auch nicht in dem Apparat bleiben, bis sie vollständig trocken sind. Es würden sonst die spröden, trockenen Schalen durch die beständige Bewegung der Trommeln so verletzt werden, dafs sie sich von den Bohnen ablösen. AVährend bei den beiden erwähnten Apparaten nur Trocknung durch künst- liche Wärme zur Anwendung kommt, haben die in Kamerun gebrauchten Trocken- häuser alle den Zweck, einesteils mit Feuerung trocknen zu können, aber auch die Ausnutzung der Sonnenwärme zu ermöglichen. Bei einigen in letzter Zeit konstruierten Häusern sucht man Sonnen- und künstliche Wärme gleichzeitig anzuwenden. Zwei Systeme sind zu unterscheiden: Bei dem einen ist das Dach verschiebbar und der durchlöcherte Trocken- boden ist unbeweglich. Bei dem anderen ist das Dach feststehend und der Trockenboden besteht aus beweglichen Hürden. Der ersteren Art ist das Trockenhaus des Botanischen Gartens, welches Professor Preufs nach einem in Trinidad preisgekröntem Muster kopiert hat. Die Idee, welche dem Hause zugrunde liegt, nämlich dafs man mit Sonnenwärme und künstlich erzeugter Wärme zugleich trocknen kann, scheint eine sehr glück- liche. Das verschiebbare Dach ist bei (Eintretendem Regen leicht und schnell zu handhaben. Dennoch hat sich ergeben, dafs das Haus für Kamerun nicht zu empfehlen ist, weil die Heizung nicht genügend ausgenutzt wird. In regenärmeren Ländern, wo man den gröfsten Teil der Ernte in der Sonnenwärme trocknen kann und nur gelegentlich einiger Regentage zu feuern braucht, kommt es auf diesen Punkt weniger an. Aber in Kamerun mufs die Haupternte mit künstlicher Wärme getrocknet werden, und es ist deshalb von grofser Bedeutung, ob zuviel Heizmaterial verbraucht wird. Das Unrentabele der Heizung liegt bei dem Trinidad-Hause darin, dafs die angewärmte Luft nur eine Schicht Kakaobohnen zu passieren hat und sich an deren Oberfläche sehr schnell mit kalter Luft mischen kann. Eine wesent- liche Erwärmung kommt deshalb nur zustande, wenn man das Trockengut so hoch aufschüttet, dafs die kalte Luft nur einen verhältnismäfsig geringen Teil desselben berühren kann, d. i. etwa 10 cm hoch. In feuchtem Zustande ist diese Schicht aber infolge der den Bohnen anhaftenden schleimigen Reste der Pulpe 80 dicht, dafs die warme Luft von unten her überhaupt nicht durchdringen kann. Es erwärmen sich infolgedessen nur die unteren Schichten. Durch fleifsiges Umschaufeln kann man hier nachhelfen, jedoch wird die Trocknung niemals gleichmäfsig. Eine Verbesserang des Hauses wäre zu erzielen, wenn man die ICinrichtung träfe, dafs die erwärmte feuchte Luft nach dem Passieren des Trockengutes über den letzteren durch Ventilatoren abgesaugt würde. — 95 — Man brauchte dann bei Beginn der Trocknnng die Schicht nicht so hoch zu machen. Es erscheint allerdings fraglich, ob eine derartige Vorrichtung bei dem verschiebbaren Dach, welches naturgemäls nicht luftdicht schliefsen kann, möglich wäre. Für zweckmäföiger halte ich die Trockenhäuser, bei denen die Trockenböden aus grofsen Hürden bestehen, welche auf Schienen ins Freie gezogen werden können, um der Besonnung ausgesetzt zu werden. Bei Regen und feuchter Luft werden die Hürden in das Haus geschoben, um die Trocknung durch künstliche Wärme fortzusetzen. Der Vorteil dieser Häuser besteht darin, dafs 4 bis 5 Hürden übereinander geschoben werden können, und dafs somit die erwärmte Luft 4 bis 5 Schichten Trockengut zu passieren hat. Die Heizung wird also bedeutend besser ausgenutzt. Einen Vorteil hat das Trinidad-Haus diesem System gegenüber. Es ist in demselben nämlich leichter, das Trockengut durch Umschaufeln zu bewegen und so das Zusammenbacken der Bohnen zu verhindern, weil die Arbeiter auf dem Trockenboden stehen und aufrecht gehen können. Die beweglichen Hürden müssen dagegen zu demselben Zwecke aus dem Hause herausgezogen werden was naturgemäfs zur Folge hat, dafs die Bohnen sich wieder abkühlen. Dennoch bewähren sich die Häuser der letzteren Art so gut, dafs dieselben mit ver- schiedenen kleinen Abänderungen auf der ganzen Welt verbreitet sind und sowohl zum Trocknen von Xakao wie auch von Kaffee, Kopra, Chinarinde usw. dienen. In Kamerun sind solche Häuser auf den Pflanzungen Isongo und Oechel- hausen erbaut worden. Jedoch habe ich an diesen Hänsern noch Verschiedenes verbesserungswürdig gefunden. Zunächst hat man nur für zwei übereinander schiebbare Hürdenreihen Einrichtung getroffen, während 4 bis 5 Reihen auf die Dauer ökonomischer wären. — Dann ist die Heizung nicht vorteilhaft konstruiert. Man hat nämlich unter den Hürdenreihen lange Rohre hergeleitet, welche die Heizgase von verschiedenen Feuerstellen nach dem Freien führen. Die Wärme, welche diese Rohre annehmen, soll sich auf den ganzen Trockenraum verteilen. Zu diesem Zwecke müfste aber für Luftzirkulation gesorgt sein. Weil dieselbe fehlt, kann sich die Luft, welche an den Röhren erwärmt wird, nicht schnell genug durch den Trockenraum verteilen. Eine zweckentsprechende Heizungsanlage mufs so eingerichtet sein, dafs den Heizrohren kalte Aufsenluft zugeführt wird, die sich an den Rohren erwärmt. Deshalb sind Luftzufuhrkanäle einzubauen, welche unter den Heizrohren münden. Auf dem Dache wären dann mehrere einfache Ventilatoren aufzustellen, welche die nach dem Passieren des Trockenguts mit Feuchtigkeit geschwängerte Luft absaugen und dadurch vei'ursachen, dafs frische Luft durch die Luftzufuhrkanäle zuströmt und sich an den Heizrohren erwärmt. Selbstverständlich mufs bei einer solchen Heizungsanlage vorausgesetzt werden, dafs der ganze Trockenraum vollkommen luftdicht ist, damit die Luftzirkulation auch in der beabsichtigten Weise vor sich gehen kann. Wenn die Frage beantwortet werden soll, welche von den verschiedenen Trockenvorrichtungen den Vorzug verdient, empfielht es sich zunächst, auf die C4röfse der jährlichen Kakaoproduktion Rücksicht zu nehmen. Bei kleineren Mengen genügen mehrere Mayfarthsche Dörrapparate. 1000 Zentner können mit 4 bis 5 Apparaten getrocknet werden. Reichen diese nicht mehr aus, so empfiehlt es sich, ein Trockenhaus mit beweglichen Hürden, und zwar 4 Hürden, übereinander zu bauen. Die Heizungsanlage wird zweckmäfsig von einem er- fahrenen Heizungstechniker konstruiert. David Grove, Berlin S., Friedrichstrafse, hat zu dem Trinidad-Trocken- hause des Botanischen Gartens eine neue und stabile Heizungsanlage geliefert, — 96 — die sehr gut funktioniert und nicht teuerer ist als die auf anderen Pflanzungen verbauten einfachen Eisenrohre. Den Guardiola-Apparat möchte ich nur in Verbindung mit einem guten Trockenhause empfehlen, wenn sehr grofse Mengen Kakao schnell verarbeitet werden müssen und auf dem Trockenhause vorgetrocknet werden können. Über die Verwendung von Kraftwagen in Deutsch- Südwestafrika. Hierüber berichtet. die „Köln. Ztg.": Zwei Troostsche Kraftwagen wurden vom Kommando der Schutztrupi)e zum Nachschieben von Proviant in der Gegend benutzt, wo sich zur Bekämpfung der Herero die stärksten Truppenteile auf- hielten. Der Betrieb dauert schon über ein Vierteljahr und ergibt folgenden Vergleich mit dem Transport durch Ochsen: Die 100 km lange Strecke zwischen Okahaudja und Owikokorero wird mit einer angenommenen Ladung bis zu 15 1 in etwa 37 Stunden zurückgelegt, während eine mit 14 kräftigen Ochsen bespannte zweirädrige Karre mit 35 km täglich schon eine sehr hohe Leistung verzeichnet, ein von 8 bis 10 Ochsen gezogener, mit nur höchstens 60 Zentnern beladener vierrädriger Wagen aber im besten Falle nur 25 km ergibt. Auf dieser Strecke bietet sich gleich hinter Okahandja eine besondere Schwierigkeit, indem die Kraftwagen auf einer Entfernung von 8 km durch ein Rivier, ein trockenes Flufsbett, fahren müssen, wo sie in dem tiefen Sande nur schwer vorankommen; die Böschung ist so hoch, dafs die Wagen sie nicht überwinden können. Diese 8 km werden auf der Rückfahrt, also ohne Belastung, in acht Stunden zurückgelegt; auf der Hinfahrt dauert die Befahrung dieser Strecke entsprechend länger. Die Rückfahrt der ganzen Strecke geschieht in 21 Stunden, zieht man jene 8 km aber als durchaus abnorm ab. in 13 Stunden, oder mit der Schnelligkeit von 7.1 km in der Stunde, für Südwest eine gewifs befriedigende Leistung. Dafs die beiden Kraftwagen allen Anforde- rungen entsprächen, wird nicht behauptet. Der Betrieb, der gegenwärtig immer noch als Versuch zu denken ist, wird zu teuer, die Maschine frifst zu viel Kraft, die Belastung bis zu 15 Tonnen wird nicht erreicht. Aus dieser Mitteilung ist zu ersehen, dafs die Frage der Einführung eines guten den Anforderungen gerecht werdenden Tropenautomobils ein stark em- pfundenes Bedürfnis in unseren Kolonien ist. Es ist zu hoffen, dafs die Preisausschreibung des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees für ein Tropenautomobil die Frage befriedigend lösen wird. Q.. IV--—. :-—'^—-. — : « >->^ ::> ::> Aus fremden Pi'oduktioiisffebieteii. 6" A Baumwollbau in Niederländiscli-Indien. Ein in der Zeitschrift »Cultuur Gids" unlängst erschienener Artikel des Superintendenten der Handelsvereeniging „Amsterdam" in Soerabaya enthält einige nicht uninteressante Angaben über einen Anpflanzungsversuch mit ägyptischer Baumwolle, den die genannte Gesellschaft im vorigen Jahre auf ihren Unternehmungen Soember Perkoel und Poerbojo im südlichen Teile der Residentschaft Malang in Ostjava, dem sogenannten Zuidergebergte, unter- nommen hat. — 97 — Zur Aussaat wurde erstklassiger ägyptischer Baumwollensamen verwendet, und zwar wurden immer je drei Kerne in Abständen von (3 zu 6 Fufs in ein Saatloch gelegt. Später wurde die Saat durch Auspflanzen der einzelnen Pflänzchen gelichtet. Die Pflänzchen entwickelten sich gut; jedoch erwies sich die Pflanzweise als viel zu dünn. Auf einen Bouw —0,71 ha — kamen nur etwa 2000 Pflanzen, und die Ernte pro Bouw betrug auf Soember Perkoel nur 1 Pikul • 61,67 kgj Baumwolle und 2 Pikul Saat. Auf Poerbojo war die Ausbeute etwas gröfser. Sie betrag auf 7 Bouw 10 Pikul gereinigter Baumwolle und 21 Pikul Saat oder IV2 Pikul Baumwolle und 3 Pikul Saat pro Bouw (= 132,3 kg Baum- wolle und 264,6 kg Saat pro ha) gegen eine Dnrchschnittsernte von 5 bis 6 Kantar (_ä 45 kg) pro Feddan (0,42 ha) = 535 bis 643 kg pro ha in Ägypten. Die Qualität des Produkts wird als gut bezeichnet. Das Resultat wäre danach nicht ungünstig ausgefallen. Das quantitativ geringe Ergebnis liefse sich durch dichtere Pflanzweise leicht auf das Fünf- und Sechsfache erhöhen. Man beabsichtigte dementsprechend auch, die Proben in diesem Jahre in ausgedehnterem Mafsstabe zu wiederholen, und wollte nun- mehr etwa 12 000 Pflanzen auf einen Bouw setzen und je fünf Kerne in einem Saatloch auslegen. Die Gesellschaft hat aus Ägypten Saat von Mit-Afifi, Abbassi und Yanowitsch bezogen und damit 30 Bouws bestellt, während die amerikanischen Sorten Sea Island, Shine Upland und King Upland später gesät werden sollten. Die Aussaat findet in Niederländisch-Indien am besten im Februar-März statt, damit den jungen Saaten noch ein Teil der Regenperiode zugute kommt und die Ernte vor Eintritt der nächsten Regenperiode beendet werden kann. An Schädlingen waren Wanzen und Raupen zu bemerken, indes nicht in beun- ruhigendem Mafse. Die Versuche sind nicht die ersten, die mit edleren Baumwollsorten in Niederländisch-Indien gemacht worden sind, und ebensowenig ist die Baumwoll- kultur etwas Neues für die Kolonie. Vielmehr wurde von den Eingeborenen Javas, Sumatras und Borneos von jeher eine einheimische Baumwollstaude gezogen, die eine ziemlich grobe kurzstapelige und geringwertige Faser liefert und für den Weltmarkt wohl ohne Bedeutung sein dürfte, den Eingeborenen aber das Material für ihre selbstgesponnenen Garne und daraus angefertigten Gewebe lieferte und zum Teil noch liefert. Die Pflanze wird „Kapas" genannt, sie gehört der Gattung Gossypium herbaceum an. K. W. van Gorkom UDe Ostindische Cultures" 1884, Teil 11, S. 496 B".) nimmt an, dafs die Baumwollkultur in früheren Jahrhunderten von grofser Be- deutung war. Die Niederländisch-Ostindische Kompagnie fand die Baumwolle unter den Produkten des Landes bereits vor, unterdrückte ihren Anbau aber liehufs Förderung der Einfuhr. Um das Jahr 1830 wurden regierungsseitig A^ersQche mit der Anpflanzung besserer Sorten angestellt, die zu Anfang gute Resultate gaben, später aber infolge Raupenfrafs mifsglückten. Nachdem sodann von privater Seite erneute Versuche unternommen worden waren, die wegen der in keinem Verhältnisse zu den erzielten Preisen stehenden Unkosten wieder aufgegeben wurden, nahm im Jahre 1856 die Regierung die Sache noch- mals auf. Im Jahre 1861 wurden durch die Handel Maatschappij 78 Ballen Baumwolle, darunter 51 aus amerikanischer Saat, auf den Markt gebracht, die in der Abteilung Demak, Residentschaft Saraarang, gewachsen waren und gute Preise erzielten. Die amerikanische Baumwolle wurde mit 53 Cents bezahlt, die einheimische mit 36 bis 40 Cents. Infoige dieses günstigen Ergebnisses bildete sich im folgenden Jahre auf Anregung des Dr. J. J. Limburg- Brouwer eine Aktiengesellschaft für Baumwollbau mit einem Kapitale von 150000 fl. Sie hatte jedoch keine Erfolge und ging bald wieder ein. 98 Seitdem beschäftigt sich wesentlich nur die eingeborene Bevölkerung mit der Baumwollkultur. Wenigstens sind in den amtlichen und privaten Ver- zeichnissen Unternehmungen für Baumwolll)au nirgends erwähnt. Ilauptsitz der Kultur sind auf Java die Residentschaften Samarang, Soerabaya, Japara, Madioen, Bantam, Rembang und Cheribon, auf Sumatra Palembang und die Lampongschen Distrikte, auf Borneo die Abteilung Amoental, auf Celebes die Residentschaft Menado, aufserdem die Insel Lombok und Soembawa. Über die Flächenausdehnung der Anpflanzungen stehen amtliche Daten nicht zur Ver- fügung. Der Koloniaal Verslag von 1879/80 erwähnt nur beiläufig mit Bezug auf die letzt vorhergegangenen Jahre, dafs die Kultur sich ausbreite. Später geschieht ihrer überhaupt keine Erwähnung. Nach van Gorkom waren in den Jahren 1875 bis 1882 folgende Flächen mit einheimischer Baumwolle bestellt. Jahr Fläche Jahr Fläche in Bouws 1875 18 000 187G 22 338 1877 26 525 1878 26G05 in Bouws 1879 8151 1880 5 620 1881 14 511 1882 10 991 Danach würde das Jahr 1878 den Höhepunkt des Anbaues bezeichnet haben, auf den ein bedeutender Rückfall folgte. K. W. van Gorkom bemifst für das Jahr 1878 die Erträge pro Bouw mit 6 Pikul in Kediri (südlicher Teil von Ostjava), mit 5 bis 7 Pikul in Samarang (Mitteljava) und mit höchstens 10 Pikul (617,6 kg) auf Java überhaupt, dagegen mit 15 Pikul, was dem enormen Ertrage von 1323,4 kg pro ha entsprechen würde, in den Lampongschen Distrikten auf Sumatra. Einen gewissen Mafsstab für die Beurteilung der gegenwärtigen Be- deutung der Baum wollkultur geben die amtlichen Ausfuhrziffern der Zoll- statistik. Danach wurde an Baumwolle, und zwar gröfstenteils in ungereinigtem Zustande, seit 1891 in kg ausgeführt: im Jahre aus Batavia aus Samarang aus Soerabaya 1899 1900 1901 1902 1903 1891 1892 1893 1894 1895 1896 1897 1898 2160 8 025 2 396 350 1 036 474 2 312 834 2 627 322 2 584 499 aus Java 298 055 1 167 808 670 566 561 020 765 114 198 870 684 461 1 455 692 9 610 106 165 8 854 129 9 284 720 5 957 896 5342 760 2 698 689 965 509. 3 524 318 2 202127 1 051 752 2 814 504 1 525 615 1 784 451 5 810 667 In den beiden ersten Monaten des laufenden Jahres, für die bisher die amtlichen Zifi'ern vorliegen, betrug die Ausfuhr aus Samarang 375 654 kg, aus Soerabaya 116 494, im ganzen aus Java 492148 kg. Diese Ziöern lassen eine sehr bemerkenswerte Zunahme des J]xports in der 10jährigen Periode von 1891 bis 1900 erkennen, bei erheblichen Schwankungen innerhalb der einzelnen Jahre. Im Jahre 1900 erreichte die Ausfuhr ihren — 99 — Höhepunkt mit 9V4 Millionen kg. Seitdem ist sie wieder auf 21/2 Millionen im Jahre 1903 zurückgegangen. Als Bestimmungsort dieser Verschiffungen ist in den meisten Fällen Singapore angegeben, das naturgemäfs nur einen Umschlagshafen darstellt. Daneben werden Hongkong und Japan und für kleinere Partien auch Holland und England genannt. Es ist anzunehmen, dafs die Baumwolle ihren Weg meist nach China genommen hat. Die holländischen Baumwollindustriellen haben bei der Regierung in An- regung gebracht, die Baumwollkultur in Niederländisch-Indien durch kostenlose Lieferung geeigneter Saat, Unterweisung in der geeignetsten Pflanzungsmethode sowie Einrichtung von Egi'enieranstalten und Pressen zu unterstützen. Es bleibt abzuwarten, welche Folgen eventuell das neu zu errichtende Landbau- üepartement dieser Anregung geben wird. Der Kolonialmiuister hat sich einer Deputation von Interessenten gegenüber sehr reserviert ausgesprochen und darauf hingewiesen, dafs nach den bisherigen Erfahrungen der Boden in Nieder- ländisch-Indien sich für den Anbau guter Baumwolle weniger geeignet erwiesen habe. Und in der Tat scheint das feuchte Klima mit seinem unbeständigen Wetter und den zahlreichen Regenfällen, die sich bis in die Erntezeit erstrecken der Kultur feinerer Baumwollsorten nicht günstig zu sein. Auch steht vor- läufig einer sachgemäfsen Aufbereitung der in Niederländisch-Indien gewonnenen Baumwolle für den europäischen Markt der Mangel an Egrenier werken und Pressen hindernd im Wege. (Bericht des Kaiserl. Generalkonsulats in Batavia.) Vi o • >»»»»»» c«;^<««cas Ergebnifs des A'ersuches waren 2 kg Kautschuk im Preise von 6,50 l)is 7 Franken für das Kilogramm. Nach Austrocknung des Produktes wird es einen Wert von 7,50 bis 8,50 Franken für das Kilogramm haben. Der Apparat zeichnet sich durch seine Einfachheit und leichte Handhabung aus. Aufserdem ist das erhaltene Produkt von guter Qualität. Hervorzuheben ist noch, dafs die ganze Behandlung des Produktes ohne Zuhilfenahme von chemischen Ingredienzien geschieht. G. van der Kerckhove emptiehlt diesen Apparat denjenigen Firmen, die auf ihren Besitzungen Rhizome oder Rinden zu verarbeiten haben. Er glaubt auch, dafs durch diesen Vorgang auch aus den alten Landolphialianen Kautschuk gewonnen werden könne, bei welchen die Anzapfung nutzlos ist. Bekämpfung der Tsetsekrankheit. Nach mehrjährigen, mit wechselndem Erfolg in Togo lietriebenen Versuchen zur Bekämpfung der Tsetsekrankheit Ijerichtet der Regierungsarzt Dr. Schilling am 3. Januar, dafs die Immunisierung der Rinder gegen Tsetsekrankheit ein- wandsfrei gelungen sei. Die Methode sei einfach und selbst durch Laien, die hierzu leicht angelernt werden können, im gröfseren Umfange ohne Schwierigkeit ausführbar. Für die Landwirtschaft und für die Transportverhältuisse in den Kolonien ist dieses Ergebnis von weitesttragender Bedeutung. Eine Preisanfgabe die von dem Präsidenten der Deutschen Kolonialgesellschaft Herzog Johann AI brecht zu Mecklenburg im Jahre 1902 gestellt wurde und deren An- erkennung dem Kolonial-Wirtschaftlichen Komitee zusteht, erscheint durch das gemeldete Ergebnis gelöst. •>:>>^^ lA. Auszüge und Mitteilungen. ^<-?«<- \z/ Aubauversuche mit Baumwolle in einzelnen 'J'eilen Brasiliens. Während bisher nur in den nördlichsten Teilen Brasiliens Baumwolle an- gepflanzt wurde, soll nach einer im „Board of Trade Journal" abgedruckten Mit- teilung des englischen V'^izekonsuls in Rio de Janeiro neuerdings auch der Versuch gemacht werden, derartige Kulturen in den Staaten ^Nlinäs Geraes und Rio de Janeiro anzulegen. Die Bodenbeschail'enheit soll sich für derartige Ver- suche aufserordentlich eignen. Die Regierung unterstützt die Pflanzer insofern, als der Zoll für Maschinen und Zubehör, Düngemittel, Stachelzaundraht und anderes notwendiges Material, sofern die Einfuhr seitens organisierter Gesell- schaften erfolgt, auf 5 pCt. vom Wert ermäfsigt ist. Japans Seidenhandel im Jahre llt03. Der gesamte Ausfuhrhandel •Japans bewertete sich im Jahre 1903 auf 289 500000 Yen gegen 258 300 000 Yen im Vorjahre. Fast die Hälfte des Ausfuhrwertes entfällt auf den Versand von Seide. Letztere erreichte in den beiden letzten .lahren folgende Höhe: Wert in Yen . . 76 859 480 74 428 907 — 2 430 573 5 713 795 6 991 472 + 1 277 677 . . 24 685 408 27 510 478 H- 2 825 070 2 672 888 1 000 386 - 1 672 502 3 154 676 2 938 421 — 216 255 — 101 — Gegen 1902 Ausfuhr von 1902 1903 + mehr — weniger Wert in Yen Eohseide . . Abfallseide Habutae . . Kaiki . . , Taschentücher Gesaratwert der Seidenausfuhr . 113 086 247 112 869 664 — 216 583. Die Eoh sei den ausfuhr hat sich in den letzten drei Jahrzehnten folgender- mafsen gehoben: Wert in Yen Wert in Yen 1870 4 278 751 1900 44 657 028 1880 8 606 867 1903 74 428 907. 1890 13 859 338 Japan hat bis jetzt mit einer Ausfuhr von etwa 4V2 Millionen Kilogramm Rohseide den gröfsten Rohseidenexport aller Länder der Welt. Japans Seidenem te des Jahres 1903/04 war nicht zufriedenstellend, soweit die Qualität der Kokons in Frage kommt. Der Ertrag der Frühlings- kokons (jährliche) war ein geringerer als gewöhnlich; um den Ausfall ein- zubringen, sind mehr Sommer- (Bivoltinil und Herbstkokons (Trivoltini) pro- duziert worden. Diese letzteren Kokons geben eine schwächere und mehr haarige Seide. Die vielen Klagen, die über die diesjährige geringe Qualität der Japanseide erhoben worden sind, haben darin ihre Ursache. Vergleich der Produktion und des Verbrauchs von Rohseide in den verschiedenen Ländern. Der schweizerische Generalkonsul in Yokohama gibt in einem Berichte folgende interessante Zusammenstellung: Japan produziert etwa 7V2 Millionen Kilogramm Rohseide und konsumiert un- gefähr 3 Millionen Kilogramm. China erzeugt rund 15 Millionen Kilogramm Rohseide (davon entfallen auf Kanton 4 Millionen und auf Nordchina 11 Mil- lionen) und verbraucht davon selbst 11 Millionen Kilogramm. Italien gewinnt 41/2 Millionen Kilogramm und konsumiert davon selbst etwa 1 Million Kilo- gramm. Frankreichs Rohseidenproduktion stellt sich auf etwa 1/2 Million Kilogramm, dagegen beträgt sein Konsum an Rohseide 4 Millionen Kilogramm. Amerika, das keine Rohseide produziert, verbraucht etwa 5 Millionen Kilo- m. Kautschukpflanzungen in Borneo. Ein Land, das sich für die Kautschukkultur in besonderem Mafse zu eignen scheint, ist Borneo mit seinen enormen Flächen der Kultur noch harrenden Bodens und seinem sehr feuchten Klima. In den inneren Provinzen Südost-Borneos sind auf direkte Veranlassung des früheren Residenten an einigen der gröfseren Flüsse von den eingeborenen Malayen gröfsere Anpflanzungen von Ficus elastica angelegt worden, die sich prächtig entwickeln. Es waren in Süd-Borneo, wie so oft, Deutsche, die den ersten Anstofs zu dieser Bewegung gaben. Eine vor etwa zwölf Jahren gegründete deutsche Tabaksunternehmung, die beim allgemeinen Niedergang der Tabakskultur in Süd-Borneo wie so viele andere auch liquidierte, pflanzte am Tabalong Kiwa die ersten Ficus elastica, die bis dahin (1892) in dieser Gegend nicht vorkamen. 1899 war es wieder ein Deutscher, der als Leiter einer Kaffee- und Tabaksunternehmung am Amanditflufs dort die Ficus elastica, Hevea brasiliensis und Castilloa elastica einführte, indem - 102 - er sich Marcotten bezw. Saat vom Buitenzorger botanischen Garten verschaffte; in den Jahren 1{((X) bis 1903 wurden ebenfalls von einem Landsmann die Hevea brasiliensis und Castilloa elastica an den beiden Tabalongflüssen eingeführt. Für diese Kultur scheijien die dortigen Verhältnisse ausgezeichnet zu sein. Heute zählt man auf beiden Seiten des Amanditstromes etwa 40 0(X) angepflanzte Ficusbäume, am Batany Alai ebenfalls etwa 40000 und an den beiden Tabalong- flüssen etwe 110000 Bäume dieser Kautschuksorte, die allein von den Eingeborenen gepflanzt sind. 1903 wurden Proben Kautschuk, der von vierjährigen Ficus elastica-Bäumen aus den oben erwähnten Anpflanzungen am Tabalong gewonnen wurde, in Ham- burg mit 6,80 Mk. per 1 kg bewertet. Einer Kultur dieser Kautschukspender in gröfserem Mafse ist sicher ein guter Erfolg in Aus.sicht zu stellen; der Bezug guten Pflanzenmaterials ist durch die bereits vorhandenen Anpflanzungen auch für gröfsere Unternehmungen gesichert. Die älteren Ficusbäume sind frucht- tragend, die später angepflanzten Castilloa hatten in diesem Jahre zum ersten Male reife Früchte, aus deren Saat bereits neue Pflanzen gezogen wurden, und die Heveas stehen jetzt in Blüte (Juni 1904). Neuerdings wurden von den erwähnten älteren Ficusanpflanzungen entnommene Marcotten nach Deutsch-Samoa gesandt, um dort auf dem Lande der Safata Samoa-Gesellschaft angepflanzt zu werden. Die Ausfuhr einheimischen Kautschuks aus Süd-Borneo, der imr aus einigen Schlingpflanzen (Willughbeia) gewonnen wird, dabei noch ganz schamlos durch absichtlich hinzugemengte Verunreinigungen verfälscht wird, geht infolge des Raubbaues der Eingeborenen wie in allen anderen Kautschukländern zurück. 1898 wurden noch etwa 909 532 kg exportiert, 1903 nur 7G6 738 kg. Dieser Kautschuk findet seinen Weg auf den Weltmarkt ausschliefslich über Singapore; so betrug der Anteil des Borneokautschuks an dem Export Singapores für die Jahre 1883 bis 1888 über 90 pCt. Für spätere Jahre fehlen statistische Angaben, doch dürfte das Verhältnis sich nicht wesentlich geändert haben. Das Produkt geht hauptsächlich in die Vereinigten Staaten und wird mit etwa 2 bis 2,10 Mk. per Pfund bezahlt. 6 A. ./^. Neue Literatur. -\2/^ Prof. Dr. A. Zimmermann. Anleitung für die Baumwollkultur. Heraus- gegeben vom Kolonial -Wirtschaftlichen Komitee zu Berlin. 8". 28 Seiten. Verlag des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees. Preis 2 Mk. Der durch seine Tätigkeit als Botaniker am Kaiserlichen Biologisch-Land- wirtschaftlichen Institut zu Amani (Deutsch-Ostafrika) in Kolonialkreisen gut be- kannte A'erfasser unternahm, einer Aufforderung des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees folgend, eine kurze Anleitung für die Baumwollkultur zum Gebrauch der Baumwollpflanzer in den Kolonien schon in der nächsten Pflanzperiode zu geben. Später soll die Frage in einer neuen Auflage ausführlicher behandelt werden. Wir halten aber gerade die Kürze dieses für den Gebrauch in der Praxis bestimmten Werkchens für einen seiner Vorzüge. Verfasser hat es vor- züglich verstanden, auf wenigen Seiten das Wissenswerte über diese wichtige Kultur mitzuteilen. Es werden die verschiedenen Arten von Baumwolle in aller Kürze charakterisiert, speziell werden auch sechs Arten der Togo-Baumwolle beschrieben, alsdann die Auswahl des BaumwoUandes in bezug auf Boden- — 103 — beachaffenheit und Klima behandelt, die Vorbereitung des Feldes, die Irrigation, die Düngung, die BanmwoUsaat und das Aussäen, die Pflege, die Ernte, die Erntebereituug, die Verwendung der Samen, die mehrjährige Baumwolle, die Fruchtfolge und schliefslich die Baumwolle als Zwischeukultur geschildert. Aus dieser kurzen Inhaltsangabe ist zu ersehen, dafs Verfasser das Thema erschöpfend behandelt hat. Etwas ausführlicher bespricht er das wichtige Kapitel über Baumwollsaat und das Aussäen, welches für die Praxis eine ganz besondere Bedeutung hat. Das VVerkchen wird gewifs eine tiefempfundene Lücke in der Literatur ausfüllen. Denn die grofsen Werke über Baumwolle können dem Pflanzer nicht nützen. Immerhin ist auch die in Aussicht gestellte vergröfserte neue Auflage dieser Anleitung mit Freuden zu begrüfsen, da die Erfahrungen der letzten Jahre, speziell auch in den deutschen Kolonien, eine eingehendere Behandlung erheischen. Th. Rehbock. Deutschlands Pflichten in Deutsch-Südwestafrika. Berlin 1904. Dietrich Reimer (Ernst Vohsen). 8". 44 Seiten. Wir haben schon wiederholt auf die Tatsache hingewiesen, dafs Südwest- afrika in der letzten Zeit besonders häufig Gegenstand von Veröffentlichungen geworden ist, was sich ja durch die kriegerischen Verwicklangen, in die das Reich in diesem Schutzgebiete geraten ist, zur Genüge erklären läfst. Unter diesen Veröffentlichungen sind wir aber nur selten auf solche gestofsen, die auf Grund der Sach- und Fachkenntnis ihrer Verfasser dem Publikum zum Studium empfohlen werden konnten. Reh bock, der bekanntlich schon im Jahre 1896/97 in Verbindung mit Watermeyer, auf Veranlassung des Syndikats für Bewässerungsanlagen in Deutsch-Südwestafrika, die erste wasserwirtschaftliche Expedition in diesem Schutzgebiete unternahm und jetzt Professor für Wasserbauten an der Techni- schen Hochschule zu Karlsruhe ist, gehört zu den wenigen, die mit einer genauen Erforschung der Ortsverhältnisse kompetente Fachkenntnis vereinigen. Und so ge- hört sein Urteil über die Zukunft des Landes zu den am meisten mafsgebenden. In der vorliegenden kurzen Informationsschrift — denn um eine solche handelt es sich und nicht um ein wissenschaftliches Werk — zeigt der Verfasser zuerst in einem 1. Kapitel auf Grund von überzeugenden Beispielen, in welcher Weise die AVassererschliefsung die Grundlage der Nutzbarmachung subtropischer Länder werden kann. Die in den ariden Teilen Nordamerkas, Australiens, Nord- und Südafrikas und Indiens mit der künstlichen Bewässerung erzielten Erfolge der Besiedlung solcher niederschlagsarmen Gebiete sind für die vorliegende Frage aufserordentlich lehrreich. Der gröfste Teil der Beurteiler der zukünftigen Lage dieses Schutzgebietes hat „andere subtropische Länder überhaupt nicht oder nicht genau genug kennen gelernt, um sich ein klares Bild davon machen zu können, wie aufserordentlich der wirtschaftliche Wert eines ariden Gebietes durch energische Wassererschliefsung gehoben werden kann", sagt Verfasser. Und noch bezeichnender ist sein folgender Ausdruck: „Wer nicht mit eigenen Augen gesehen hat, wie selbst das dürrste Wüstenland, sobald ein Bewässerungs- kanal ihm das lebenspendende Wasser zuführt, in ein üppiges Gartenland ver- wandelt wird, dem kann man es in der Tat nicht verdenken, wenn er an eine Zukunft Deutsch-Südwestafrikas nicht glaubt." Verfasser zählt nun die seitherigen Arbeiten zur Erforschung der wasser- wirtschaftlichen Verhältnisse des Schutzgebietes auf: 1. Expedition von Th. Reh- bock und H. C. Watermeyer 1896/97, 2. Expedition von A. Kuhn und Skutari 1901 und 3. Die kürzlich abgeschlossene Expedition von A. Kuhn — 104 — 1903 (Fischflufsexpedition im Auftrage des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees). Das Ergebnis der ausgeführten Untersuchungen und die darauf gestützten Vor- schläge zur Wassererschliefsnng bilden den Inhalt des 3. Kapitels. Dieses Er- gebnis läfst sich kurz dahin präzisieren, das wir es in Deutsch-öüdwestafrika mit einem Gebiete zu tun haben, das sich hervorragend für Viehzucht eignet (Rindvieh, Pferde, Ziegen, auch Angora-, Schafe, Schwreine, Straufse und kleineres Federvieh) und durch sie wirtschaftlich verwertet werden kann. Es müsse sich also bei der Erschliefsung des Landes in erster Linie um die Beschaffung von Tränkstellen und die Herrichtung von Furmdämmen, die dem Farmer die Mög- lichkeit gewähren, einen grofsen Vorrat von Futter als Reserve für regenarme Jahre anzubauen. Aber an einigen Punkten des Landes lassen sich auch Stau- wehre aufführen, die die Gründung einer gröfseren Siedlung daneben ermöglichen würden. Das letzte Kapitel ist der Berechnung der für die Wassererschliefsung und Besiedlung erforderlichen Mittel und der Frage ihrer Aufbringung gewidmet. Verfasser berechnet, dafs das Reich bei einer jährlichen Gewährung für die vorerwähnten Zwecke von drei Millionen Mark innerhalb 25 Jahre Werte schaffen würde, die einerseits eine genügende Verzinsung des Anlagekapitals gewähr- leisten, und anderseits eine enorme Wertsteigerung der Ländereien im Schutz- gebiete bedingen würden. Durch eine solche Unterstützung seitens des Reiches würde die Kolonie in den Zustand der relativ wirtschaftlichen Un- abhängigkeit vom Auslande versetzt werden können, in einen Zustand, der sie für das Mutterland um so nützlicher machen würde. Wir empfehlen diese Schrift unseren Lesern nachdrücklichst. HandbookvoorCultuur-enHandelsondernemingeninNederlaudsch- Indie. 17. Jahrgang 1905. Amsterdam. J. H. de Bussy 1904. 8". 1281 Seiten. Dieses Handbuch für Kultur- und Handelsunternehmnngen in Niederländisch- indien, welches von J. H. de Bussy schon im 17. Jahrgang herausgegeben wird, spiegelt schon durch seine Dimensionen — ein Band von 1281 Seiten — die Bedeutung der holländischen Kapitalsanlagen in dieser holländischen Kolonie wieder. Nicht weniger als rund 500 Seiten sind der Aufzählung der Kulturunter- nehmungen allein mit kurzer Angabe ihrer Lage, der Unternehmer, Administra- toren, Produktion usw. gewidmet. Weitere 300 Seiten sind mit der Aufzählung der anonymen Handels-, Kultur-, Bergbau- und anderer Gesellschaften ausgefüllt. Weiter folgen verschiedene nützliche Angaben über die f^infuhr von Pflanzen und Saaten nach der Kolonie, Verordnungen über Einfuhr von Vieh, Mafs- nahmen gegen Verschleppung von Viehkrankheiten, Agrargesetze, die sich auf die kolonialen Besitze beziehen usw. usw. Bericht von Heinrich Haensel, Fabriken ätherischer Öle und Essenzen in Pirna (Sachsen) und Aussig (Böhmen) für das dritte und vierte Vierteljahr 1904. Kl. 8». 30 und 30 Seiten. Der Bericht verweist auf die Schwierigkeiten, die für die Beschaffung von Rohmaterial im verflossenen Sommer infolge der Trockenheit existierten, welche in fast allen europäischen Ländern geherrscht hat. Der niedrige Wasserstand in den Flüssen gestattete es in manchen Gegenden nicht, dafs die Bezüge von Roh- stoffen sowie der A^eraand der Erzeugnisse auf dem Wasserwege gemacht werde. Die alsdann Anfang Oktober erfolgte Wiedereröffnung der Flu fsschif fahrt be- — 105 — lebte den Verkehr und gewährte die Möglichkeit, die Unkosten des Transports zu reduzieren. Im übrigen war der Geschäftsgang ruhig. Der Bericht geht als- dann im einzelnen auf den Markt in ätherischen Ölen und Essenzen ein. Eaudelskursus zu Mülhausen i. E. Bericht über das 28. Schuljahr 1903/04. Mülhausen i. E. 1904, Buchdruckerei J. Brinkmann. Kl. 8^. 38 Seiten. Der Jahresbericht ist für uns von besonderem Interesse, da er einen kurzen Aufsatz über „Togo und seine Bedeutung als BaumwoUkolonie' von H. von den Driesch enthält. Verfasser verweist auf die grofse Bedeutung der Baumwollkultur für die Zukunft Togos. Den gröfsten Teil des Berichtes füllen die Schulnachrichten aus. Jahresbericht der Handelskammer zu Braunsberg für das Jahr 1903. Braunsberg 1904, Heynesche Buchdruckerei (G. Riebensohn). Kl. 8*^. 32 Seiten. Der Bericht enthält Sonderberichte über die einzelnen Produkte, Angaben über gewerbliche Fortbildungsschulen, über die Strom- und Hafenangelegeuheiten und Bahn verkehr usw. der Stadt Braun sbersf. Sn. Berichtigimj;-. Einer unvollständigen und irrigen Wiedergabe der Etatsrede des Reichs- schatzsekretärs folgend, schrieb ich auf Seite 11, Zeile 12, meiner „Neujahrs- gedanken 1905* der Januarnummer dieser Zeitschrift, dafs ,der Krieg bis heute (31./XII) bereits 150000 000 Mk. verschlang". Tatsächlich waren jedoch nach einer gütigen Mitteilung seitens des Kolonialamtes bis Ende Dezember 1904 erst 42 000 000 Mk. verausgabt. Der Reichsschatzsekretär hatte die Kosten des Krieges einschliefslich des für 1905 geforderten Kriegsetats von 46,6 Millionen Mark auf 135 000 000 Mk. am 3. Dezember 1904 angegeben. F. Wohltmann, -^-f Marktbericht. +■ Hamburg, 28. Januar 1905. Die Preise verstehen sich pro 100 kg unTerzoUt. Aloö Capensis 80—85 Mk. Arrowroot 50-80 Mk. Balsam. Copaivae 280—390, Peru 975—1050, Tolutanus 160-225 Mk. Baumwolle. Nordamerik. middling fair 77,50 bis 78,00. good middling74,O0— 74,50, middling 72,00 bis 72,50, low middling 70-70.50, good ordinary 67,50—68 Mk. Ostindische, Bengal snperflne 67,00, fioe 64,00, fuUy good 61,00 Mk. Peru, luod. rough 150—180 Mk. Westindische 68-76 Mk. Calaharbohnen 50-60 Mk. Catechu 40—52 Mk. Chinin, sulphuric. 33—40 Mk. pro Kilo. Cochenille. Ten. gr. 480-520, Zacatilla 480 bis 500 Mk. Copra. Ostafrikanische 32—34, westafrikanische 26-32 Mk. Cortex. Cascarillae 95— 155, Qnillay 37,50— 47 Mk. Cubeben 70-110 Mk. Curcuma. Bengal 26—28, Madras 32—40, ge- mahlen 34-46 Mk. Datteln. Persische 24 — 25, Marokkanische UOMk. Dividivi 20-28 Mk. Elfenbein 9,50 Mk. für V" kg, für Kamemn- Zähne von 15 bis 16 Pfd. Erdnufs. Geschälte Mozambique 23,50—24 Mk. Farbhölzer. Blau, Lag. Camp. 9—19, Bot, Pernambuco 1 4 - 15. Westafrika 3,50—4, Sandel 12,50 bis 14,U0, Camwood 12—16 Mk. Feigen. Kranz — , Srayrna 60—70 Mk. Folia Coca 160—280, Matioo 160-170, Sennae 50 bis 140, Ostindische 45—90 Mk. Gerbholz. Quebrachoholz, in Stücken , pnlv. 10,75—11,05, Mimosenrinde, gem. anstral., 23 bis 24, Natal in Stücken 19,50-20,50 Mk. Gummi. Arabicum Lev. elect. 80—300, do. nat. 5U— 80, Senegal 70—250, Damar. elect. 145—155 Gntli 675-740 Mk. 106 — Guttapercha. I. 800-1500, II. 300-600 Mk. i Hanf. Aloe Manr. 00-08, Manila 72-130, Sisal 72 bis 78, Mexik. Palma 48-52, Zacaton 76— 160Mk. ( H&utt>. Gesalzene Kuh- ohne lloni und Knoclion 84—90, gea. lUienos Ayros 176—194, trockene Rio Grande lb8— 194, trockene Westindische 140— 192, [ Valparaiso gesalzene 104—106, Ostindische Kips j 120—320, Afrikanische Kips 120-176 Mk. Holz. Eben-, Ceylon 18—30, Kamerun 13, Jaca- randa brasil. 11—50, ostind. 14—36, Mahagoni (pro Vioo cbm), Mexik. 2,00-8,50, Westindisches 1,40 bis 2,25, Afrikanisches 0.80—2,50, Teak Bangkok 1,70-2,25 Mk. Honig. Havana36— 37, Californischer 72— 76 Mk. llijrner (pro 100 Sttlck). Eio Grande Ochsen 55 bis 65, desgl. Kuh 23—27, UuenoB Ayres Ochsen 30-55, desgl. Kuh 15-17 Mk. Indigo. Guatemala 450—950, Bengal. , f. blan u. viel. 1300—1350, gut viel. 1050—1100, ord. gef. n. viol. 700- 800, Madras 400-800, Java 1000 bis 1400 Mk. I n g b e r. Afrikanisch. 36-40, Bengal 44—46, Cechin 70-80 Mk. Jnte. Ostindische 30-36 Mk. Kaffee. Kio ord. 76—80, fein ord. 86—94, Santos ord. 7G— 82, regulär 82-84, prima 88—104, ßahia 76-88, Guatemala 98—170, Mocca 116—150, Afrikan. (Lib. native) 90, Java 116-230 Mk. Kakao. Caracas 120—240, Gnayaqnil 130—160, Domingo 76—100. Trinidad 128—140, Bahia 102 bis 112, St. Thom6 , Kamerun 94-100, Victoria 80-84, Accra 88- 89, Lagos 86— 88, Liberia SO— 86 Mk. Kampfer, raffiniert 700—707,50 Mk. Kaneel. Ceylon 126—400, Chips 42—43 Mk. Kardamom. Malabar, rund 170—500, Ceylon 180 bis 700 Mk. K a B s i a lignea 90—96, flores 180 Mk. Kantscbuk. Para, fine hard eure 1180 — 1185, Scrappy Negroheads 855—860, ausgemischte Pern- vianballs 770—775, Massai Niggers 610 bis 615, Kamerun 360—550, gemischte SUdkamernn- Bälle 600—605, Batanga 580, Jaunde 650, Donde Mozamb. Bälle 935-940 Mk. Kolanüsse, getrocknete 45—75 Mk. Kokosnnfs Cochin -61 Mk. Kopal. Afrikanischer, roh 90—360, gereinigt 250 bis 500, Zanzibar 475-750. Manila 45— 120Mk. Lignum. Quass. Jam. 15-30 Mk. Macis. Blüte 340-400, Nüsse 150-340 Mk. Myrobalanen 8,00-12,50, gemahlene 11—15 Mk. Nelken. Zmzibar 82-86 Mk. Nelkenstengel 48—52 Mk. Nuces vomicae 28—30 Mk. öl. Baumwollsaat 30,00—31,00, 66,00—68,00, sup. Ceylon 60- Palmöl, Lagos 46,60—47,00, Accra, Togo 45,00, Kamerun 4.5.50 Mk. Ricinus, med. 40—55 Mk. Ölkuchen pro 1000kg. Palm 107-110, BanmwoII- Bsat 129-134, Erdnufs 132-145 Mk. Opium 1500-1560 Mk. Orlean. Guadeloupe 65—70 Mk. Orseille-Moos. Zanzib. 40—60 Mk. Palmkerne. Kamerun, Lagos 25,40—25,90, Togo 25,00-25,40 Mk. Perlmntterschalen. Ostind. Macassar 500 bis 600, Manila 250—400, Bombay 160-240 Mk. Pfeffer. Singapore, schwarzer 115—117, weirserl54 bis 220, Chillies (roter Pfeffer) 80—90 Mk. Piassava. Bahia 72— 116, Liberia24— 50 Mk. Piment. Jamaika 48—54 Mk. Radix. Chinae 38—60, Ipecacuanhae 1150—1400, Senegae 675—700 Mk. Eeis. Karoliner 76— 78, Rangoon geschält 17— 22,60, Java 24—28 Mk. Sago. Perl- 22—26, Tapioca, Perl- 22—27 Mk. Sesamsaat. Bunte Mozambique nnd helle Zan- zibar 22,00—23,00, Westafrikanische 20—22 Mk. Tabak. Havanna-Deckblatt 1000— 3000, Brasil 50 bis 200, Java nnd Sumatra 60-700 Mk. Tamarinden. Calcutta 17 — 19 Mk. T h e e. Congos, Hankow- und Shanghai-Sorten ord. bis extrafein pro Vs kg 0,60—2,50, Sonchongs 0,60 bis 2,50, Pekoes bis gut mittel 2—3,50, Ceylon 0,65-2,50, Java 0,60-1,50 Mk. Tonkabohnen 300—650 Mk. Vanille. Bourbon pro 1 kg 16—40, Kamerun 24,50 Mk. Wachs. Carananba (Pflanzenwachs) 260—305, Do- mingo 270—272, Japan 100—102 Mk. jf;gnj^;jF^^^pjc:j:3gc;|c;^!r|njr:jr:jr^^ Anzeigen. Anzeigen werden vom Sekretär des Komitees, Th. Wilckens, Berlin, Unter den Linden 40, sowie von jedem Annoncenbnrean entgegengenommen. W. MERTENS & CO G. m. b. H. FUNDIERUNG UND VERTRETUNG von HANDELS-, INDUSTRIE- und PFLANZUNGS-UNTERNEHMUNGEN in den Kolonien. Bis 1. April 1905: D C D I IM \A/ O ^°'^ ^' ^^"^ ^^^^ ^^ ' SCHELLINGSTRASSE 9. t5 t. K L. I IN VV . i^f KÖNIGIN AUGUSTASTRASSE 14. Telegrannm-Adresse: LAGOMELI, BERLIN. Telegraphenschlüssel : ABC-CODE 5 — MERCUUR-CODE 2 — STAUDT & HUNDIUS. Telephon : Berlin. Amt 6, No. 3110. Vertrauensmänner in den deutschen Schutzgebieten und fremden Kolonien. 107 1 I 9 I I ■ I I I I I I I I m-m-mrw Hoflieferant Sr. Majestät des Kaisers und Königs nnd Sr. K. Hoheit des Grofsherzogs von Mecklenbnrg-Schwerin. Zentrale und Versand: Berlin w^.35, Liitzowstrasse 89 90. (IX. 90:9, 9115 u. 5907.J ZAveig^g^eschäfte : Berlin, Kantstr. 22. \ Kassel, HohenzoUemstr. 104. Alt-Moabit 121. ' Leipzig, Schnlstr. 12. Dresden, Zahnsgasse 8. Wiesbaden, Gr. Bnrgstr. 13. 300 Terkanfsstellen in Dentschland. Nene werden gesucht. Postpakete von 10 Mk., Bahnsendungen von 30 Mk. ab porto- oder frachtfrei innerhalb ganz Deutschland. Usambara -Kaffee. Das Pfund geröstet: Mk. 1,—, 1,20, 1,30, 1,50, 1,70 und 1,80 Mark. Kamernn- nnd Samoa- Kakao und daraus bereitete Schokoladen. 1,20 bis 2,40 Mk. das Pfund. Deutsches Salat.- n. Speise-Oel iius Erdnüssen. Ständiger Verbrauch in den Kaiser- lichen HofliUchen. Kommt dem besten Olivenöl gleich nnd ist bedeutend billiger. 0,95 Mk. das Pfund. \en • Gninea- und Kamernn- Zigrarren. — Zigaretten. 4 bis 25 Pf. das Stück. KokosnuTsfett. Bestes Back- und Speisefett. Bedeutend hilliger als Milchbutter, Schmalz, Margarine n. a. w. 0,65 Mk. das Pfund. Kola- nnd 9Iassoi- Liköre Mk. 2,—, Talg. ^/2 Liter-Flasche V V yi 3,50. Preislisten kostenfrei. \ Sir John Retcliffe's weltberühmte Romane sind noch in wenigen antiquarischen, doch gut erhaltanen Exemplaren vorrätig. 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Tacca pinnatiüda Forst, (siehe Abbild. 1, S. 123) ist ein Stengel- gewächs, das sich aus Mutterknollen fortpflanzt. Die Pflanze gehört zu der kleinen, nur 10 Arten umfassenden Familie der Taccaceae. Sie unterscheidet sich von den nahestehenden Amaryllidaceen haupt- sächlieh durch den einfächerigen Fruchtknoten mit wandständigen Plazenten. Der Blütenstand ist trugdoldig, aus Wickeln zusammen- gesetzt. Es fallen an ihm besonders die lang zugespitzten, faden- förmigen, weit herausragenden Vorblätter der seitlichen Blüten auf. Bei unserer Tacca pinnatiüda Forst, sind die Blätter vielfach geteilt, sonst bei anderen Arten auch ganzrandig. Das unterirdische, bisweilen kriechende Rhizom entwickelt Achselsprosse, welche sich zu mit dichtem Stärkemehl angefüllten Knollen verdicken. Die Knollen sehen unseren rötlichen Kartoffeln äufserlich sehr ähnlich, sind innerlich jedoch fester gebaut. (Siehe Abbild. 2 auf S. 125.) Die Gröfse und das Gewicht der Knollen schwanken sehr, nach den mir vorliegenden Befunden von 78 — 358 g. Diese Zahlen beziehen sich jedoch nur auf diejenigen Knollen, welche ich in Händen gehabt und sollen keineswegs Grenzzahlen angeben. Eine solche nach oben ist mir nicht bekannt, ich vermute jedoch, dafs man sehr wohl Knollen von Y2 kg Gewicht und darüber wird ziehen können. Bei den drei Knollen, welche die Abbild. 2 in 7^ Gröfse vor- führt, wurde der Stärkemehlgehalt aus dem spezifischen Gewicht be- rechnet (nach Holdefleifs' Tabellen). Die gröfsere hatte bei einem Gewichte von 187 gr 28,4 pCt., die linke bei einem Gewichte von 89 gr 28,7 pCt, die rechte bei einem Gewichte von 78 gr 25,8 pCt. Stärke. Aufserdem wurden in dem mir unterstellten Laboratorium von Dr. Schneider noch 3 andere Knollen und zwar gewichts- analjtisch auf Stärke untersucht und zwar nach folgender Methode: 2 g feingemahlene Substanz wurden mit 100 ccm H2O 4 Stunden lang im Autoklaven bei 3 Atmosphären Druck erhitzt, noch heifs durch Asbest filtriert und mit heifsem Wasser ausgewaschen, so dafs der Rückstand keine Jodreaktion mehr zeigte. Das Filtrat wurde auf 200 ccm gebracht, mit 25 ccm Salzsäure vom spezifischen Ge- wicht 1,125 versetzt und 4 Stunden lang im stark kochenden Wasserbad erhitzt. Alsdann wurde Natronlauge bis zur schwach sauren Reaktion zugesetzt, auf 500 ccm aufgefüllt und in 25 ccm dieser Lösung die gebildete Dextrose nach Meifsl-Allihn gewichts- analytisch bestimmt. Ich gebe das Ergebnis dieser Untersuchung sowie die Form . der halbierten Knollen in der beifolgenden Skizze I S. 127 wieder. — 125 — Sie zeigt, dafs auch Knollen mit geringerem Stärkemehlgehalt vor- kommen, die jedoch den unserer meisten Kartoflfelsorten überflügeln. Die Stärkekörner sind zusammengesetzt. Sie zerfallen sehr leicht in die Teilkörner, so dafs man meist nur diese zu sehen bekommt. Die nachfolgende, von Herrn Privatdozent Dr. Hugo Fischer gezeichnete Skizze auf S. 127 veranschaulicht beide Formen ^iiv«J>t = ii.\ ^ Stclvkc Abbild. 2. ^ 5 natürliche Gröfse. Die Körner scheinen mir den Körnern der Reisstärke am meisten zu ähneln, sie gleichen dagegen denen der Maranta arundinacea, der Manihot utilissima, der Yams- und Taro-Sorten keineswegs. Das aus dieser Stärke gewonnene Stärkemehl kommt vor- nehmlich unter dem Namen Arrow-root von Tahiti auch als _ 126 — Williams Arrow-root oder auch als Fecule de Pia (eiue Südsee-lusel) im den Handel. Tahiti selbst erzeugt zwar nur wenig Stärkemehl, ist aber nach Wiesner (Die Rohstofle des Pflanzen- reiches) der Mittelpunkt des Handels mit diesem Produkt, welches vornehmlich von der Inselgruppe Raiateha, Huahine, Bora-Bora und Maupiti kommt. Der Handel mit diesem Erzeugnis selbst spielt bis heute keine grofse Rolle, auch nicht auf den anderen Südsee-luseln und wo sonst die Tacca pinnatitida gebaut wird, wie im malaiischen Archipel, in Indien, in Cochinchina, Queensland und Zanzibar. Vermutlich leidet die Wertschätzung dieser Knollenfrucht be- sonders durch die Schärfe und den Geruch, w^elche sie an sich haben soll, und welche der Stärke anhaften bleibt, wenn sie nicht sehr sorgfältig und mehrmalig ausgewaschen wird. Dieser Uebel- stand ist jedoch sicherlich durch geeignete Zuchtwahl und sorg- fältige Fabrikation der Stärke zu beseitigen, ebenso wird man auch sicherlich den Stärkegehalt der Knollen durch Züchtung noch wesentlich, vielleicht bis zu 35 pCt. und mehr, erhöhen können. Auf alle Fälle steht fest, dafs man aus den Knollen der Tacca pinnatitida Forst, bereits heute eine sehr reine, geruchlose und sehr wertvolle Stärke erster Qualität gewinnen kann, und' dieser Umstand fordert dazu auf, diese in der Tat stärkeraehlreichste Knollenfrucht mehr denn bisher in unseren echt tropischen Kolonien zur Nutzung heranzuziehen. Der Botanische Garten in Kamerun ist wohl am besten geeignet, umfangreiche Versuche anzustellen, aber auch Samoa, Neu-Guinea, Togo und Ostafrika bieten dazu in den Niederungen und auf lockerem Boden die beste Gelegenheit. Die Tacca pinnatitida ist eine mehrjährige Pflanze und gedeiht dort am besten, wo ihr neben hoher, stets gleichmäfsiger Wärme und genügender Feuchtigkeit ein lockerer Boden geboten wird. Ich vermute, dafs ihr bester Standort ein tiefer Koralleusand ist, dafs sie jedoch nicht minder auf lockerem, humusreichem Basaltboden (Kamerun und Samoa) sowie auf vulkanischem Aschenbodeu und auf sandigem Lehm gleichfalls vorzüglich gedeiht, zumal sie Kalk nur wenig benötigt. Bei einem Anbau- Versuch wird man gut tun, nur hochprozentige Knollen auszuwählen, wobei man sich der Be- stimmung des spezitischen Gewichtes zu bedienen hat, sowie eine Hochzüchtung der Pflanze von vornherein ins Auge zu fassen. Zur Erweiterung unserer Kenntnis über Tacca pinnatitida möchte ich dann noch aufluhren, dafs der Gehalt an Rohpi'Oteill in der Trockensubstanz der drei oben in der Skizze aufgeführten Knollen betrug bei: Nr. a 9,838 pCt., Nr. b 6,503 pCt, Nr. c 7,280 pCt. — 127 — Skizze I. Halbierte Knollen der Tacca pinnatifida Forst. 5*/3 natürliche Gröfse. Skizze IL Stärke aus der Knolle von Tacca pinnatifida Forst. Links zusammengesetzte, rechts Teilkörner. Vergröfserung 1 : 450. Die Schichtung ist, weil wenig charakteristisch, fortgelassen. — 128 — An Asche ergab die Knolle c 2,652 pCt. der Trockensubstanz, welche folgende Zusammensetzung aufwies : CaO = 1,51 pCt. S03= 3,43 pCt. MgO = 3,62 „ Cl = 0,97 „ K2O =57,99 „ C02=12,31 „ Fe2 03= 1,75 „ Si02= 0,80 ^ P2O5 =16,77 „ Zusammen 99,15 pCt. Schliefslich möchte ich noch darauf hinweisen, dafs wir in den so stärkemehlreichen Knollenfrüchten unserer Kolonien auch ein sehr wertvolles Material besitzen, Spiritus für Beleuchtung und Krafterzeugung zu fabrizieren. Petroleum und Kohlen sind in allen unseren Kolonien sehr teuer, und es ist daher die Frage am Platze, ob es nicht ein sehr rentables Geschäft ist, statt jene Stoflfe in grofsen Mengen einzuführen, Spiritus im Lande selbst zu erzeugen. Sehr erleichtert wird uns die Erzeugung dadurch, dafs die Ein- geborenen in unseren tropischen Kolonien mit dem Anbau der Knollengewächse von jeher sehr vertraut waren und Knollenfrüchte in grofser Ausdehnung überall angebaut werden. Die Eingeborenen sind daher imstande, uns die Robprodukte in jeder beliebigen Menge und auch billig zu liefern, wenn man sie dazu anhält. Coffea robusta anf Djati Koengge. Von H. D. Mac Gillavry. Veranlafst durch die Artikel der Herren J. M. Lagerwerff, H. W, S. van Hooff und A. de Stoppelaar in „De Cultuurgids", Heft 1, 4 und 5 des 5. Jahrgangs, und auf mündliches Ersuchen des Herrn Renaldel de la Valette will ich hier meine Erfahrungen in betreff dieser Kaffeeart mitteilen. In vielen Beziehungen bin ich mit obenerwähnten Herren ein- verstanden, doch kann ich hier noch einiges hinzufügen, das für den weiteren Anbau der Coffea robusta von Nutzen sein kann. Im Januar 1901 empfing ich durch Vermittlung und unter Geleit des Herrn A. van Loon, der damals aus Europa zurückkehrte, eine Wardsche Kiste vom „L'Horticole coloniale" zu Brüssel, enthaltend 104 Pflanzen. Auf mein Ersuchen wurde die Kiste erst im letzten Augenblick fertig gemacht und brauchte deshalb in Marseille auch nur zwei Tage auf den Dampfer nach Indien zu warten. Nachdem die Pflanzen fast einen Monat in der Kiste gewesen waren, kamen sie hier in ausgezeichneter Verfassung und ohne ßlattverlust an. — 129 — Nach Ankunft wurden die Pflanzen an einem schattigen Platze, durch allmähliches Öffnen der Kiste, nach und nach an die äufsere Luft gewöhnt und täglich begossen; erst nach einer Woche wurde die Kiste ganz geöffnet und die Pflanzen herausgenommen. Beim Herausholen nahm ich wahr, dafs die Hauptwurzel wie ein Korkenzieher gedreht und die Nebenwurzeln fast alle nach innen gekrümmt waren. Die Herzwurzel wurde beim Pflanzen bei der ersten Biegung gekürzt und die Seitenwurzeln ausgebreitet. Das schlechte Wurzel- system ist dem Pflanzen in zu kleinen Töpfen in Brüssel zu- zuschreiben. Die Pflänzchen, die damals eine Höhe von einem halben Fufs hatten, wurden direkt in einer schon bestehenden Probeanpflanzung von Hybriden und Liberiapfropfungen, einem gut beschatteten Garten, angepflanzt, in einer Höhe von 1100 Fufs. Zum Schutze gegen die Sonne wurden noch aufserdem Schirme von Alang-Alanggras bei jeder Pflanze angebracht. Trotz guter Behandlung starben nach einiger Zeit sieben Stück davon; die andern 97 wuchsen schnell und kräftig auf Während des Ostmonsuns wurden die Pflanzen viel begossen, so dafs sie im Januar 1902, bei einer Höhe von 1 m, prächtig zu blühen be